| "Autor" |
ABSCHIED |
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geschrieben am: 06.02.2002 um 23:39 Uhr
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Abschied
Oh Täler weit, oh Höhen,
O schöner, grüner Wald,
Du meiner Lust und Wehen
Andächtigertiger Aufentahlt!
Da draußen, stets betrogen,
Saust die geschäft`ge Welt,
Schlag noch einmal den Bogen um mich ,
Du grünes Zelt!
Wenn es beginnt zu tagen,
Die Erde dampft und blinkt,
Die Vögel lustig schlagen,
Daß dir dein Herz erklingt:
Da mag vergehn, verwehen,
Das trübe Erdenleid,
Da sollst du auferstehen
In jnger Herrlichkeit!
Da steht im Wald geschrieben
Ein stilles , ernstes Wort
Von rechtem Tun und Lieben,
Und was des Menschen Hort.
Ich habe treu gelesen
Die Worte schlicht und wahr,
Und durch mein ganzes Wesen
WardŽs unaussprechlich klar.
Bald werd ich dich verlassen,
Fremd in der Fremde gehen,
Auf buntbewegten Gassen
Des Lebens Schauspiel sehen;
Und mitten in dem Leben
Wird deines Ernstes Gewalt
Mich Einsam erheben,
So wird mein Herz nicht alt.
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