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stark und schwach

Nutzer: DiaryofDreams
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geschrieben am: 19.10.2001    um 14:17 Uhr   
Ich hasse mich für meine Schwäche! Jeden Tag schaue ich ins Chatworld-Forum und hab dort schon sehr oft Dinge gelesen, die mich an unsere eigene ausweglos zu scheinende Situation erinnert haben. Als ich aber gestern die Zeilen von ***** las, merkte ich schon nach wenigen Zeilen, wer ***** wirklich ist und die Tränen schossen mir schlimmer als je zuvor in die Augen. Das Gefühl der Hilflosigkeit und Leere, es macht mich verrückt. Ich wünschte, ich könnte Dich einfach nur in den Arm nehmen und Deine Tränen trocknen...Dir einen Platz bieten, wo Dein Herz und Deine Gedanken zur Ruhe kommen können. Wo Du glücklich sein kannst und wir all das finden, was uns wirklich wichtig ist... Es tut mir in der Seele weh, dass Du, die ich so über alles liebe so leidest und ich fühle mich hilflos und schäme mich weil ich Dich gehen ließ. Jeder Tag ist nur noch eine Pflicht für mich, ich versuche mich in Arbeit zu vergraben und ertappe mich doch immer wieder dabei, wie ich ins Chatforum schaue, immer in der Hoffnung, doch noch wieder zu Dir zurück zu finden. Aber was ist das für eine Hoffnung...wo ich doch weiß, dass ich es Dir damit noch viel schwerer machen würde... Ich hätte nie geglaubt, dass Liebe derart schmerzen kann...dass man gleichzeitig das Gefühl haben kann, das Richtige und auch das Falsche zu tun. Ich weiß nicht, wie lang ich mir schon gewünscht habe, einem Menschen wie Dir zu begegnen. Jemandem, der nicht nur mit den Augen sieht, sondern mit dem Herzen. Die Erinnerungen an all die schönen vergangenen Tage, sie werden mich nie loslassen... und der Sinn meines Lebens wird fortan darin bestehen, auf das nächste Leben zu warten. Für den Rest dieses kümmerlichen Daseins bleibt mir nichts weiter, als die Erinnerung und die Hoffnung, dass es schnell vergeht. Nicht mal der Gedanke an meinen Umzug in ein paar Tagen und an meine Freunde, die ich dann wieder um mich haben werde kann mir den Schmerz nehmen. Während ich noch vor einigen Wochen die Abende im Chatpub verbrachte, einfach nur, damit die Zeit bis zum Wiedersehen mit Dir schnell verging, so suche ich mir jetzt, nach der Arbeit meist ein Cafè, hab Angst davor, nach Hause zu gehen und merke doch, dass es egal ist wo ich bin...die Tränen fragen nicht nach dem Ort und der Schmerz nicht nach der Zeit. Obwohl wir uns nie sahen oder hörten, obwohl wir nichts anderes geteilt haben, als Gedanken und Gefühle, Träume und Ansichten...Du warst und bist für mich realer und standest mir näher, als jemals jemand zuvor. Obwohl wir nie ein Lied gemeinsam hörten, ich sitze im Cafè und Tränen schießen mir in die Augen bei Liedern und Texten, die für uns geschrieben scheinen. Wo immer ich auch bin und was auch immer ich tue, ein Teil von Dir ist immer bei mir und die Erinnerung an all das Schöne, was ich mit Dir erleben und fühlen durfte.


Geändert am 19.10.2001 um 19:08 Uhr von DiaryofDreams

Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw)
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Nutzer: DiaryofDreams
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geschrieben am: 19.10.2001    um 14:18 Uhr   
Alles begann mit einem Traum,
wir schwammen im Meer
und kannten uns kaum...

Wir haben schon zu Beginn unserer gemeinsamen Zeit viel über die Vergänglichkeit des Schönen geschrieben, darüber, dass das Leben meist das von einem nimmt, was am Schönsten ist... aber nie hätte ich geglaubt, dass uns Beide das Schicksal einmal so hart bestrafen würde und ich frage mich die ganze Zeit für was...? Was haben wir getan...? Wie haben uns so unglaublich wohl gefühlt, haben uns verstanden auch ohne viel von dem preiszugeben, was bei der Beurteilung eines Menschens nebensächlich sein sollte und ist. Wir offenbarten unsere Gedanken und Gefühle voreinander, merkten, wie sehr sich unsere Träume gleichen und unsere Seelen zueinander fanden. Mit jedem Tag mehr, den ich mit Dir verbringen durfte, verschwand das Grau in dieser Welt. Die Dunkelheit um mich herum, sie wurde hell und die Angst vor der Zukunft verschwand. Ich stand morgens auf und fühlte mich glücklich, konnte es kaum erwarten wieder Deine Zeilen zu lesen. Jedes Wort von Dir war ein Schatz, wertvoller als alles andere dieser Welt. Deine Nähe nahm mir Sorgen und Ängste, ich konnte der sein, der ich bin...musste mich nicht verstellen...nicht fröhlich sein, wenn mir nach Traurigkeit der Sinn stand. Tief in mir drin steckte zwar die Angst vor dem was kommen mag... die Angst, dass, wenn Du mich richtig kennen würdest, ich doch nicht der sein könnte, den Du suchst. Aber ich ließ mich einfach treiben im Meer der Gefühle und mit jedem Tag den wir uns kannten verschwand diese Angst. Oft sprachen wir von der Realität, aus Deinen Worten las ich manch Traurigkeit und es war keine Neugier, sondern die Sorge um Dich, die mich immer wieder dazu brachte, mir Gedanken zu machen. Sehr oft saß ich nach unserem täglichen Abschied noch lange auf Arbeit, dachte nach über das was Du sagtest und fühlte mich hilflos und leer beim Gedanken an Deine Traurigkeit. Deine Worte brannten sich in meine Gedanken, ließen mich grübeln und führten mich immer wieder auf den falschen Weg. Vielleicht aber wollte ich auch nicht glauben, was letztendlich zur Gewissheit wurde. Nie werde ich den Augenblick vergessen, als mir bewusst wurde, dass Du, die ich so verdammt lieb gewonnen habe einem anderen gehörst. Es begann eine Zeit, in der ich von Gefühlen fast Zerrissen wurde, in der mich meine Gedanken fast durchdrehen ließen, angesichts der Ausweglosigkeit. Nie aber habe ich Dich gehasst, auch wenn Du es Dir noch so sehr eingeredet hast... und niemals werde ich Dich hassen, weil mir bewusst ist, dass es Dir nicht anders geht als mir. Auch wenn in der folgenden Zeit so manch böses Wort fiel und wir versuchten unseren Kummer dadurch zu mildern, dass wir Schmerzen durch Schmerzen lindern wollten... wir kennen uns zu gut und fühlen zuviel füreinander, als dass wir uns von Worten täuschen ließen. Seitdem pendele ich zwischen Vernunft und Wahnsinn, möchte stark und schwach sein... Möchte den Monitor einschlagen und den Schritt zu Dir wagen und alles was mich aufhält ist diese verdammte Vernunft. Ich fühle mich als Eindringling in Deine Welt, habe Schuldgefühle, und hasse mich, weil ich Dir so verdammt weh getan habe. Aber ich kann nich loslassen, will es auch nicht und denke immer wieder an Deine Zeilen. Es ist schrecklich so viel und gleichzeitig doch so wenig von jemandem zu wissen. Auch wenn ich nicht weiß, wo Du jetzt bist, so fühle ich genau, wie es Dir geht und wieder hasse ich mich, diesmal jedoch, weil ich so verdammt stark sein muss. Es scheint keinen Ausweg zu geben aus diesem Seelenlabyrinth. Mein Herz sehnt sich nach Dir, möchte bei Dir sein, doch mein Kopf sagt mir, dass ich Dich damit nur noch mehr verletze. Du bist mir zu sehr ans Herz gewachsen, als dass ich Dich einfach vergessen könnte. Wir haben uns zwar die Möglichkeit genommen, weiter zu schreiben, jedoch bleibt die Erinnerung und es gibt für uns keine Möglichkeit, die Gefühle zu besiegen... und so lebe ich jeden Tag für den Rest dieses Lebens in der verzweifelten Gewissheit, dass ich zu spät gekommen bin und dass erst das nächste Leben mir wieder eine Chance gibt bei Dir zu sein...
Dabei vermisse ich Dich jetzt schon so sehr...

Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw)
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Nutzer: juleken
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geschrieben am: 19.10.2001    um 18:33 Uhr   
*seufz

es tut mir in der seele weh euch leiden zu sehen.......

nimmt beide in den arm........

jule
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