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Todesstille

Nutzer: Semyaza
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geschrieben am: 20.10.2001    um 04:10 Uhr   
Stumm saß sie in ihrem Sessel vor dem Fenster und beobachtete den hell scheinenden Mond. Um sie herum war es still... nichts war mehr zu hören... alle schliefen bereits... nur sie nicht... Eine Träne kullerte ihre Wange hinab...“Schatz“ flüsterte sie leise, kaum hörbar... vor ihr hing ein Foto ihres Freundes den sie unendlich liebte... leise flüsterte sie seinen Namen.. sie zitterte vor Angst, Angst um ihn, Angst davor das er es wahr machen würde und Selbstmord begeht... sie liebte ihn doch so sehr, er war alles was sie hatte, niemand kümmerte sich um sie außer er.. alles würde sie für ihn tun, sie würde sogar für ihn sterben .. so sehr liebte sie ihn... am liebsten würde sie ihn jetzt umarmen, ihm zeigen wie sehr sie ihn liebt, das jemand da is† der sich um ihn kümmert, sich sorgen um ihn macht, ihm sagen das alles wieder gut wird... doch er ist soweit weg, unendlich weit weg... am liebsten würde sie jetzt ihre Sachen packen, sich in den nächsten Zug setzten und zu ihm fahren... doch dazu fehlte ihr das Geld.. wie gerne würde sie jetzt bei ihm sein... sie fühlte sich so einsam ohne ihn... so verlassen... so leer...
Geändert am 20.10.2001 um 04:13 Uhr von Semyaza
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Nutzer: Semyaza
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geschrieben am: 20.10.2001    um 04:11 Uhr   
Sollte sie ihn anrufen um zu sehen ob alles in Ordnung sei? Sie wusste es nicht... was ist wenn er schon schlief? Sie wollte ihn nicht wecken... doch wollte sie wissen ob wirklich alles in Ordnung ist... ob er noch lebt.... das es ihm gut geht... wieder schaute sie in den Himmel hinauf suchend nach einer Antwort... „wie schön der Himmel heut Nacht aussieht“ flüsterte sie leise vor sich in die Dunkelheit hinein... ein klarer schwarzer Himmel überseht mit tausenden von hell leuchtenden funkelnden Sternen und in der Mitte der wunderschöne Vollmond welch wunderbares helles Licht jetzt direkt in ihr Zimmer fiel... sie hörte die S-Bahn vorbeirauschen, danach war wieder absolute Stille .. nachts wenn alles ganz ruhig war setzte sie sich immer in ihren Lieblingssessel vor dem Fenster und schaute in den Himmel ....dann konnte sie in Ruhe nachdenken... über all die Dinge die sie nicht verstand.. suchend nach Antworten und Erklärungen... doch nichts findend... sie schaute neben sich ... dort lag das Telefon... sollte sie es wagen? Sollte sie ihn wirklich anrufen? So spät, mitten in der Nacht?...langsam nahm sie das Telefon in die Hand.. was ist wenn er dann böse ist das sie mitten in der Nacht anrief? Und dazu auch noch ohne triftigen Grund? Sie wusste nicht was sie tun sollte... sie entschied sich nicht anzurufen, aus Angst ihn zu wecken und ihn böse zu machen... langsam legte sie das Telefon wieder an seinen Platz zurück... lehnte sich wieder in ihren Sessel zurück, mümmelte sich in ihre Decke ein, kuschelte sich wieder an ihren Teddy und schaute wieder in den schwarzen wunderschönen Himmel... danach sah sie wieder das Foto an... wie süß er aussah... dieses Lächeln... sie träumte vor sich hin...nach einer Weile entschloss sie sich dann ihn doch anzurufen, es war ihr plötzlich egal ob sie ihn weckte oder ob er dann böse auf sie sei, sie musste einfach wissen ob es ihm gut geht... sie nahm das Telefon in die Hand und wählte seine Nummer... es klingelte... er nahm nicht ab... sie seufzte... es muss bestimmt eine Stunde vergangen sein bis sie es erneut versuchte... wieder wählte sie seine Nummer... wieder klingelte es ein paar mal... es nahm jemand ab... sie erschrak kurz.. sie hatte nicht damit gerechnet das er wirklich abnahm... ein leises verschlafenes „ja“ ertönte... „Schatz?“ flüsterte sie....stille....nach kurzer Zeit ertönte wieder ein leises „ja“ ... „Sorry das ich so spät mitten in der Nacht anrufe, aber ich mach mir so große Sorgen um dich, ich musste einfach wissen ob es dir gut geht“... flüsterte sie... wieder einige Minuten stille... sie hörte ihn atmen... dann „es tut mir leid Darling, du wirst dir nie wieder Sorgen um mich machen müssen, du hast was besseres als mich verdient... ich weiß ich werd dir jetzt mit dem was ich gleich tun werd unheimlich weh tun... es tut mir so leid... aber es hat einfach keinen Sinn mehr...leb wohl Süsse... ich liebe dich... ich liebe dich überalles... wenigstens hatte mein Leben für kurze Zeit einen Sinn gehabt durch dich... vergiss mich nie.. “... sie erschrak, sie wusste was er jetzt vorhatte... sie wusste es genau... noch bevor sie ihm antworten konnte ertönte ein lauter kurzer Schrei... stille... nichts war mehr zu hören... nicht mal sein atmen.... Panik stieg in ihr hoch... sie schrie seinen Namen... immer und immer wieder... keine Antwort... Tränen schossen ihr in die Augen... sie war völlig verstört, wippte immer hin und her, summte leise ihr gemeinsames Lied... was sollte sie jetzt tun? Sie war nun ganz allein...sie fühlte sich einsam.. schrecklich einsam.... immer noch den Hörer in der Hand... sie hörte wie eine Tür aufging... wieder schrie jemand... eine Frauenstimme... wahrscheinlich seine Mutter die gerade ihren toten Sohn vorfand... immer mehr tränen liefen ihre Wangen herunter.... sie wusste ohne ihn könnte sie nicht mehr leben, will sie nicht mehr leben, wenn er ging, ging sie mit... sie legte das Telefon beiseite... ging ins Bad und nahm sich eine Rasierklinge ihres Vaters... schlich leise wieder in ihr Zimmer zurück..... setzte sich in ihren Sessel zurück schaute ein letztes mal in den schwarzen Himmel.. ein letztes mal schaute sie sein Foto an... flüsterte dann leise „Ich liebe dich, nichts wird uns trennen nicht mal der Tod“ ... dann setzte sie die Rasierklinge an und schnitt sich langsam quer die Pulsadern auf....sie spürte kurz einen stechenden Schmerz... sah für einen kurzen Moment das ganze Blut was ihren Arm herunter lief und schlief dann ein... für immer....und ewig....


Semyaza
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