Auf den Beitrag: (ID: 3174) sind "6" Antworten eingegangen (Gelesen: 702 Mal).
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Gott

Nutzer: Wrathchild
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geschrieben am: 17.01.2002    um 21:52 Uhr   
Warum liebt ihr Gott? Oder ist er euch egal? Glaubt ihr das er existiert? Oder hasst ihr ihn? Ich will einfach mal ein paar Meinungen über "Ihn" sammeln und Erfahrungen erzählt bekommen. Könnt ihr mich bekehren? Oder vom Glauben abbringen. Zum jetzigen Zeitpunkt will ich erst einmal nicht sagen was ich von "Ihm" halte, da ich objektive Stellungsnahmen von euch haben möchte !
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Nutzer: gummi.bär
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geschrieben am: 17.01.2002    um 21:55 Uhr   
also ich glaube an ihm, weil man sich über 2000 jahre meiner meinung nach nit irren kann...
ausserdem muss es ja durch irgendwas entstanden weiss..
was für mich allerdings für humbuk klingt, ist vieles was in der bibel steht. ich finde das darf man nit so wort wörtlich nehmen...und ich glaub auch ehrlich gesagt nit das sich alles 100%ig so abgespielt hat

see ya
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Nutzer: Gast_chicita
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geschrieben am: 17.01.2002    um 21:56 Uhr   
(zitat)Habt ihr nicht von jenem tollen Menschen gehört, der am hellen Vormittage eine Laterne anzündete, auf den Markt lief und unaufhörlich schrie: "Ich suche Gott! Ich suche Gott!" – Da dort gerade viele von denen zusammenstanden, welche nicht an Gott glaubten, so erregte er ein großes Gelächter. Ist er denn verlorengegangen? sagte der eine. Hat er sich verlaufen wie ein Kind. sagte der andere. Oder hält er sich versteckt? Fürchtet er sich vor uns? Ist er zu Schiff gegangen? ausgewandert? – so schrien und lachten sie durcheinander. Der tolle Mensch sprang mitten unter sie und durchbohrte sie mit seinen Blicken. "Wohin ist Gott. " rief er, "ich will es euch sagen! Wir haben ihn getötet – ihr und ich! Wir alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir dies gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszu-leeren? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was taten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? Müssen nicht Laternen am Vormittage angezündet werden? Hören wir noch nichts von dem Lärm der Totengräber, welche Gott begraben. Riechen wir noch nichts von der göttlichen Verwesung? – auch Götten verwesen! Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder. Das Heiligste und Mächtigste, was die Welt bisher besaß, es ist unter unseren Messern verblutet – wer wischt dies Blut von uns ab? Mit welchem Wasser könnten wir uns reinigen? Welche Sühnfeiern, welche heiligen Spiele werden wir erfinden müssen? Ist nicht die Größe dieser Tat zu groß für uns? Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen? Es gab nie eine größere Tat – und wer nun immer nach uns geboren wird, gehört um dieser Tat willen in eine höhere Geschichte, als alle Geschichte bisher war!" – Hier schwieg der tolle Mensch und sah wieder seine Zuhörer an:

Auch sie schwiegen und blickten befremdet auf ihn. Endlich warf er seine Laterne auf den Boden, daß sie in Stücke sprang und erlosch. "Ich komme zu früh", sagte er dann, "ich bin noch nicht an der Zeit. Dies ungeheure Ereignis ist noch unterwegs und wandert – es ist noch nicht bis zu den Ohren der Menschen gedrungen. Blitz und Donner brauchen Zeit, das Licht der Gestirne braucht Zeit, Taten brauchen Zeit, auch nachdem sie getan sind, um gesehn und gehört zu werden. Diese Tat ist ihnen immer noch ferner als die fernsten Gestirne – und doch haben sie dieselbe getan!" – Man erzählt noch, daß der tolle Mensch desselbigen Tages in verschiedene Kirchen eingedrungen sei und darin sein Requiem aeternam deo angestimmt habe. Hinausgeführt und zur Rede gesetzt, habe er immer nur dies entgegnet: "Was sind denn diese Kirchen noch, wenn sie nicht die Grüfte und Grabmäler Gottes sind?"(/zitat)

(Nietzsche, Der tolle Mensch)

ich hättŽs nicht besser erklären können..

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Nutzer: looser
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geschrieben am: 17.01.2002    um 22:08 Uhr   
Gott ist tot
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Nutzer: Malcolm
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geschrieben am: 17.01.2002    um 22:10 Uhr   
Nein, ich glaube nicht an ihn:

- Kann ich ihn sehen? (haltet mich ruhig für einfältig infantil oder einfach nur konservativ...)

- Kann ich ihn fühlen?

- Kann ich ihn hören?

- Kann ich ihn schmecken?

- Kann ich ihn riechen?

- Kann er mir Rat geben, wenn ich ihn nicht höre?

- Kann er mir als gutes Beispiel voran gehen, wenn ich ihn nicht sehe?

- Kann er mich strafen, wenn ich ihn nicht fühle?

- Ist er für mich da, wenn ich ihn brauche?

- Ist er für mich da, wenn ich nicht brauche?

- Hilft er mir bei irgendwas?

- Beweist er mir seine Existenz?

........... Nein ........

cogitans Malcolm
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Nutzer: Gast_Hawklan
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geschrieben am: 17.01.2002    um 22:21 Uhr   
Habt ihr noch imma nicht begriffen das gott nur eine Illusion von einem altem Herrn ist die er sich einst mal
ausdachte?
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Nutzer: sheila.
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geschrieben am: 17.01.2002    um 23:02 Uhr   
(zitat)Glaubt ihr das er existiert?(/zitat)
In God we trust.

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