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Amor

Nutzer: ShinyiNiskow
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geschrieben am: 03.11.2001    um 12:59 Uhr   
Liebe erlahmt die stärksten Pfaffen,
Räumt Probleme weg, mit Leichtigkeit,
Sie kann wirklich alles schaffen
Und lebt bis in die Ewigkeit.

Die Hände, die inbrünstig zittern,
Hoffen auf baldige Erlösung,
Während sie ihre Chance wittern,
Feiern sie rasche Genesung.

Geheilt durch des Amors Zauberkräfte,
Ein Gott der Variation und Vielfalt,
Verleiht selbst dem Trockenen, Säfte,
Übergibt seine Liebe an jede Gestalt.

Teilt, wo er nur Möglichkeiten findet,
Ein Jeder mag sie geschwind erfahren,
Doch wenn ein Schurke Böses sündet,
Erfolgt eine Strafe, von vielen Jahren.

Die Lehre, die der Gott erteilt,
Ist genug für zwei ganze Leben,
Sobald der Bube in Klausur verweilt,
Wird ihn Amor wieder Liebe geben.

Wie die Berge zu den Tälern,
Gehören auch zwei liebliche Herzen,
Aber um die Leistung zu schmälern,
Beginnt der Gott, oftmals zu scherzen.

Der Scherz, wohl nicht ernst gemeint,
Er richtet aber faulen Schaden an,
Denn bevor sichŽs Herz hat vereint,
DauertŽs Jahre bei Frau und Mann.

In der Regel, tut es der Gottheit leid,
Entschuldigt sich mit Blumenregen,
Andere Kreaturen erspähen das mit Neid
Und vereiteln ihren Liebessegen.

Amor, davon nur wenig beeindruckt,
Arbeitet unter allen Gestirnen,
Bis er vor Altersschwäche zuckt,
Unter dem Druck von all den Gehirnen.

Jeder Geist befiehlt ihn; erhöre mich,
Amor springt mit Pfeil und Bogen,
Denkt dabei niemals an sich,
Das ist wahrhaftig ungelogen.

Einen Schuss, ganz sauber getroffen,
Bringt wieder zwei Menschen nah,
Der Liebesgott kann wieder hoffen,
Aufs Schönste, das er jemals sah.

Jenes, das er seit tausend Jahren sieht,
Es als endlosen Reigen beschreibt,
Bis es im letzten Marke zieht
Und leichter als der Winde treibt.
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