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geschrieben am: 13.07.2002 um 02:53 Uhr
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Fassade
Es verstreichen die Jahre im Fluge
So schnell, unaufhaltsam, für immer hinfort
Generationen sind nur Sekunden, alles wird zur Gewohnheit
Eine Harmonie, einst so stark gepredigt
Eine Koexistenz, einst so sehr gewollt
Der Zorn Gottes wird im Wetter geboren
Der Zorn meines Wesens in den Augen
Oft wurde gelacht, miteinander gelacht
Doch ist alles nur Fassade, ein Spiel
Nur wenn es schmerzt bin ich glücklich
Nichts scheint mir gewährt, nichts ist mir geboten
Welche Alternative gibt es? Welche sollten wir wählen?
Oft liegt es nicht an uns, wie es weitergeht
Vorherbestimmt ist alles, gar diese Fassade
Der Schmerz der Trennung, der Schmerz des Loslassens
Die Angst vor dem Alleinesein, die Angst vor dem Ungewissen
Wann war ich das letzte mal glücklich? Wann war es so daheim?
Die Tage passieren, nichts geschieht
Unbehagen verbreitet sich innerlich, eine bittere Pein
Wann wird es je wieder so sein? Muss es soweit kommen?
Vorbei die Zeiten der Harmonie, verweht die Ekstase des Vertrauens
Niedergeschlagen, gepeinigt und ungewollt durchlaufe ich mein Leben
Ich blicke zurück und beginne zu verstehen
In den Zellen meines kranken Hirns beginne ich zu vermissen
Das Gefühl der entgültigen Leere, wer trägt die Schuld?
Ein Weg aus der Leere, einen Pfad der Hoffnung
Jenen suche ich, seither ich verstehe
Eine dunkle Vorahnung beschleicht mich
Tiefe Schatten bemächtigen sich meiner
Es kommt ein Sturm, ein Unwetter
Der Zorn Gottes, der Zorn der eigenen Gedanken
Symbolisch ein Blitz, real sind es Worte
Sie schlagen tiefe Wunden, jedes Wort ein Hieb
Das Schicksal hat zugeschlagen, eine Entscheidung muss fallen
So trennen sich die Wege, Hass und Groll entfacht
Viele Tränen haben ihren Weg gefunden, doch wurden gar sie verspottet
Kein Wort dem Ernst zuzuschreiben, kein Gefühl ist wahrhaft bestanden
Alles Fassade, alles Lüge, alles nur ein Spiel
Zumal habe ich vertraut, geblaubt und geliebt
Doch wie sollte es kommen, wurde getäuscht
So sind es zwei Menschen, eine Person davon liegt mir nur noch am Herzen
Jene andere hat sich entzweit, lebt ihren Weg
Die Harmonie, geschwunden
Die Koexistenz, nur Fassade
Klaffende Wunden begleiten mich nun mit jedem Gedanken
Alles was ich fühle, jede Spur an Zorn
Jedes Gefühl des Hasses verdanke ich dir
Keine Freiheit, niemals die Zufriedenheit
Einst dachte ich dies gefunden zu haben, bei zwei Menschen
Nur eine von Jenen verspricht Glückseligkeit
Nur eine von Jenen verspricht Zukunft
Der Mensch, der spielt, der ist hinfort
Lebt die eigene Welt, ohne Rücksicht, ohne Gnade
So bleiben mir nur die Worte, nur die Tränen
Mir scheint nichts gewährt zu sein
Das Glück hat mich verlassen...
... ist doch alles nur Fassade
~ EvilPoet ~ |
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