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geschrieben am: 24.09.2003 um 00:09 Uhr
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Vor einigen Wochen sprach sie Ihn wieder an, er wusste zuerst nicht, wer sie war. Aber sie hatte IHN erkannt, an seiner Art zu schreiben, wie sie sagte. Etwas ängstlich, aber wie magisch angezogen, erwiderte er ihre Worte und mit der Zeit wurden sie sich mehr und mehr vertrauter. Sie erzählte aus ihrem Leben, er aus seinem. Das wunderbarste für ihn war, dass es für sie keine Tabus gab. Unbekümmert und lieb, ließ sie ihn spüren, dass seine Gefühle, seine Träume und Wünsche das natürlichste auf der Welt sind. Das kleine Wesen machte sich unbemerkt auf den Weg, auf den Weg zu seinem Herzen. Irgendwann bemerkte er es, und das schöne war, er fühlte sich so gut dabei. Jedes mal, wenn er eine Nachricht von ihr erhielt, schien sein Herz vor Freude und Glück Sprünge zu machen. Irgendwann bemerkte er aber auch in den geschriebenen Zeilen, dass das kleine Wesen unglücklich war, sie erzählte ihm auch davon. Er tat ihm weh, sie so sehr leiden zu sehen. Er wollte sie nun nicht auch noch mit seinen vielen Gedanken belasten. Aber sie sagte ihm, sie würde sich sehr über jede Zeile von ihm freuen. Sie schrieb ihm ihre Phantasien, er saß vor dem Monitor, gefesselt und fasziniert von ihrer Art, ihrem Wesen. Es konnte doch eigentlich nicht sein, da dachte er sein ganzes Leben lang darüber nach, ob seine erotischen Phantasien übertrieben und unmöglich wären... und dann... schreibt dieser kleine Engel so wunderschöne Dinge, Dinge die das Herz des Mannes bis zum Hals schlugen ließen. Er versank mit ihr in eine Welt, die so schön ist, so unkompliziert und warm. Wenn er allein war, träumte er ihre gemeinsamen Träume, ihre Ausflüge ins Reich der Sinne. Sie schrieben sich Gedichte, schickten sich sms. Von dieser Zeit an, waren seine Gedanken immer in ihrer Nähe, er wollte ihr helfen, sie beschützen, einfach nur bei ihr sein. Der Mann versuchte seine Gefühle für den kleinen Engel zu ergründen, warum zog es ihn so sehr zu ihr, warum waren seine Gedanken in jeder Lebenslage irgendwie immer bei ihr..... In ihren Nachrichten, ihren Träumen, die sie ihm schrieb, entdeckte er sich selbst wieder, erkannte wie auch er sich diese Dinge wünschte. Er wollte sie damit aber nicht belasten und versuchte sie so vorsichtig und zärtlich zu behandeln wie einen kleinen, zerbrechlichen, kostbaren Schatz, und irgendwie war sie das ja auch. Er kann bis heute nicht sagen wie es passiert ist, aber das kleine Wesen hatte den Weg in sein Herz gefunden, dort wo es warm ist, wo er sie immer bei sich trägt und beschützt. Und es ist ihm egal was Andere dazu sagen würden, es ist SEIN Herz. Er würde so gern ihr Held sein, ihr Beschützer. Mal nicht in Richtung der Besserwisser hören, mal nicht die sogenannten moralischen Gesetze beachten. Einfach leben und genießen und geben. Das Leben ist so kurz, warum verschenkt man die kostbare Zeit... warum lebt man nicht seine Gefühle, den Moment, der soviel bedeuten kann. Die Kraft die daraus fließen kann ist so groß....
Durch die Stille im Raum erwachte ich plötzlich aus meinem aufmerksamen Zuhören.... überrascht schaute ich mich um... der Mann war verschwunden.
Das einzige was ich erblickte, war ein Gesicht, ein Gesicht im Spiegel....
Es waren meine Augen die ich sah....aber....warum soll man sich nicht ab und zu selbst etwas erzählen, vielleicht hilft es dabei, seine geheimsten Wünsche zu erkennen.....
Geändert am 24.09.2003 um 00:12 Uhr von _obiwan_ |
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