| "Autor" |
Ganz leise |
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geschrieben am: 13.06.2003 um 17:20 Uhr
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Du entschliefst ganz leise
Und heimlich
Mit ihr
Letzte Nacht
Nun sehe ich euch
Dort in Rosenblätter gebettet liegen
Den Liebesreigen
Noch im Ohr,
Aber tot,
Aber glücklich
Ihr durftet zusammen sterben
Füreinander sterben
Euch gegenseitig aufopfern
Ich darf allein leben
Ohne dich
Was ist besser
Falls es einen Himmel gibt
Du hast ihn nicht verdient
Und deine Freundin
Bestimmt nicht
Ich liebe dich
Ich hasse dich
Beides ist wahr
Beides gelogen
Soll ich mich nun zu euch gesellen
Mich zwischen euch legen
Euer trautes Zusammensein stören
Fest umschlungen
Blutverschmiert
Ich beplanze euer Grab
Mit Blumen
Lege mich nackt darauf
Unerreichbar
Für deine klapprigen Gebeine
Bin ich ein Mörder?
Nein, ich glaube nicht. |
| Unternehmt Gesten sinnloser Schönheit und spontaner Freundlichkeit! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.06.2003 um 18:28 Uhr
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Du verwendest recht schöne Bilder, Nekir, wie in den beiden Zitaten hier:
(zitat)
Dort in Rosenblätter gebettet liegen
und
Ich beplanze euer Grab
Mit Blumen
Lege mich nackt darauf
Unerreichbar
Für deine klapprigen Gebeine
(/zitat)
Die Geschichte, die hinter den Gedichtzeilen steckt, erschließt sich mir nicht so ganz. Das machen die letzten beiden Zeilen auch nicht gerade einfacher. Ich glaube wohl zu verstehen, dass Trauer und Wut sich hier Ausdruck verschaffen wollen, aber ich fände es sehr nett von Dir, wenn Du mir die Zusammenhänge noch einmal genauer schildern könntest.
~esgrüßtfreundlich~
Han |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.06.2003 um 21:20 Uhr
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zieht das Nekir vom Grab runter Du gehörst nich zu den beiden das ist klar... Wer zusammen lebt, in Ewigkeit gehört zusammen... Wer zusammen stirbt, in Ewigkeit, gehört zusammen, das heißt für dich du kannst nur um ihn, vor allem um ihn trauern dich dazu gesellen würde nichts bringen... wie er Gott kennt, würde der Nekir ehh ganz wo anders hin schicken... sind die Beiden inner Hölle kommt Nekir innen Himmel oder in einen der vielen Abschnitte der Hölle, sind die Beiden jedoch im Himmel kommt Nakir auf alle Fälle inne Hölle
Zerbrich dir nich den Kopf, wer daran schuld ist. Es gibt keine Antwort in dieser Welt, außer man sagt das Schicksal befahl dem Tod die Beiden zu holen... Selbst ein Mörder tötet/mordet nicht... also du am aller wenigsten...
Yutaka |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.06.2003 um 20:49 Uhr
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| Aaaalso, das ist so: ich habe die beiden umgebracht. also natürlich nicht ich, aber der ich-erzähler ist ja klar. und er stellt sich die frage "bin ich ein mörder" am ende, nicht weil er sich das wirklich fragt, denn dass er jemanden umgebracht hat, ist klar. er meint, ob das, was er getan schlecht ist, und das findet er nicht (bzw. sie, denn es geht um eine frau) es ist also die frage nach der moral. sie ist zwar wütend darüber, dass der mann nun auch tot ist, aber sie denkt, dass er es verdient hat. die freundin sowieso.....(hehehe). das wars eigentlich, ach ja, vielen dank für deine antwort und das kompliment. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.06.2003 um 20:52 Uhr
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| ich glaube, du hast das gedicht falsch verstanden: ich trauere nicht wirklich und es geht auch nicht darum, ob ich in die hölle oder in den himmel komme. das ist der erzählerin vollkommen egal, es geht ihr nur darum, dass sie es getan hat und sich nun fragt, ob es schlecht war oder nicht. es ist auch eigentlich eine rhetorische frage, denn natürlich hat sie die beiden umgebracht. du darfst nicht alles so ernst nehmen was ich schreibe. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.06.2003 um 21:26 Uhr
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| wer zusammen stirbt gehört noch lang nicht zusammen. Nekir kommt ganz sicher nicht in die hölle, weil sie schleißlich niemanden umgebracht hat. die schuldfrage stellt sich ebenfalls nicht und die "mörderin" bleibt gefälligst auf dem grab ligen, denn du weißt ja nicht was sie noch vorhat. |
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