Auf den Beitrag: (ID: 32114) sind "4" Antworten eingegangen (Gelesen: 277 Mal).
"Autor"

Jadestein

Nutzer: Vile
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 13.04.2001
Anzahl Nachrichten: 195

geschrieben am: 16.11.2001    um 10:58 Uhr   

Ich sah ihn damals vor mir liegen,
Er war ganz kalt, allein.
Ich nahm ihn auf, begann zu lieben.
Doch wie nur konntÂ’ das sein?

Die Nächte waren wärmer,
So schön wie nie zuvor.
Die Trauer, sie glitt ferner
Doch was kam nun hervor?

Klar, Freunde hat ich viele,
Sie waren auch noch da.
Ich vergaß nur unsere Ziele,
Doch wurd' mir das gewahr?

Dass es so kam, das tut mir leid
Wollt die Welt doch nicht verlassen.
Für Freunde, stand ich stets bereit,
Doch musstÂ’ ich erst erfassen,

Was dieser Stein in Wirklichkeit war:

Die ganze Welt sah nur Granit,
Doch meine Blicke sandten
StetÂ’gen Glauben mit ihm mit.
Bis seinen Schatz sie fanden.

Dann die Täler überflutet gar
Mit solch königlicher Pracht,
Wie nie zuvor ichÂ’s jemals sah,
Als tiefe Liebe jäh erwacht’.

...

Und wenn mich etwas tadeln will,
Dann bin ich ruhig, dann schweig ich still.
Halt lieber meinen heilÂ’gen Stein,
Wenn auch ansonst ganz allein.

Denn mehr kann ich nicht tragen,
Verneint sind alle Fragen.
Am Ende werden sie dann sehn
Welch Weg ich musst alleine gehn.

Das es lohnte wird dann offenbar;
Ich hinter dem Granit stets sah:
Dies Schimmern, welches ruhig und warm
Ich schützend hielt in meinem Arm!

Und dann sie werden alle wein'
Um mich und meinen Jadestein.

  Top
"Autor"  
Nutzer: Engelsfall
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.09.2004
Anzahl Nachrichten: 616

geschrieben am: 16.11.2001    um 13:36 Uhr   


Dich sah ich an und wie wenig versteh ich
und werd ich verstehen von all Deinem Sinn.
Wie einfach bin ich stets das, was ich bin.
Nach oben und unten wies mich Deine Stimm.

Von Erzen trieb Leben oft durch dein Sein
und in deinem Herzen, da ruht jener Stein.
So geliebt und so liebend leuchtet er rein.
Halt ihn Dir wertvoll, einen heiligen Hain.


*in Dankbarkeit für viele schöne Gespräche, unter den Füßen weggezogenen Teppiche, Sprünge von Felsen in dem Wissen, daß alle Pfade sich wieder kreuzen*



  Top
"Autor"  
Nutzer: Vile
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 13.04.2001
Anzahl Nachrichten: 195

geschrieben am: 16.11.2001    um 21:21 Uhr   
Danke für manche Momente
Danke für manche Tat
Danke, dass Du von Sinn sprichst,
Dass Du vertrauen noch hast.

Denn wenn man den Sinn nur vermutet,
Wenn Logik sich fähig versteckt,
Dann mancher sich manchmal zumutet,
Zu sagen der Reim sei bedeckt,

Und zwar mit sinnlosem Schwachsinn,
Doch einige sehen genau hin
Und Jade funkelnt durchbricht
Des Granits steinerne Schicht.



Geändert am 21.11.2001 um 14:51 Uhr von Vile
  Top
"Autor"  
Nutzer: Vile
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 13.04.2001
Anzahl Nachrichten: 195

geschrieben am: 20.11.2001    um 23:40 Uhr   

Manchmal macht es mich traurig,
dass manche auf ihren eigenen Stein beißen.
Manchmal bin ich enttäuscht,
dass sie dann enttäuscht sind.
Manchmal finde ich es schade,
dass sie sich dann beschweren.
Manchmal bin ich auch böse,
dass sie dann anderen dei Schuld geben.
Manchmal bin ich dann müde,
vom Leben und von den Menschen.
Manchmal merke ich dann auch,
dass ich von mir selbst enttäuscht bin.
Machmal begriefe ich dann auch,
dass ich sie bin und sie ich.


und dann beginne ich wieder meinen Glanz zu suchen...
  Top
"Autor"  
Nutzer: fratzmausi
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 2216

geschrieben am: 20.11.2001    um 23:57 Uhr   

Der Glanz des Steines
beruht auf seiner Einfachheit.
Und einfach sollte auch ich es halten.

Es ist richtig,
die Wahrheit, die ich bei anderen suche,
finde ich in mir selbst.

Frust und Unbehagen
führt mich immer wieder
auf mich zurück.

Aber auch die Freude,
das Wohlgefühl
entspringt aus meiner Seele
und spiegelt sich in anderen wider,
wenn ich Glück habe
und es auch sehen will.

fratz .. Vile dankt für das schöne Gedicht. :-)

  Top