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Ohne Sinn //Aradhana gewidment, danke

Nutzer: Eygatur
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geschrieben am: 16.04.2003    um 22:43 Uhr   
Ich weis das du es lesen wirst. Es ist mir egal wie viele es lesen werden solange du es selber nur liest. Du bist das "kleine" Mädchen... in dem ich soviel mehr sehe.





Der Boden war aus Stein. Einfacher, schlichter Stein. Vielleicht grau, vielleicht aber auch dunkelgrau. Wer kann so etwas schon mit Gewissheit sagen. Ihm ist es im Moment sowieso unwichtig.
So sitzt er inmitten des Waldes. Der süßliche Duft der Tannen sticht in seine Nase. Seine Bank ist schon grünlich von den Jahren die sie in dieser Einsamkeit steht.
Um den Platz herum, um die Lichtung inmitten des Waldes dessen Boden aus Stein bestand harrt er nun aus. Er trägt kein Hemd, keine Decke nichts das seinen Oberkörper bedeckt hält. Schuhe scheinen ihm ein Fremdwort. Doch trägt er eine Hose, wenn auch Uralt so doch kleidend.
Die Knospen beginnen schon zu blühen, weich stechen die weisen Watte ähnlichen Blüten hervor.
Er passt zu dieser Gegend. Der Baum der ihm am nächsten steht ist dürr und alt. Das Wetter hat tiefe Kerben in seinen Leib gerissen. Die Arme hat er weit von sich gestreckt, sie liegen über der Rücklehne der Bank. Sein schmächtiger Körper lacht beinahe die Welt aus. Wie die schwachen Muskeln es immer und immer wieder schaffen die Knochen zu tragen.
Doch hat er nicht ewig hier gesessen und der Ruhe gelauscht denn er schrieb zuvor einen Brief. Mit Seidenblasser Schrift, dunkle tiefblaue Tinte nutzend. Der Wind wiegt sich in der Melodie der Stille ein und wird begleitet von einem Kleingetier als er leise Zeile für Zeile durchsieht.



An mich selber,

ich weis nicht wie es dir geht, oh meine Seele. Weis nicht wie es dem Herzen an Gesundheit steht. Doch, Geist, irrwitziger Abklatsch meines geringen Daseins, lausche mir. Es ist vertretbar das du nach dem Leben dürstest. Es ist nur nicht erfüllbar. Reize mich nicht aus in deinem Willen denn ich kann dir dahin gehend nicht folgen. Sieh mich doch an, lasse mich nicht zerbrechen an Taten die mich überfordern. Ich biete dir doch so viel, warum nur vergehst du nun?
Jämmerliches Herz, das du dich dann verschließt wenn ich am meisten zuflucht brauche. Erst dürstest du nach dem was nähe bringt. Zeigtest was Vertrauen erschuf um in dem wichtigsten alle Augenblicke zu vergehen.
Welch gnadenlose Unschuld, vermeintlicher Körper. Das du dich der Kraft übernahmst und zerfielst. Die schmerzen die du hervorriefst konnten doch nicht nützlich sein.
Verfluchter Verstand. Wer bist du überhaupt das du entscheiden willst was nun gut und was nun schlecht ist? Wann ich hinaus gehen soll in das Licht und wann ich die Dunkelheit vorzuziehen habe?
Oh Augen, warum machtet ihr mir war das es die Welt gab. Nun bin ich blind auch wenn ich die Lieder nicht geschlossen halte. Es ist doch die Realität oder nicht? Bitte, Wahrheit, lasse mich wieder sehen mit den Augen die ich einst meinte zu haben. Ich will wieder verstehen ohne denken zu müssen.
Verflucht sein mir die Lippen denn sie hindern mich zu schweigen. Denn wo die Vernunft schon versagte fahren sie zu reiner Hochform auf. Schweigen wollte ich doch die Lippen bildeten Stumme Worte der Kälte.
Gefühle, warum hat man euch erschaffen? Warum mir? Warum ich? Kälte und wärme waren nur Einbildung bevor ihr mich durchstoßen habt wie ein Schwert.
Ihr ward alle so einzigartig und edel in eurem Gemüt. Doch wie soll es nun weitergehen?
Zusammen seid ihr ein nichts, alleine ward ihr alles. Verlasset mich. Allesamt. Den Frieden trachtend.

In lieblicher Hingabe, das SeinÂ….


Und so erhob sich auch er wieder. Es war Zeit das er ging. Der weiche grüne Schimmer haftet noch immer an der Hose. Die nackten Füße stehen auf kaltem Steine. Inmitten des Herzen jenes Waldes. Was er mit dem Brief zu tun hat ist vergänglich und eben dieses wird ihm von stunde zu stunde immer wieder erneut in das Bewusstschein geworfen. Es wird so weitergehen bis in alle Ewigkeiten. Vielleicht mag es niemals ein Ende geben, nicht so lange man als Mensch bezeichnet was so viele Gegensätze besitzt.




C.M.

Geändert am 16.04.2003 um 22:44 Uhr von Eygatur

Geändert am 16.04.2003 um 22:51 Uhr von Eygatur
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