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geschrieben am: 23.11.2001 um 11:24 Uhr
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So, dass war das Lied, doch was will es uns sagen? Ich meine, dass dieses Lied unsere heutige Gesellschaft sehr anspricht, da es bei uns so ist, dass jeder seine eigenen Probleme und Ängste viel zu sehr aufbauscht und wichtig macht. Natürlich ist sein persönliches Leid für einen selber erstmal das wichtigste und ich will auch nicht abstreiten, dass es für einen persönlich schlimm ist, doch oft macht man die Probleme viel größer, als sie sind und vergisst dabei den richtigen Sinn der Angst. Wenn jemand von uns schon Angst hat eine Klassenarbeit zu schreiben oder eine wichtiges Vorstellungsgespräch zu führen, wie soll man dann erst Angst haben, wenn etwas viel schlimmeres eintrifft. In anderen Gebieten dieser Erde sind andere zum Beispiel politisch Verfolgte, Flüchtlinge und Menschen bei denen Krieg herrscht haben die Leute auch Angst, doch diese sind vielmehr berechtigt dazu, da sie um ihr Leben fürchten müssen und nicht nur darum, das ein Fingernagel abbricht.
Doch dort gibt es auch Hoffnung, Hoffnung darauf, dass es besser wird. Diese Menschen haben zwar Angst, doch sie versuchen auch sich die Hoffnung zu bewahre und vertrauen darauf, dass es besser wird. Es muss nicht unbedingt sein, dass sie diese Hoffnung auf Gott festigen, der dann irgendwann vielleicht alles wieder schön macht, doch sie haben Hoffnung, dass man ihnen überhaupt hilft, sei es durch Hilfsorganisationen oder etwas anderes. Wichtig ist nur, dass sie sie haben. Nicht so wie bei uns, bei dem dann jeder denkt, dass nur weil man irgendwelche Probleme hat die Welt zusammenbricht.
Ich meine, wenn jemand in so einer Lage, wie Dietrich Bonnhoeffer war, so ein Lied schreiben konnte, nur im Vertrauen auf Gott, und wenn er in dieser Lage immer noch Hoffnung hatte, sollten wir dann nicht mal darüber nachdenken, wie gut es uns eigentlich geht? Wie nehmen uns und unsere Probleme immer so Ernst und denken daraus besteht alles, doch tut es das auch? Uns geht es verdammt gut, denn es gibt viele Menschen, die vor Kälte oder Hunger sterben oder mit ansehen müssen wie Kinder, Eltern oder sie selbst erschossen werden. Doch sie glauben ja auch noch und geben nicht auf! Zwar wird uns das alles häufig gesagt, doch ich finde, man sollte sich öfter Mal daran erinnern. Wenn wir Spaß haben geht es anderen schlecht. Und wenn wir meinen : "Das geht uns ja alles nichts an", dann stimmt es nicht. Das Wohl aller geht alle etwas an, sonst könnte es gut sein, dass wir vergessen werden, wenn
Es uns schlecht geht.
So, nun hab ich aber lange genug geschrieben, von dem, was man eigentlich sowieso wissen sollte... (bis dann)
- Liedtext
Von guten Mächten
Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr
Refrain: Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Noch will das Alte unsere Herze quälen, noch drückt uns böser Tage schwerer Last, ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen das Heil, für das Du uns bereitet hast.
Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
Des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir in dankbar, ohne zittern
Aus Deiner guten und geliebten Hand.
Doch willst du uns noch einmal Freude schenken an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz, dann wollen wir des Vergangenden gedenken, und dann gehört Dir unser Leben ganz.
Lass warm und still die Kerzen heute flammen, die Du in unsere Dunkelheit gebracht, führ', wenn es sein kann wieder uns zusammen. Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.
Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, all deiner Kinder hoher Lobgesang.
Refrain: Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
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