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Von Guten Mächten

Nutzer: Shira
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geschrieben am: 23.11.2001    um 11:22 Uhr   
(Der Text ist zwar schon etwas älter und ich konnte ihn auch nicht mehr überabeiten aber ich hoffe er ist trotzdem ok für euch)

Als ich mit Konfirmanden über das Lied "Von guten Mächten" gesprochen habe ist mir aufgefallen, das doch sehr viel mehr hinter dem Text steht, als man am Anfang annimmt.
Das Lied wurde von Dietrich Bonnhoeffer geschrieben und da bestimmt nicht alle etwas mit diesem Namen verbinden sage ich ihnen jetzt mal das wesentliche, das man wissen müsste.
Dietrich Bonnhoeffer wurde 1906 geboren und wuchs in einer guten Umgebung auf, was unter anderem auch daran lag, dass sein Vater Professor und somit auch gut verdienend war.
Er studierte Theologie und wurde Pfarrer.
Als er 26 wurde kam Hitler an die Macht und bald darauf gab es eine Spaltung in der evangelischen Kirche, die es damals gab. Die große Mehrheit fand nämlich das, was der Nationalsozialismus brachte gut aus dieser Mehrheit wurden die Deutschen Christen.
Die Minderheit, zu der auch Dietrich Bonnhoeffer gehörte, fand das, was Hitler machte nicht o.K. und vertrat auch nicht die Meinung der Deutschen Christen, dass das gut für das Vaterland sei. Sie nannten sich die bekennende Kirche und erinnerten sich an die christlichen Grundlagen, und protestierten offen gegen die Nazis. In einem ihrer Kongresse machten sie ein Glaubensbekenntnis und sagten auch dort laut, was ihnen nicht gefiel. Da sie somit die anderen Menschen zum Nachdenken bewegten standen sie bald schon ganz oben auf der Liste der gejagten. Unter anderem auch Dietrich Bonnhoeffer, der einer der Pfarrer war, die am meisten gegen die Nazis predigte.
Nach einer Hetzjagd wurde er dann 1944 verhaftet und nach einiger Zeit in das KZ Flosshof und saß dort in Einzelhaft. Trotz der Verhaftung vertraute er auf Gott und darauf, dass er noch vor dem Kriegsende noch Heil herauskomme. Leider war dem nicht so, er wurde nämlich im April, also einem Monat vor Kriegsende erhängt.

In der Zeit seiner Haft entstand das Lied.



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Nutzer: Shira
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geschrieben am: 23.11.2001    um 11:23 Uhr   
Die erste Strophe geht: "Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr"
Ich denke, dass er meint, dass irgend etwas immer da ist, auch wenn man es nicht sehen oder direkt fühlen kann. Ihm bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass er überlebt und mit seinen Freunden noch weiterleben kann.

Die zweite Strophe geht: " Noch will das Alte unsere Herze quälen, noch drückt uns böser Tage schwerer Last, ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen das Heil, für das Du uns bereitet hast."
Er betet, dass das Alte, hier wahrscheinlich der Krieg bald aufhört und die Herzen von jedem Einzelnen nicht mehr weiterquälen kann und betet auch noch dafür, dass das Heil bald kommt, nämlich das der Krieg bald aufhört und es dann auch weiterhin friedlich bleibt.

Die dritte Strophe geht: "Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
Des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir in dankbar, ohne zittern
Aus Deiner guten und geliebten Hand."
Er vertraut Gott, dass alles noch gut wird und sich zum guten wendet und dass Gott ihn und andere nicht im Stich lässt, aber auch, dass auch wenn es noch schlimmer wird man sich nicht zu fürchten braucht, da es von Gott kommt und er weiß, was er tut.

Die vierte Strophe geht: "Doch willst du uns noch einmal Freude schenken an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz, dann wollen wir des Vergangenden gedenken, und dann gehört Dir unser Leben ganz."
Er will einmal noch sehen, wie alles wieder gut wird, dass man alle wiedersieht. Dann gehört ihr Leben Gott ganz, da sie ja bis zum ende noch ihn vertraut haben und es sich so bestätigt hat.

Die fünfte Strophe geht: "Lass warm und still die Kerzen heute flammen, die Du in unsere Dunkelheit gebracht, führ', wenn es sein kann wieder uns zusammen. Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht."
Gott soll den Menschen wieder Hoffnung geben und alle durch ihren Glauben wieder zusammenführen, da man nur so die Dunkelheit, also das schreckliche vertreiben kann. Die Hoffnung soll für immer flammen und man soll sie auch nicht aufgeben, wenn jemand gestorben ist.

Die sechste Strophe geht: "Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, all deiner Kinder hoher Lobgesang."
Wenn die Stille, das Schreckliche über alles besitzt ergreift soll oder wird man trotzdem noch den Lobgesang derer hören, die immer geglaubt haben, denn trotzdem glaubt man ja noch an ihn. Man soll den Lobgesang von allen Menschen hören auch von denen, die vielleicht etwas falsches gemacht haben, denn Gott wird ihnen vergeben und so werden alle wieder zusammenkommen und alles wird wieder gut.

Der Refrain geht: "Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag."
Der Refrain ist eine Art Zusammenfassung über das ganze Lied und soll im Endeffekt bedeuten, dass man von Gott immer gehalten und geborgen ist, auch wenn man ihn nicht immer verstehen kann ist er doch da und wird auf einen aufpassen und bestimmt nicht im Stich lassen. Alle sind immer Morgens, wie auch Abends geborgen, aber nur richtig, wenn man noch Hoffnung besitzt und glaubt.






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Nutzer: Shira
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geschrieben am: 23.11.2001    um 11:24 Uhr   
So, dass war das Lied, doch was will es uns sagen? Ich meine, dass dieses Lied unsere heutige Gesellschaft sehr anspricht, da es bei uns so ist, dass jeder seine eigenen Probleme und Ängste viel zu sehr aufbauscht und wichtig macht. Natürlich ist sein persönliches Leid für einen selber erstmal das wichtigste und ich will auch nicht abstreiten, dass es für einen persönlich schlimm ist, doch oft macht man die Probleme viel größer, als sie sind und vergisst dabei den richtigen Sinn der Angst. Wenn jemand von uns schon Angst hat eine Klassenarbeit zu schreiben oder eine wichtiges Vorstellungsgespräch zu führen, wie soll man dann erst Angst haben, wenn etwas viel schlimmeres eintrifft. In anderen Gebieten dieser Erde sind andere zum Beispiel politisch Verfolgte, Flüchtlinge und Menschen bei denen Krieg herrscht haben die Leute auch Angst, doch diese sind vielmehr berechtigt dazu, da sie um ihr Leben fürchten müssen und nicht nur darum, das ein Fingernagel abbricht.
Doch dort gibt es auch Hoffnung, Hoffnung darauf, dass es besser wird. Diese Menschen haben zwar Angst, doch sie versuchen auch sich die Hoffnung zu bewahre und vertrauen darauf, dass es besser wird. Es muss nicht unbedingt sein, dass sie diese Hoffnung auf Gott festigen, der dann irgendwann vielleicht alles wieder schön macht, doch sie haben Hoffnung, dass man ihnen überhaupt hilft, sei es durch Hilfsorganisationen oder etwas anderes. Wichtig ist nur, dass sie sie haben. Nicht so wie bei uns, bei dem dann jeder denkt, dass nur weil man irgendwelche Probleme hat die Welt zusammenbricht.
Ich meine, wenn jemand in so einer Lage, wie Dietrich Bonnhoeffer war, so ein Lied schreiben konnte, nur im Vertrauen auf Gott, und wenn er in dieser Lage immer noch Hoffnung hatte, sollten wir dann nicht mal darüber nachdenken, wie gut es uns eigentlich geht? Wie nehmen uns und unsere Probleme immer so Ernst und denken daraus besteht alles, doch tut es das auch? Uns geht es verdammt gut, denn es gibt viele Menschen, die vor Kälte oder Hunger sterben oder mit ansehen müssen wie Kinder, Eltern oder sie selbst erschossen werden. Doch sie glauben ja auch noch und geben nicht auf! Zwar wird uns das alles häufig gesagt, doch ich finde, man sollte sich öfter Mal daran erinnern. Wenn wir Spaß haben geht es anderen schlecht. Und wenn wir meinen : "Das geht uns ja alles nichts an", dann stimmt es nicht. Das Wohl aller geht alle etwas an, sonst könnte es gut sein, dass wir vergessen werden, wenn
Es uns schlecht geht.
So, nun hab ich aber lange genug geschrieben, von dem, was man eigentlich sowieso wissen sollte... (bis dann)

- Liedtext

Von guten Mächten

Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr

Refrain: Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Noch will das Alte unsere Herze quälen, noch drückt uns böser Tage schwerer Last, ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen das Heil, für das Du uns bereitet hast.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
Des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir in dankbar, ohne zittern
Aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz, dann wollen wir des Vergangenden gedenken, und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Lass warm und still die Kerzen heute flammen, die Du in unsere Dunkelheit gebracht, führ', wenn es sein kann wieder uns zusammen. Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, all deiner Kinder hoher Lobgesang.

Refrain: Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.



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Nutzer: Butterflychen
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geschrieben am: 25.11.2001    um 22:31 Uhr   
seit ihr christen?
mal erstaunt schau`?
dietrich bonhöffer hat viel erlitten-....das lied kam aus seinem herzen....aus tiefer not schrie er zu gott
sein glaube gab ihm gewissheit...das er von guten mächten umgeben ist auch wenns trüb aussah
das ist glaube! erst dann bewährt er sich wenn an alles dran setzt und auf gott vertraut!
amen
Ich begleiche keine Rechnungen, ich pflege sie
Wenn Du weisst wer du bist, dann ist es egal was andere meinen über dich zu glauben.
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Nutzer: Butterflychen
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geschrieben am: 25.11.2001    um 22:57 Uhr   
er wude getötet klar....aber er hatte sein frieden im herzen! und das haben selbst leute die normal leben nicht!
er glaubte daran...und er bekam ewigen frieden wies sein gott versprach...
god bless you

esther
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