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geschrieben am: 23.11.2001 um 11:45 Uhr
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Moni schlug schüchtern die Augen nieder. Eine holde Röte erfüllte ihre heißen Wangen. Noch nie hatte ein Mann ihr noch so unschuldiges, reines Herz in ein solches Rasen versetzt.
Doch auch Henni fühlte sich zu ihm hingezogen, und sie genoß seine doch wohl eher brüderlich gemeinte Aufmerksamkeit in vollen Zügen, auch wenn sie wußte, daß er schon für mehreren jungen Mädchen den Rosenkavalier gespielt hatte.
Argwöhnisch ließ sie ihren Blick auf ihrer Freundin Moni ruhen, denn sie merkte ganz genau,wie sich Mega-Mone an ihn ranschmiß. Josh warf einen anerkennenden Blick auf ihre langen Beine und sagte: "Schneckchen, Ihr kommt doch zu der Party, die hier morgen steigt. Und motzt Euch ordentlich auf."
Er erhob sich und verabschiedete sich mit einer höflichen Verbeugung. Dann sagte er noch: "Ach ja, laßt den Rest von Eurem Kindergarten zu Hause, wir werden da bestimmt nicht Topfschlagen spielen!"
Nachdem er das kleine Café verlassen hatte, fielen sich die beiden Mädchen freudestrahlend in die Arme. Noch nie waren sie bei einem dieser sagenumwobenen Tanzabenden gewesen!
Einen Moment überlegte Henni, ob sie Moni vielleicht auf die begeisterten Blicke ansprechen sollte, die ihr nicht entgangen waren. Dann entschloß sie sich jedoch, diese Sache vorerst ruhen zu lassen. Sie neigte den Kopf zu Moni hinüber, so daß ihre lustigen, braunen Löckchen wippten, und fragte:"Also, warum haste vorhin so Žne Fresse gezogen? Sind's die Hormone oder hat Julia Dir Deinen Lover ausgespannt?"
"Ach, hör mit der Leier auf, mit Martin war doch nichts anzufangen, der kann ruhig weiter seine Milchsuppe schlürfen. Nee, weißte ..."
Ihre Stimme zitterte und eine glitzernde Träne bildete sich und blieb in ihren langen, schwarzen Wimpern hängen.
"Faß Dir ein Herz, liebe Moni, Du weißt ja, Du kannst mir alles anvertrauen." Henni blickte Moni mit großen Augen an.
"Nun gut, weißt Du, bei mir zu Hause, ach, Du hast sicherlich schon gehört, daß meine Schwester Tina ... naja, sie ..."
"Komm auf den Punkt!"
"Sie fliegt von der Schule, da gibts bei mir zu Hause ziemlich viel trouble, nur Gebrülle, meine Ollen gehen mir mal wieder tierisch auf den Geist."
Joini schüttelte ihre lange Lockenmähne. "Das kenne ich. Meine Erzeuger stressen auch ganz schön mit ihrem Gelabere. Vergiß es halt. Ich hab ein viel größeres Problem: Was soll ich morgen nur anziehen? Es sollte schon etwas nettes, elegantes sein, recht erwachsen schon, aber doch schlicht ...was nur?"
"Scheiße, ich hab auch nichts. Aber wir haben doch noch die Moneten von unserem letzten Deal, davon besorgen wir uns einfach ein paar schrille Fetzen und dann geht's ab!"
Henni strahlte: "Ja, daß Geld, das wir beim Babysitting verdient haben, hatte ich fast schon vergessen. Dann laß uns nun gehen, und in einer halben Stunde treffen wir uns zum Einkaufen! Zuvor muß ich aber noch meinen süßen Flocki ausführen. Der Kleine kommt sich sicherlich schon ganz einsam vor!"
"Gut, kümmere Dich um Deine Töle, und dann gehen wir Kohle verheizen!"
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