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Zukunftsangst wie Zuversicht

Nutzer: ShinyiNiskow
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geschrieben am: 01.09.2003    um 02:17 Uhr   
Die Bäume verlieren die Blätter,
die Tage werden kürzer,
die Menschen ziehen sich zurück.
Aber dennoch blüht eine Rose.
Oder .... ?
Ich gehe zu der Rose.
Aber was ist denn das?
Deine Blütenblätter sind gefroren.
Du arme Rose!
Dein Körper ein Eisklumpen.
Ich berühre dich sanft.
Ein Blütenblatt fällt zu Boden
und zersplittert.
Es war das Blütenblatt der Jugend.
Als erstes hat es dich verlassen.
Ich streichle über deinen Stengel.
Ein weiteres Blütenblatt macht sich selbständig
und zerbricht auf der Erde.
Als zweites hat es dich verlassen,
das Blütenblatt der Energie.
Ich hauche dir warme Luft zu.
Das nächste Blütenblatt fällt,
und wird auch kaputt.
Als drittes hat es dich verlassen,
das Blütenblatt des Glaubens.
Ich steche mich an einem Dorn,
das vierte Blütenblatt fällt zu Boden
und zersplittert wiederum.
Es war das Blütenblatt der Zukunft,
das dich verlassen hat.
Eine Träne fällt auf dich herab,
und das letzte Blütenblatt fällt,
zerbricht aber nicht!
Es ist das Blütenblatt der Hoffnung,
das deinen Körper verlassen hat.
Ich sehe dich an,
kann man zu dir noch Rose sagen?
Ich zerre an deinem Stengel.
Du darfst doch nicht sterben!
Tränen rollen über meine Wangen,
würden dir das Wasser des Lebens schenken.
Stirb nicht!
Da hörte ich deine Stimme:
„Vergiß meinen Körper,
aber nimm das Blütenblatt,
halte die Hoffnung in dir,
und verschenk sie weiter."
Dies brachte mich zum Nachdenken.
Wie weise du bist Rose.
Ich sah das Blütenblatt am Boden,
nahm es in die Hand.
Schnell taute es in meiner Hand auf,
und ich spürte sofort Wärme
und ein Gefühl der Geborgenheit.
Die Hoffnung liegt nun in meiner Hand.
Ein letztes mal streiche ich über deinen Körper.
Sie hat mir die Hoffnung wiedergeschenkt
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Nutzer: ShinyiNiskow
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geschrieben am: 02.09.2003    um 07:31 Uhr   
Spürst du die kalte Hand?
Sie umfaßt deinen Hals,
sie drückt zusammen.
Du bekommst keine Luft mehr.
Die Hand drückt fester,
dein Hals tut weh.
Du ringst bereits um Luft,
du willst schreien,
aber die Hand drückt weiter.
Du kannst nicht reden,
die Luft wird knapp.
Deine Augen werden groß,
du wehrst dich,
doch die kalte Hand bleibt.
Fest drückt sie gegen deine Luftröhre,
dein Bewußtsein entschwindet.
Bist du tot?
Dein Leben läuft vor deinen Augen ab.
Du wirst geboren,
deine Mutter nimmt dich in den Arm,
streicht dir über den Kopf.
Und da ist sie wieder,
die kalte Hand.

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Nutzer: ShinyiNiskow
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geschrieben am: 04.09.2003    um 12:52 Uhr   
Du meinst, daß du alles besser weißt,
nur weil du älter bist als ich.
Du sagst, ich soll dies tun
und das doch unterlassen.
Aber ich laß mir nichts befehlen,
red du nur !
Aber ich höre nicht auf dich.
Ich hab es satt!
Was nützen mir deine Worte?!
Einen feuchten Dreck!
Ich höre nur auf einen Menschen,
und der bin ganz alleine nur ICH!
Ich laß mir nichts sagen,
ich will meine eignen Fehler machen.
Ich hasse Befehle!
Ich hasse gute Ratschläge!
Ich hasse dich,
wenn du dir gut vorkommst,
weise und erfahren!
Ich hasse deine Erfahrung.
Ich hasse deine Lippen,
wenn sie sich bewegen und Lügen verbreiten!
Hast du es schon bemerkt?
Oh, bestimmt doch.
Du bist zu gut für diese Welt,
und darum hasse ich dich.
Der Haß steigt in mir auf,
er kocht über
und nur wegen dir.
Ich hasse den Haß,
aber noch mehr hasse ich dich.
HASS,
oh geliebter Feind,
was täte ich ohne ihn?
Täte ich DICH lieben?!
Welche grauenvolle Vorstellung!
Bleib mir ja erhalten,
geliebter Haß!



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