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geschrieben am: 24.11.2001 um 19:24 Uhr
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Allein Vereint Teil 2
Da saß ich nun, am Rande ihres Bettes, einen schmerzhaften und bedrückenden Wunsch in mir, das alles wieder fühlen zu dürfen, aber das gelang mir nicht. Mein Herz zog sich immer mehr und mehr zusammen. Was habe ich getan? Was war es warum es mir nicht erlaubt war sie nur einmal noch zu berühren?
Ich begriff es nicht, oder nein, ich wollte nicht begreifen was mit mir passiert war. Ist es nur ein Traum? Ja so wird es wohl sein, ein Traum. Deswegen kann ich nicht einfach meine Hand auf die ihre legen, ihre weichen Lippen mit den meinen berühren, ihre Nähe und Wärme spüren und ihr ganz nahe sein. Ich wünschte mir so sehr, dass es nur ein Traum war.
Den Kopf in die Hände vergraben, Tränen liefen über meine Wangen, ein Schmerz, der scheinbar nicht enden wollte, durchzog meinen ganzen Körper. Die Liebe in mir verwandelte sich in Hoffnungslosigkeit, Schmerz, quälenden Schmerz und Trauer. Alleine. Ganz alleine saß ich da, verlassen von allem, so zumindest fühlte ich mich in diesem Augenblick. Eine unbegreifliche Leere in mir, aber den Schmerz, ja den konnte ich deutlich spüren.
Die Minuten vergingen, doch es kam mir vor wie endlose Stunden. Du schliefst sehr unruhig. Drehtest Dich immer von einer Seite zur anderen. Redetest unverständliche Worte. Ich versuchte es zu verstehen, aber das einzige was ich hören konnte war, wie Du immer und immer wieder meinen Namen sagtest. Das konnte ich klar und deutlich hören, Du sprachst zu mir. Konntest Du also doch sehen oder spüren, dass ich ganz nah bei Dir saß? Du wurdest immer unruhiger, Deine Gedanken fingen an die zu quälen, Du wolltest aufwachen. Ich konnte Dir nicht helfen, ich wollte Dich wachrütteln, Dich beruhigen, Dir sagen, Schatz, es ist alles in Ordnung ich bin ja da, ganz nah, aber ich konnte es nicht. Ich schüttelte Dich, fuhr Dir mit der Hand übers Gesicht, berührte Deine Stirn, aber nichts, nichts geschah. Ich war völlig hilflos...
Du riefst meinen Namen immer lauter und lauter...bis es Dir von selbst gelang aufzuwachen. Dein Atem war heftig und schnell, Dir standen Schweißperlen auf der Stirn. Du drücktest auf den Knopf der kleinen schwarzen Nachttischlampe, und ein fahler Lichtschein erhellte das Zimmer. Jetzt konnte ich Dein Gesicht erst richtig sehen. Du sahst verängstigt aus. Irgendwas hat Dir in deinem Traum sehr zu schaffen gemacht. Deine Augen waren verquollen. Salzige Tränen traten aus Deinen sonst so schönen Augen. Du legtest den Kopf in deine Hände und fingst an bitterlich zu weinen. Mein Herz schnürte sich bei diesem Anblick enger und enger. Der Schmerz in mir wurde größer, unaufhaltsam. Wieso war es mir nicht möglich Dir zu helfen?
Du nahmst das Bild von mir, dass immer auf Deinem Nachttisch stand in beide Hände und schenktest ihm einen Blick aus Trauer und tiefster inniger Liebe. Du legtest es auf Deine Lippen und seufztest dabei. Du weintest mehr als Du sprechen konntest, das einzige was ich verstehen konnte war, wie Du sagtest : „Warum musstest Du mich verlassen? Warum? Du warst doch einfach zu jung zum Sterben und wir hatten noch so viel Gemeinsames vor“. Mein Gott, wie sehr wollte ich Dich jetzt einfach in den Arm nehmen und Dir sagen, es wird alles so wie es einmal war. Nur dieser eine Wunsch war es der in dem Moment für mich zählte. Und da begriff ich erst, warum ich es nicht konnte.
Du schaltetest das Licht wieder aus, nahmst mein Bild mit unter die Decke und ich konnte hören, wie Du Dich in den Schlaf weintest.
- ENDE –
P.S. in Gedanken an die Frau die ich liebe! |
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