| "Autor" |
Blinde Stadt |
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geschrieben am: 25.11.2001 um 16:57 Uhr
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Die Stadt ist niemals wirklich dunkel,
Lichter erhellen den schwarzen Himmel,
Spiegeln sich in Pfützen,
die der Regen hinterließ.
Ihre nächtliche Stille wird durchbrochen von leisen
Tappsenden Schritten
Und nach Hause treibenden Autos
In denen manche versuchen,
Sich mit Zigaretten und dröhnender Radiomusik
Vor dem einschlafen zu bewahren.
Noch zwei Straßen...
Das Rauschen des Windes
Begleitet zwei nackte fliehende Füße,
Im Takt atemloser Anstrengung.
Ein gehetzter Blick,
Der sich umsieht und nur blinde Fenster erblickt.
Vor den erleuchteten hängen dicke Vorhänge,
Schier um die Wahrheit auszusperren
Und niemand sieht hinaus...
Sie könnten sehen, was sie nicht wahrhaben wollen.
Nein! So etwas nicht in unserer Stadt!
Blut zwischen ihren Beinen,
Kraftlose zerschundene Arme,
Die zerrissene Kleidung festhalten,
Kärglich schützend,
Obwohl eigentlich Sommer ist.
Kam die Kälte mit der Angst,
Die nun in jedem Zentimeter ihres Körpers sitzt?
Wo sind sie? Noch hinter mir?
Ließen sie ab?
Oder treiben sie sadistisches Spiel?
Nur nach Hause,
Noch eine Straße...
Eine Auto umfährt die Ecke,
Etwas zu schnell in ungeduldiger Erwartung
Des heimischen Herdes,
Gleißende Lichter,
Sie schützt ihre Augen nicht,
Sieht durch tränenverklärte Augen direkt hinein.
Quietschende Reifen,
Der Tod würfelt um ihr Leben,
Und selbst die Sterne halten den Atem an,
Doch sie gewinnt.
Nur Zentimeter fehlten.
Sie bemerkt es nicht, steht erstarrt,
Bis ihre Beine zu sehr zittern und sie
Zu Boden sinkt.
Eine Stimme von weither,
Blaurote Lichter.
Das Leben hat man ihr bewahrt.
Die Erinnerung unauslöschlich,
Wie eine Tattoowierung auf der Stirn,
Die im Spiegel ihr grinsend Antlitz zeigt.
Der Schmerz unheilbar,
Ein Krater in der Seele,
Für den es nicht genug Sand gibt ihn aufzufüllen.
Und Gerechtigkeit?
So fern wie der Lebensmut.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.11.2001 um 17:41 Uhr
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nur wer den glauben an sich selbst hat
dazu die zuversicht, die hoffnung und den glauben an die liebe im herzen trägt
nur der wird gerechtigkeit finden, neuen lebensmut und die kraft, seinen weg zu gehn
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