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Wirre Zeiten und ein Sturm

Nutzer: Verhüllter
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geschrieben am: 28.11.2001    um 13:24 Uhr   

Eine sanfte Brise war es erst.
Sie wurde begrüßt, war sie doch frisch und neu.
Die Menge hob den Kopf, genoss sie, jede Sekunde. Ein Lächeln auf allen Gesichter entsprang ihren Herzen...

Und sie waren glücklich.

Mehr von dem frischen Wind wollten sie haben, denn die Sonne hörte nicht auf auf sie nieder zu brennen. Sie hofften auf Kühlung, dass der Wind endlich die erhofften Regenwolken bringen könnte.
Die Zeiten würden sich ändern, sie waren sich sicher...

Und sie waren glücklich.

Aus der Brise wurde ein starker Wind. Die Strahlen der Sonne verbrannten weiter die Haut. Aber war da kein Schmerz, wurde die Rötung doch sofort wieder gekühlt. Erste Wolken zogen auf...

Und sie waren glücklich.

Dann kam der Sturm. Die Sonne wart verdunkelt von Regenwolken, erste Tropfen fielen auf den trockenen Grund.
Alles war frisch, angenehm...

Und sie waren glücklich.

Kein Strahl traf mehr den Boden, Regen peitschte als Gespiele des Sturms. Es waren nicht mehr die weichen, ersehnten Tropfen, sondern eisige Hagelkörner. Sie trafen auf die verbrannte Haut und schmerzten sehr. Es war nicht mehr frisch, sondern wurde eisig kalt. Die Menge war nass und der Wind peitschte weiter, ungebrochen.
Sie mussten weichen, rannten zu ihren Häusern. Doch waren diese vom Wind schon abgedeckt worden und der Hagel hatte ihre Fenster eingeschlagen.
Wieder mussten sie weichen, flohen aus der Stadt in den Wald. Viele fielen, von der Kälte und dem unerbittlichen Eisregen niedergestreckt. Doch einige erreichten eine Höhle, fanden Schutz vor ihren Wünschen.
Sie blickten hinnaus in den Wald, sahen die Bäume, gebeugt durch den Wind, einige schon längt umgefallen.

War es das, was sie sich gewunschen?
Müssen sie sich jetzt auch beugen, um den Sturm zu überstehen?

Schon bald vermissten sie die Sonne, die ihre Haut verbrennt und verluchten den Eisesregen und den Sturm.
Sie mussten ein neues Leben beginnen, nicht in der Sonne sondern im eisigen Wind, müssen sich diesem nun beugen... Müssen sie? Wie die Bäume?

Und? Waren sie glücklich?

Einige sahen die gebeugten Wipfel und passten sich an.
Andere beachteten die Bäume einfach nicht.
Nur wenige erkannten, dass ihre Beine nicht im Boden stecken.

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Nutzer: Gast_Hawklan
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geschrieben am: 29.11.2001    um 02:03 Uhr   
Etwas in eurem Gedicht ist wie eine Brise in meinen Verrosteten Gedanken...

Es würde mich freuen mehr von euch zu hören....

~Bard of a stormy Night~
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Nutzer: NataschaNiskow
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geschrieben am: 29.11.2001    um 09:00 Uhr   
erscheint lautlos ... lauscht den Worten und sieht zu dem Verhüllten

Sind das Worte einer poetischen Zunge, so sind sie gesprochen in wahrer Schöheit...zum Nachdenken anregend und man ist gewillt "ihnen " die Hand zu reichen und "sie" in die ersehnte Sonne aus dem Eisregen zu führen...zu helfen und mit "ihnen" zu hoffen

Sind das jedoch Worte einer zynischen Zunge, an ein Wesen, welches wir beide glauben zu kennen, so lasst Euch gesagt sein, dessen Sonne strahlt heller, als jede Wolke Dunkelheit schafft und mit dessen Kraft wird jeder Eisregen und Sturm vergeh'n...
...niemand muß sich beugen, wie die Bäume und untergeh'n

Natascha Niskow
Clanführerin der Toreador


verneigt sich mit einem anmutigen Lächeln und entschwindet in der Dunkelheit

Geändert am 29.11.2001 um 09:02 Uhr von NataschaNiskow

Geändert am 29.11.2001 um 09:10 Uhr von NataschaNiskow

Geändert am 29.11.2001 um 13:49 Uhr von NataschaNiskow
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Nutzer: senephikle
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geschrieben am: 29.11.2001    um 14:44 Uhr   
Stürme vergehen....auch wenn man sich für kurze zeit einmal biegen muss so kann man sich anch dem Sturm auch wieder aufrecht stellen....neu anfangen und die sonne geniessen. Und selbst wenn der Sturm nie enden sollte.....ist es nicht besser gerade stehen zu bleiben und so lange gegen den sturm zu Kämpfen wie es einem gelingt?das wichtigste ist nur sich selbst nicht zu verlieren.....im Kern standhaft zu bleiben..mit ungebrochenem willen...
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Nutzer: Verhüllter
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geschrieben am: 23.12.2001    um 13:03 Uhr   

Und der Sturm ging vorbei.

Einige Bäume waren aus der Erde gerissen und lagen etwurzelt auf dem Boden. Die meisten dieser Bäume versuchten gerade zu bleiben, versuchten sich nicht dem Wind zu beugen. Doch sie waren zu schwach und der Boden bot ihnen nicht genug halt. Sie waren gefallen.

Andere Bäume wurde während des großens Sturms gebogen. Sie sahen mitgenommen aus. Bei den meisten waren Äste oder sogar der Stamm gebrochen. Sie würden nie wieder ihre alte Pracht erlangen, nie wieder mit stolz erhobnem Haupt sich nach dem Himmel strecken. Sie waren gebrochen.

Und dann gab es noch jenen Baum, ungerührt. Er stand wo er stand, er war wie er war. Auch der Sturm hatte ihm kein Leid angetan. Sicher, er hatte einige Blätter im Kampf mit den wirren Winden verloren, aber seine Wurzeln reichten immer noch bis tief in die Erde. Diese waren nähmlich nicht nur oberflächlich geblieben, sondern wuchsen tiefer als die jedes anderen Baums. Er wart unverändert.

Zu ihm blickten sogar manche Menschen auf...

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