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Nutzer: Melfice
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geschrieben am: 28.11.2001    um 13:35 Uhr   
Notizen für Melfice:



Alter: 28 Kajdarjahre, also 377,16 Menschenjahre
(1 Kajdarjahr = 13,47 Menschenjahre)

Beruf,
Berufung: Eine Zeit lang war Melfice der Erste Ritter des Namenlosen und Oberbefehlshaber seiner Armeen. Nun sieht er seine Berufung eher darin, Rache zu nehmen an dem Einen, dem Vergessenen Gott. ((was mittlerweile passierte, ausgespielt.. sehr Genial))

Familie: Vater: Vahlmar, Vater von vielen. Erschlagen durch Melfices Klinge im ewigen Zwist des Herrschertums über das einstige Dämonenreich Kajdar im Osten, das nurmehr bekannt ist als die Ödländer Kajdars, wo Melfice auch geboren wurde.

Mutter: Eine unbekannte, zu welcher Melfice niemals eine Bindung hatte, da es in seinem Volke üblich war, die Frauen des Herrscherhauses nach der Geburt eines Sohnes zu töten, um die Kräfte der Mutter an das Kind zu opfern.

Geschwister: Nach Melfices Wissen keine mehr, da er selbst die meisten von ihnen erschlug im Kampf um den Thron.

Gemahlin: Keine, doch weilt eine Frau treu an seiner Seite. Sie neigt dazu, ihn in große Schwierigkeiten zu bringen, dennoch liebt sie ihn aufrichtig und nahezu bedingungslos, sogar so sehr, daß sie ab und an auf seine Weisungen hört.

Kinder: Melfice nahm eine kleine Elfenwaise als Ziehtochter an, welche ebenso wie seine Gefährtin Schwierigkeiten magisch anzieht. Ihr Name ist Lysanda, sie ist inzwischen erwachsen. Desweiteren erwartet Melfices Gefährtin nun den gemeinsamen ersten Sohn, der die Kräfte der Dämonen und Engel in sich vereinen mag, stärker, als sie bei den Eltern ausgeprägt sind. Schon ungeboren steht dieser Sohn unter direktem wie indirektem Schutz und auch unter der Feindschaft verschiedener Götter.

Rasse: Kajdar-Dämon
Diese Rasse entstand durch die Verschmelzung einer menschenähnlichen Gattung und einer dämonischen Art. Beide Völker bekriegten sich sehr lange bis zu ihrer Vereinigung.

Aussehen: Melfices Äußeres ist ebenso beeindruckend wie sein Lebenslauf. Er sieht jung aus, was er nach den Maßstäben seines Volkes auch ist. Älter als 27 Jahre schätzt man ihn selten. Er ist 195 cm groß, sein Haar weist ein natürliches, strahlend dunkles Blau auf. Seine Augen sind ausdrucksstarke Spiegel seines Wesens und seines Gemütszustands. Während das rechte dunkelgrau ist, besitzt das linke ein unterschwelliges rotes Glimmen, das sich je nach Gemütszustand verändert. Sollte es jemals zu einem strahlenden Leuchten werden, ist die Flucht angebracht. Liegt dagegen ein intensives Funkeln im Grau des rechten Auges, läßt dies auf tiefgehende positive Emotionen schließen. Seine Haut ist hell, Melfice trägt auf einer Wange eine kleine Narbe, die von einer Träne stammt, welche sich auf der Haut eingebrannt hat. Dies unterstreicht die Makellosigkeit seines Gesichts nur mehr. Sein Körperbau ist auf den ersten Blick humanoid, äußerlich scheint er wenige Elemente des dämonischen Anteils seiner Vorfahren mit sich zu tragen. Doch beim genaueren Hinsehen fallen die feinen Krallen auf, welche er anstelle von Fingernägeln trägt, und seine Wirbelknochen am Rücken ebenso wie die Ellbogen laufen spitz zu. Am ganzen Leib trägt Melfice viele Narben, welche aus seinen unzähligen Kämpfen stammen.




Geändert am 28.11.2001 um 13:44 Uhr von Melfice
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geschrieben am: 28.11.2001    um 13:37 Uhr   
Das blaue Haar trägt er zu einem langen Pferdeschwanz gebunden, seine Kleidung besteht grundlegend aus einem enganliegenden schwarzen Lederanzug, der sich perfekt um seinen Körper legt. Dies ist der Grundbestandteil seiner Rüstung - ebenso eigenwillig bezaubernd wie er - welche aus einem edlen silbrigen Metall gefertigt wurde und einen Höhepunkt der Schmiedekunst darstellt. Der Brustpanzer reicht über die Schultern, bauchwärts endet er mit der Gürtellinie. Melfice trägt massive Panzerhandschuhe, welche bis zum Ellbogen reichen. Seine Kampfstiefel sind ebenso massiv und schützen seine Beine bis hinauf zu den Knien, die Gelenkstücke sind mit Stacheln besetzt. Die Oberschenkel werden durch Schienen aus braunem, gehärtetem Leder geschützt. Zu der Rüstung gehört ein doppelläufiger, ebenfalls braun gefärbter Schwertgurt, durch Metallkappen verziert, an welchem die Scheide Melfices Schwertes Scry befestigt ist. Der schwarze Lederanzug zieht sich über seinen ganzen Leib und bedeckt die Stellen, welche von den anderen Rüstungsteilen frei gelassen bleiben. Die überaus hohe Qualität der Arbeit ist sofort ersichtlich, und die Rüstung sitzt wie eine zweite Haut. Auch hier wird wieder deutlich, daß für Melfice das beste gerade gut genug ist. Sein Helm dagegen zeigt wieder den Starrsinn in Melfice. Zum Kampfe völlig ungeeignet bringt dieser Helm allein durch seine beeindruckende Großspurigkeit Melfices Feinden seine Überlegenheit nahe. Der Hinterkopf wird von stachelbesetztem schwarzen Leder umschlossen, das Gesicht zur Hälfte von einem silbernen Visier bedeckt. Beide Augen sind frei gelassen, doch das dämonisch rote linke Auge kommt umgeben von dem Visier nur besser zur Geltung. Auf dem Stirnteil des Helmes sitzt ein großes, leicht nach hinten gebogenes Horn, dahinter liegt der Haarschopf frei, die lange Mähne fällt in einem hochgesteckten Pferdeschwanz weit über seine Schultern.

Zu dieser Rüstung trägt Melfice meist einen Umhang, silbrig weiß auf der Innenseite, schwarz dagegen außen, und rot umrandet. Der Umhang ist ein weiteres Meisterstück an Eigenwilligkeit, da er nicht gerade endet, sondern statt dessen in breiten Zacken an den Endstücken.

Persönlichkeit: Melfice ist eigenartig, doch charmant. Seine Logik weist eine gewisse Bösartigkeit auf, ist aber in sich geschlossen und von seinem Standpunkt aus betrachtet absolut unanfechtbar. Melfices Denken weist eine gewisse Genialität auf, welche sich in überraschenden Resultaten seiner Handlungen äußert. Unnütz zu sagen, daß die Überraschung größtenteils auf der Seite seiner Feinde liegt. Sein Ego ist im herkömmlichen Sinne unerschütterlich, allerdings über Schleichwege verletzlich. Melfices Stärke seiner eigenwilligen Einstellung und seines egozentrischen Weltbilds ist ebenso seine Schwäche. Wird etwas auf den Kopf gestellt, woran er felsenfest glaubt, gerät er ebenso in Zweifel wie jedes andere emotionale Wesen auch. Allerdings ist sein Selbstbewußtsein sehr deutlich ausgeprägt.

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geschrieben am: 28.11.2001    um 13:37 Uhr   
Melfice ist ein zur Liebe fähiges Wesen. Jene, welche er liebt, beschützt er mit seinem Leben, und ebenso ist er auch zu allen anderen Maßnahmen bereit, um dies zu erreichen. Das schließt auch Aktionen ein, welche von seinen Liebsten nicht unbedingt für gut befunden werden. Melfice stellt seine eigene Art zu Sehen in den meisten Fällen über die Meinung der anderen. Das Blut der Herren seines Volkes wird in jenem Verhalten überaus deutlich.

Freunde nennt Melfice nicht sein eigen. Die meisten Wesen, mit denen Melfice in Kontakt tritt, schätzen ihn nach erstaunlich kurzer Zeit als arrogant, überheblich und eingebildet ein, womit sie durchaus recht haben. Läßt man sich allerdings auf seine Art zu sehen ein, kann man ihn nur verstehen. Somit hat Melfice also recht, wenn er sagt, daß er bisher unbesiegt ist: weder konnte man ihn in der Schlacht überwinden noch in einer Diskussion. Das einzige, was ihn zur Einsicht bewegen kann, ist Gefühl. Melfice ist sich seiner Stärken bewußt, und er ist sich dessen bewußt, keine Schwächen zu haben. Wenn er aber doch eine drohende Schwachstelle bemerkt, zögert er nicht, diese auszumerzen, durchaus mit unkonventionellen Mitteln.

Fähigkeiten: Melfice ist in seiner Eigenschaft als Dämon ein hervorragender Krieger. Sein Körper ist durch jenen Anteil übermenschlich stark, während er seine Fähigkeiten in der Strategie den menschlichen Anteilen verdankt. Seine Schlauheit muß wohl aus den besten - oder schlechtesten - Fragmenten beider Völker entstammen. Melfice ist in der Lage, über Wasser zu gehen, als sei es Stein. Das rührt daher, daß Wasser ihn haßt... Melfices Genialität befähigte ihn dazu, selbst die Elemente zu töten. Ebenso ist Melfice außergewöhnlich schnell. Seine Feinde sahen ihn sehr oft eben noch weit in der Ferne wüten, im nächsten Augenblick schon hatten sie den Stahl seiner Klinge im Leib. Sein linkes, dämonisches Auge ermöglicht ihm eine infrarot-ähnliche Sicht, welche ihm vor allem des Nachts zugute kommt. Melfice nutzt einen besonderen Kampfschrei, den „Schrei der tausend Dämonen“. Dieser Schrei besitzt eine erstaunliche Durchschlagskraft und ist an sich schon eine Vernichtungswaffe sondergleichen. Als Melfices Volk vernichtet wurde, gelang es ihm, die Todesschreie seiner Rasse in einen einzigen Schrei zu bannen, welcher dementsprechend mächtig ist.

Waffen: Melfice allein ist durch seine Stärke, seine Schnelligkeit und seinen grauenvollen Schrei Waffe genug. Er ist ein Meister im Kampf, da er sonst schon seine Kindheit nicht hätte überleben können. Dennoch trägt er ein besonderes Schwert an seiner Seite, das den Namen „Scry“ trägt. Man sagt, daß Scry einst der Erste Herrscher seines Volkes war und in ein Schwert gebannt wurde. Die Klinge Scry ist ein lebendes Schwert, an dessen Heft ein Auge ruht, das sich öffnet, wenn das Schwert Interesse zeigt. Scry besitzt eine kreischende Stimme und spricht in der alten Sprache des Volkes, doch meistens kann ohnehin nur sein Bändiger Melfice es verstehen. Scrys Denken scheint sich vornehmlich um den Geschmack und Geruch von Blut und Magie zu drehen, von welchem es sich ernährt. Seine Gedanken sind ebenso wirr wie die seines Herrn... und auf eine gewisse Weise ist das Schwert sicherlich klüger als Melfice. Im Gegensatz zu ihm weiß es, wann Melfice verloren hat.
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geschrieben am: 28.11.2001    um 13:38 Uhr   
Geschichte: Das Volk der Kajdar-Dämonen entstand aus ursprünglich zwei verschiedenen Rassen, welche sich feindlich gegenüberstanden. Der humanoide Ableger nannte sich eine stolze und altehrwürdige Ritterkultur, deren Name in der Geschichte verging als die Andomer. Sie zeichneten sich nicht nur prägnant durch ihren Ehrenkodex aus, sondern auch durch Eitelkeit, Sturheit und ihre Ablehnung anderen gegenüber. Der dämonische Teil der Kajdar wurde erbracht durch ein wildes und grausames Dämonenvolk. Ursprünglich lebten diese Dämonen in eben jenem Reich, das nun die Andomer besiedelten. Vor unendlich langer Zeit traf die Dämonen der Zorn des Stellvertreters des Schöpfers, der zu dieser Zeit viel zu tun hatte und nicht viel Spaß verstand; in seinem Bemühen, die Wesen zum Verständnis zu bringen schwang er oft die metaphorische Peitsche. Man sagt, daß der Schöpfer seine Methoden nicht unbedingt guthieß, nachdem er davon erfahren hatte. Die Dämonen jedenfalls hatten sich von den Himmeln abgewandt, um ihren blutigen und unangemessenen Leidenschaften zu frönen und ihre eigenen Herren zu sein. Der Himmel strafte mit einem gewaltigen Erdbeben, welches das Dämonenreich in die Tiefe riß und dort versiegelte. Dort unten fanden sie ein mächtiges Wesen, das sich Kajchdar nannte und fortan von den Dämonen als Gott verehrt wurde, denn sie schrieben ihrer Gottlosigkeit ihren Fall zu. Um welchen Gott es sich bei der Verehrung handelte, schien ihnen nur temporär bedeutend zu sein. Die Dämonen paßten sich der unterirdischen Lebensweise an... und suchten einen Weg nach oben. Irgendwann hatten sie vergessen, warum sie suchten, und ihr Haß und ihre Verachtung hatte sich so in ihr Blut eingebrannt, daß diese Eigenschaften sprichwörtlich vererbt wurden. So ausgestattet fanden sie nach unzähligen Jahrhunderten zurück an die Oberfläche, und fanden dort das emporstrebende Volk der Andomer vor, die ihrerseits auch nicht gerade mit Bescheidenheit gesegnet waren. Sofort entbrannte ein Krieg unter den Völkern, die beide Anspruch auf das Land erhoben. Für die Andomer waren die Dämonen des Verlorenen Reichs nur Ausgeburten der Hölle... sie kamen ja aus der Tiefe. Die Dämonen erachteten die Menschen ihrerseits als schwach und für unwürdig, auf dem uralten Boden zu siedeln.

Der Krieg zog sich über lange Zeit hin. Die gegensätzlichen und sich doch so ähnlichen Feinde kannten schließlich die gegnerischen Reihen samt ihrer Tücken besser als die eigenen Mannen. Während all der Zeit sah der Gott der Andomer, Yojinj, Gott der Freundlichkeit und Hüter der Heiligen Gärten - an der Freundlichkeit hatten seine Schützlinge anderen gegenüber noch zu lernen, denn mit Höflichkeit allein ist es nicht getan - tatenlos zu. Er sah voraus, daß die Bestimmung beider Rassen eine andere war als die vollständige Vernichtung, wenngleich beide auch noch nicht bereit dazu waren.

Zwei Jahrtausende lang gaben sich die Andomer und die Dämonen des Verlorenen Reichs ihrem Krieg hin. Auch Kajchdar, der Herr über Haß, Wut und getrieben von dem puren Bösen, verfolgte den Krieg aus blutrünstigen Augen. Geblendet von seinen eigenen üblen Emotionen erkannte er nicht, daß er der einzige Verlierer dieser ewigen Schlacht sein sollte.

Beide Parteien verloren zunehmend an Kraft in jenem Kampf, unendlich viele starben, und die wenige Jahre kurzen Ruhephasen - gegen Ende des Krieges gerieten sie immer länger in der Erschöpfung - genügten lange nicht, um die Reserven zu regenerieren. Im Schatten dieses Kriegs erstarkte in dem an das Land der Andomer angrenzende Reich der Stamm der OthRog, einer Abart der weithin bekannten Orks. Die OthRog neigten allerdings wesentlich mehr zur Verstrickung in Dunkelheit und einer abartigen Tücke als ihre Vettern. Schließlich sahen sie ihre große Chance gekommen, sich das Reich der Andomer einzuverleiben, kriegerisch wie sie waren schien es taktisch gesehen das einzig richtige zu sein: Dämonen und Menschen hatten sich nahezu aufgerieben, und nur noch kleine Teile der einstmals so prachtvollen Heere standen noch.

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geschrieben am: 28.11.2001    um 13:39 Uhr   
Als am Schicksalstag im Morgengrauen wieder eine gewaltige Schlacht tobte - es wäre eine der letzten geworden - zogen so zahlreich und schnell wie schwarze, bösartige Grillen die gewaltigen Heerscharen der OthRog am Horizont auf. Yojinj sah den Zeitpunkt gekommen und erschien über dem Schlachtfeld, sich den Völkern zeigend, welche in Staunen erstarrten und ohne Schmerz, Mensch wie Dämon, in das milde Licht blickten. Yojinj sprach mit seiner tiefen Freundlichkeit, mit dem geschlossenen und doch alles erfassenden Blick des Inneren Auges über die Heere sehend: „Einigt euch, ein neuer Feind naht, um euch ins ewige Verderben zu ziehen. Nun ist die Zeit der Auferstehung gekommen.“

Mit diesen Worten erkannten Dämonen wie Menschen das Ausmaß der Gefahr, und daß nun nicht mehr gegeneinander zu kämpfen war, weil sie sonst allesamt auch das letzte Verbliebene verlieren mußten. Ohne zu zögern, die Dämonen gläubig nun nach dem Erscheinen des Gottes, wo sie vor so unendlich langer Zeit schon vergessen hatten, daß sie auch ihren Gott einmal gesehen hatten - so etwas ist schließlich immer förderlich, um Anhängerschaft zu gewinnen - einten sich die Völker, um sich gegen die OthRog zur Wehr zu setzen. Yojinj wußte, daß auch er einen Kampf nun zu führen hatte, und entzog sich aller Blicke. Andomer wie Dämonen aber kämpften gemeinsam so gut zusammen wie gegeneinander, sie kannten und ergänzten sich, und wandelten die wilde, entscheidende Schlacht in einen Sieg. Währenddessen trafen Kajchdar und Yojinj aufeinander, denn der finstere Gott der Dämonen, nun geschwächt durch die Abtrünnigen seines Volkes, die sich für das Leben und Yojinj entschieden hatten, konnte jene Unverfrorenheit natürlich nicht so einfach hinnehmen. Eigentlich war Kajchdar um einiges mächtiger als der Gott der Freundlichkeit, doch nun konnte Yojinj trotz der Härte des Kampfes sich behaupten. Kajchdar durchbohrte Yojinj mit dem flammenden, durchschimmernden Haß in seinem Blick, selbst die Hölle hätte unter diesem Blick leiden müssen. Doch die Dämonen des Verlorenen Reiches kämpften nun mutig an der Seite der Andomer, ohne einen Gedanken an ihn zu verschwenden, und dieser Verlust war gewaltig genug. Yojinj, schwer angeschlagen, brachte all seine Kraft auf, um Kajchdar zu bezwingen und die weit verstreuten Dämonen ein für alle Mal von den Ketten ihres tyrannischen Gottes zu befreien.

Kajchdar verging in einem gewaltigen Schrei, einem, der nun immer noch seinen Weg durch die weiten Himmel jagt. Der Gott löste sich in diesem Schrei auf und verlor seine Form... vielleicht liegt sein Wesen im Schrei begraben, und vielleicht wird jener Schrei eines Tages auf einen anderen treffen. Yojinj wußte, daß Kajchdar zu mächtig war um so einfach auf ewig vernichtet zu werden. Er wandte sich daher an einen mächtigeren als alle anderen, einen, den man nicht Gott nennen sollte, weil er der Schöpfer ist. Jener hält Gut und Böse für das gleiche und war daher nicht geneigt, sich von solchen Kleinigkeiten den Tag verderben zu lassen. Der Schöpfer bannte Kajchdar, und dessen Name verging, als ob er nie gewesen sei.

Die Dämonen waren nun frei, und sahen vorerst keinen Grund, weiter auf ihrem Krieg gegen die Andomer zu bestehen. Sie erkannten, daß es vorteilhafter war, fortan gemeinsam zu agieren, da beide Seiten schwerste Verluste davongetragen hatten in jenem Kampf; und zwar waren die Heere der OthRog in der Macht und Schnelligkeit der Krieger vollständig aufgerieben worden, doch so leicht konnte ein anderes Volk gefährlich werden.

Yojinj hatte derweil ein Stelldichein mit dem Schöpfer, der ein wenig verwirrt schien, was aber nicht viel an seinen Ansichten änderte. Den Schöpfer interessierten die Regeln unterhalb der Götter nicht, denn seine Pläne sind so wirr, daß er alle Konzentration darauf braucht, seinen eigenen Fahrplan zu lesen; und somit ist er tatsächlich mehr darauf bedacht, daß das Endergebnis stimmt. Trotzdem ist er eigentlich ein sehr freundliches Wesen, das der Meinung ist, daß man alle Ziele auch mit fairen Mitteln erreichen kann, und auf diese Art und Weise wurde der Schöpfer im Laufe der Welt zu einem ausgefuchsten Kartenspieler im Spiel des Seins, der mehr als nur ein As im Ärmel hat. ((Gerade seine Naivität ist im Grunde seine Stärke)). Lediglich Yojinjs Ärmel konnten seine übertrumpfen, allerdings nur, wenn auch wirklich um Kartenspiele geht. Im Sein wandelte der Schöpfer aus Niederlage Sieg, aus Schwäche Stärke und aus Erdnüssen Popcorn... und so zeigte er sich zufrieden mit der Wendung der Ereignisse und legte Yojinj ans Herz, sich um das Begonnene zu kümmern, da man stets Verantwortung trägt für das, was man sich vertraut gemacht hat. Für Yojinj bedeutete das, die angefangene Vereinigung beider Völker zu fördern. ((Ob der Schöpfer wirklich das allerdings meinte, sei dahingestellt. Niemand weiß, wie der Schöpfer fühlt, und ob überhaupt. Und niemand weiß, wie er denkt. Und ob überhaupt.))
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geschrieben am: 28.11.2001    um 13:39 Uhr   
Yojinj kehrte also als Gott zurück, und zu seiner Überraschung tat sich das, was der Schöpfer ihm aufgetragen zu haben schien, nahezu von selbst. Die Dämonen nahmen mit Leichtigkeit die Form von Menschen an, um sich den Andomern anzugleichen. Auch fand sich Liebe und Leidenschaft, und der nunmehr Vergessene Gott Kajchdar hinterließ keinerlei Zeichen im Volke abgesehen von der etwas härteren Gangart, welche die Dämonen anschlugen. Yojinj war als Gott bestätigt durch sein Erscheinen und bald wieder so stark wie zuvor.

Die Vermischung und das Nebeneinander beider Völker schuf über Jahrtausende hinweg eine vollkommen neue Gesellschaft. Schließlich waren die Stammteile der Menschen und Dämonen nicht mehr zu trennen und Yojinj war Gott eines in sich geschlossenen, starken und stolzen Volkes. Im mahnenden Andenken an den Vergessenen Gott gab Yojinj dem Volk den Namen Kajdar, und auf Landkarten fand man zu jener Zeit auch als Name ihres Reiches diesen Begriff.

Das Volk an sich zeichnete sich durch große Unterschiede zu allen anderen Rassen aus, vor allem zu den Menschen und Elfen, denen die sich entwickelnden Bräuche der Kajdar brutal und widerwärtig erschienen. Positive und negative Eigenschaften von Menschen und Dämonen verschmolzen in den Kajdar. Kraft und Schnelligkeit der Dämonen des Verlorenen Reichs, aber auch ihre Verachtung, ihren schnellen Haß und ihren Sinn für Gewalt. Von den Andomern Gefühle und Verstand, aber auch Tücke und Machtgier. Die Körper der Kajdar machten deutlich, von wo einstmals ihr Blut herstammte, während einige kleine Hörner besaßen oder unmenschliche Augen, auch Klauen oder ganz selten gar Schwingen, hatten die anderen menschenähnliche Gesichtszüge oder Haltung.

Es kam eine Zeit, in der das Volk so eins wurde, daß es ein Herrscherbewußtsein entwickelte. Einer unter ihnen kam und ergriff die Macht, eine der stärksten, schlausten und mächtigsten. Er ernannte sich zum Ersten Herrscher der Kajdar-Dämonen. Es gab viele Zweifel und damit auch Versuche eines Staatsstreichs. Selbst seine zahllosen Söhne fielen über ihn her. Sein Name war Scry. Und er streckte alle seine Feinde nieder, nur ein einziger seiner Söhne blieb am Leben. Scry erließ eine der ersten Sitten des Volkes, indem er bestimmte, daß jeder Herrscher nach ihm, um nicht erleben zu müssen wie es ist, wenn alle Söhne zugleich auf ihn einstürzen, achtzig Söhne zu zeugen hatte, welche im Kampf, in der Kunst des Herrschens und des Verständnisses gelehrt werden sollten. Wenn alle reif waren, sollten sie gegeneinander kämpfen, egal auf welche Weise. Der letzte, stärkste sollte dann, wenn die Zeit gekommen ist, den Platz seines Vaters im Kampfe an sich nehmen. Auf der Grundlage dieser Regel entwickelte sich ein neuer Kodex im Volk, der aus sieben Hauptgrundsätzen bestand und die moralische Etikette in Formen brachte. Diese wurde im Laufe der Zeit natürlich zurechtgestutzt und angepaßt, ihre Grundidee blieb im Kodex jedoch vorhanden, hier lag die Seele des Kajdar-Volkes. Der dritte Herrscher erweiterte den Kodex beispielsweise um den Brauch, die Mütter der Herrschersöhne als Opfergabe an den Sohn zu opfern, da die Kinder zwar große dämonische Energien besaßen, aber körperlich sehr schwach waren. Die dämonischen Kräfte jedoch blieben ohnegleichen, sie waren stärker als jemals zuvor in der Vergangenheit vor den Tagen der Kajdar.

Außer Yojinj, der in seinem Gedächtnis die Chronik jenes Volkes in filigrane Gedanken gravierte, erinnerte sich jedoch niemand mehr an diese ferne Vergangenheit. Dieser mischte sich fortan nicht mehr in die Entwicklung der Kajdar ein, obwohl er stets mit Freundlichkeit und Wohlwollen nah bei seinem Volke weilte. Selbst einen gewissen Vaterstolz konnte er nicht von sich weisen. Und seine Neugier ließ seine Aufmerksamkeit wachsam auf den Kajdar ruhen.

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geschrieben am: 28.11.2001    um 13:40 Uhr   
Schließlich fiel sein Augenmerk auf einen äußerst flinken und schlauen jungen Mann namens Melfice. Er war der achtzigste Sohn des Siebten Herrschers Vahlmar. Yojinj war bei seiner Geburt dabei gewesen - wie bei jeder Geburt eines Prinzen - um zu sehen, was da für ein Kerlchen zur Welt kommt, und er erkannte schon an der Wiege, daß Melfice der Nachfolger seines Vaters sein sollte. So verbrachte Yojinj viel Zeit bei dem Kleinen, wenn auch nur in seinen Träumen. Bei allen Kajdar weilte er auf diese Weise, aber Melfice gab er mehr von sich. Der Junge lernte sehr viel, den Kampf, die Taktiken und auch dem Umgang mit seiner kindlichen, überaus gewaltigen Kraft. Drei Male an der Zahl erwische der Gott der Freundlichkeit Melfice dabei, wie er den Weg in die Zukunft beschritt, um sich selbst auf den richtigen Weg zu bringen. Yojinj ermahnte ihn sehr, und Melfice tat es niemals wieder... mit dem zunehmenden Alter verlor Melfice an der Macht, welche nur den Kindern der Kajdar gegeben ist; und er erlernte dafür neue Fähigkeiten, wenngleich diese auch nicht vergleichbar mit den verlorenen waren.

Eines Tages war die Zeit der Reife der achtzig Söhne des Siebten Herrschers der Kajdar Vahlmar gekommen. Mit jedem neuen Sonnenlauf starben mehr von Melfices Brüdern durch seine Hand, bis er schließlich siebenundsechzig niedergestreckt hatte. Die anderen hatten sich gegenseitig bekämpft und waren sich zum Opfer gefallen. Als der junge Melfice alle neunundsiebzig aus dem Weg hatte, ging er zu seinem Vater und stand allein dort im Angesicht des ehrfurchtgebietenden und grausamen Vahlmar. Yojinj erkannte nur zu gut das Erbe des Vergessenen Gottes in der Blutlinie des Herrscherhauses.

Vahlmar zeigte zum ersten Male Stolz auf einen seiner Söhne, Melfice war nun sein wahrer und wirklicher Erbe. Sie verbrachten viel Zeit miteinander und Melfice lernte viel und schnell von ihm, zu jener Zeit betrug sein Alter 17 Kajdarjahre, also etwa 229 Jahre der menschlichen Zeitrechnung. Yojinj wußte und Vahlmar ahnte, daß Melfice sich bald den Thron erobern würde, so wie es vorgesehen war. Um seinem Sohn das letzte mit auf den Weg zu geben, was er ihm als Vater angedeihen lassen konnte, entsandte er ihn in die Schluchten, welches wohl der gefährlichste aller Orte im Reiche der Kajdar war. Yojinj begleitete ihn auf seinem Weg dorthin und erklärte ihm, was er dort zu suchen hatte. Seit langem schon besagte die Legende, daß dort in jenen Schluchten zwischen raubfischzahnartigen Schroffen und Kanten verborgen ein besonderes Schwert begraben liegt, ein lebendes Schwert... und man war sich sicher, daß es kein anderes sein konnte als Scry, denn jener Erste Herrscher war von seinem Sohn besiegt worden, indem er ihn in ein Schwert gebannt hatte. Dieses unheilige Schwert jedoch hatte seinen Träger allmählich in den Wahnsinn getrieben, so daß er schließlich von Sinnen in den Schluchten verschwunden war.... und sein Schwert seither verschollen galt. Vahlmar konnte sich keine größere Prüfung für seinen Sohn einfallen lassen, eine Prüfung, die gewissermaßen Melfices ganzes Leben andauern würde.

Melfice verstand und ging, wie man ihn geheißen hatte, schließlich allein in die Schluchten hinein. Sein Kampf durch die messerscharfen, engen Gesteine hindurch, welche von einem jähen, plötzlichen Tod erzählten und ihn mit dem Gleichmut eines überaus gelassenen und machtvollen Raubtiers besahen, war sehr bitter und voller blutiger Risse und Wunden. Schließlich fand er Scry, verbissen und sich weigernd aufzugeben, noch bevor er richtig begonnen hatte. In fast noch kindlichem Glauben an seinen Sieg wollte er nach der Klinge greifen und sie siegreich in die Höhe recken... doch falsch hatte er da gedacht. Melfice erschrak, als am Heft des Schwertes sich ein von Blut durchzogenes Auge aufriß und ein Kreischen von der Klinge strömte, das sie in seinen Händen vibrieren ließ und ihn zu zerschmettern drohte. Jenes Kreischen weckte in Melfices das dunkle, haßerfüllte Wesen, das in jedem Kajdar ruht, bei manchen schwächer, bei anderen stärker ausgeprägt. Melfices Haß war so stark, daß er selbst seinen Vater damit weit hinter sich ließ. Unter solch neuer Energie ergriff der Junge die Klinge und zog sie aus der prachtvollen Scheide, doch Scry zerfetzte ihn in wilder Gegenwehr fast bis auf die Knochen an vielen Stellen seines Leibs. Schließlich war der Wille des Jungen stärker, und er hatte Scry zu Boden gezwungen. Das Auge betrachtete Melfice mürrisch und sprach dann mit dem Kreischen in der Zunge der Kajdar zu ihm: „Du.. einer jener.. Sohn meiner Söhne und deren Söhne. Nimm mich an dich.“

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geschrieben am: 28.11.2001    um 13:41 Uhr   
Der junge Mann gehorchte und kehrte mit Scry aus den Schluchten zurück. Als er sich so siegreich in einer fast überheblichen und unglaublich stolzen Haltung seinem Vater präsentierte, lächelte dieser und nahm die Herausforderung seines Sohnes zum Duell an. Nachdem Melfices besondere Wunden von Scry durch ein Mittel Yojinjs verheilt waren, trafen sie sich außerhalb der gewaltigen Stadt Kajdar, die einzige des Reiches, ebenso einzigartig wie überwältigend. Auch der Gott der Freundlichkeit war anwesend bei diesem Kampf auf Leben und Tod. Doch noch bevor die beiden Kajdar die Klingen kreuzten, wurde er vom Schöpfer fort berufen, dessen Ruf er folgte. Man kann bis heute nicht sagen, ob es einfach ein dummer Zufall war oder reine Planung. Vielleicht hatte der Schöpfer erreichen wollen, daß etwas großes, mächtiges, voller Haß auf der Suche nach Yojinj, von dem Gott der Freundlichkeit - und von Melfice - abgelenkt wurde und sich so seinem zweitgrößten Ziel widmete. Wahrscheinlich hat aber selbst der Schöpfer vergessen, was er damit ursprünglich beabsichtigte.

So standen sich nun Vater und Sohn gegenüber... und kämpften um Leben und Herrschaft, wie es den Sitten ihres Volkes entsprach. Heftig und unglaublich schnell war der Kampf, ein Mantel der Stille lag um beide, und in der Hitze ihres Gefechts bemerkten beide nicht, daß sich jene Stille auch bedrohlich um die Stadt, ja, das ganze Land legte, bis jedes Geräusch unwirklich gedämpft blieb und selbst das Sonnenlicht sich zurückzog, eine irreale Finsternis entblößend. Wolken brauten sich über den Kämpfenden, über der Stadt, zusammen, und just in jenem Moment, da Melfice die Klinge Scrys mit dem Herzblut des Vaters nährte, brach ein dunkles Wesen aus den Wolken hervor, selbst kaum mehr als eine Wolke, jedoch eine mit unendlich viel an Macht. Überrascht und vielleicht sogar mit Angst zog Melfice die Klinge aus dem Leib seines toten Vaters und eilte zurück in die, in seine, Stadt. Jedoch wurde er auf halbem Wege noch aufgehalten, und als er sich zu jenem Wesen drehte, das ihn an der Schulter faßte, stand er dem leibhaftigen Namenlosen gegenüber. Jener sprach kein Wort, deutete nur mit einer knochigen, bleichen Hand gen Stadt, und als Melfice seine Augen wieder auf diese richtete, wußte er, daß das Ende nahe war... der Geruch des Todes, in der Luft liegend, verriet es ihm.

Scry schrie zusammen mit Melfice auf, als aus dem Mund des wolkenähnlichen Wesens ein breiter, gleißender Energiestrahl nieder schnellte. In einem einzigen Atemzug war von der Stadt nichts mehr übrig denn Staub und fein zerbröselte Trümmerstücke. Wie eine Druckwelle überkam Melfice die Kraft, und doch konnte sie ihm und dem Namenlosen nichts anhaben. Es war, als habe der Finstere den Dämonenjungen geschützt. Mit dem Wind der verblassenden Zerstörungswut gingen auf Melfice die verhallenden Schreie seines vergehenden Volkes nieder, drangen in seinen Schädel und füllten ihn bis in jede Faser seines Leibs aus. Das letzte Geschenk des Volkes an seinen Herrscher... und eines Tages sollte Melfice fähig werden, die Schreie in einer einzigen, in seiner Stimme zu bündeln zu der stärksten Waffe, welche die Kajdar jemals besessen hatten.
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geschrieben am: 28.11.2001    um 13:43 Uhr   
((Dies beruht zum Größtenteil auf meiner Idee zu Meinem Melfice. Dank Meiner Lieben Höllenstern Wurde es abgerundet wie ich es mir nie hätte erhoffen können. Dank Dir Mein Schatz *dickes bussi*
Copyrights behalte ich mir vor *zwinkert*))
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