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(der)DRACHEN |
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geschrieben am: 15.04.2003 um 12:32 Uhr
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Der Drachen
Der Drachen dieses Ungeheuer
benimmt sich fuchs- und teufelswild.
Beim kleinsten Anlaß spuckt er Feuer,
was führt er nur in seinem Schild.
Er schnaubt und läßt sein Fauchen hören.
Sein Wutanfall ist dauerhaft.
Und niemand kann ihn dabei stören.
Es ginge über jede Kraft.
Die Worte: Mitleid und Erbarmen.
Die sind ihm völlig unbekannt.
Das raubt den Bauern auf den Farmen
den letzten Nerv und den Verstand.
Was sollen kleine Leute machen?
Mit Fliegenleim und Mäusespeck
besiegt man leider keinen Drachen.
Auch Zauberei hat keinen Zweck.
Der Drachen mischt sein Höllenfeuer
mit Galle, Gas und Rattengift.
Wir hoffen, daß das Ungeheuer
sich eines Tages selber trifft.
Edda
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.04.2003 um 13:57 Uhr
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Drachenkinder
Dann gibt's da noch die Drachenkinder,
sie sind so unschuldig und klein,
doch Feuer spucken sie nicht minder,
so müssen echte Drachen sein!
Sie üben fest, sie wollen wachsen
und meinen, sie wär'n ja schon groß,
und machen dabei doch nur Faxen
und blamieren sich auch bloß.
Erwachs'ne Drachen können spucken,
das haben sie sehr gut gelernt.
Die Bauern müssen schnell sich ducken -
und da verbrennt auch schon die Ernt'.
Doch kleine Drachenungeheuer
die sind im Zielen nicht sehr firm,
bespucken gegenseitig sich mit Feuer,
da hilft dann auch kein Regenschirm.
Das Feuer trifft die Drachenhaut,
das Rattengift auch Wirkung tut,
wie dumm der kleine Drache schaut,
wenn er verbrennt in Freundes Glut!
Ultrix
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.04.2003 um 14:21 Uhr
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Anders als man denken könnte
Die Hennen flattern aufgeregt
und gackern ohne Pause.
Die Schnäbel klappern unentwegt.
Es lärmt im Hühnerhause.
Bis in den Wald tönt das Geschrei.
Ein Fuchs denkt sich im Stillen.
"Ich geh' mal hin und schau' vorbei,
und werde meinen Magen füllen."
Er schleicht geduckt zum Waldesrand.
Dann schlägt er einen Bogen
um einen hohen Jägerstand.
Denn er ist schlau und gut erzogen.
Zum Hühnerhof gelangt er gleich.
Der Zaun hat seine Lücken.
Und er betritt das Hühnerreich
mit schelmischem Entzücken.
Noch immer schimpft der Hühnerstall.
Die Hennen sind gefangen.
Der Bauer schürte den Krawall.
Sein Plan ist aufgegangen.
Der Fuchs erkennt den Hinterhalt
und stürzt zum Zaun um durchzuschlupfen.
Er wär' am liebsten schon im Wald,
mit ihm will man ein Hühnchen rupfen.
ROMAN HERBERTH |
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geschrieben am: 15.04.2003 um 16:09 Uhr
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Drachen(pein)
Ungeheuer, sind doch immer gleich
sie treibens nach Lust und Laune.
Schnell mit Feuer, in der Birne weich
man da nur lachen kann, oder staune.
Sie Leben von ihrem wilden Gezeter
wissen selber nicht ein und aus.
Sind verschroben verworrene Gemüter
im Kopf nur Luft und Gebraus.
Kreischen herum mit grölend Macht,
doch sind sie ohne Sinn und wirr
und das Volk, es nur hämisch lacht,
denn solche Drachen sind fast alle irr.
Drachenhirn gemischt mit Mäusedreck
echt total katastrophal diese reaktion.
Nur flucht ist da das Mittel zum Zweck
da gibtÂ’s nur eine Rettung, auf und davon.
solista :)-)-) |
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geschrieben am: 15.04.2003 um 16:23 Uhr
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Ein Nagel saß in einem Stück Holz
Ein Nagel saß in einem Stück Holz
Der war auf seine Gattin sehr stolz.
Die trug eine goldene Haube,
und war eine Messingschraube.
Sie war etwas locker und etwas verschraubt,
sowohl in der Liebe, als auch überhaubt.
Sie liebte ein Häckchen und traf sich mit ihm.
In einem Astloch, sie wurden intim.
Kurz, eines Tages entfernte sie sich,
und ließ den armen Nagel im Stich.
Der arme Nagel bog sich vor Schmerz,
Noch niemals hatte sein eisernes Herz
so bittere Leiden gekostet.
Bald war er beinahe verrostet.
Da aber kehrte sein früheres Glück,
Die alte Schraube wieder zurück.
Sie glänzte über das ganze Gesicht,
ja, alte Liebe rostet nicht.
Joachim Ringelnatz |
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geschrieben am: 15.04.2003 um 16:26 Uhr
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Der Rabe und der Fuchs
Auf einem Baume Meister Rabe hockt,
im Schnabel hält er einen Happen Käse.
Vom Käseduft herbeigelockt,
spricht Meister Fuchs so fein, als ob er läse:
Ei, guten Morgen, Herr von Rabe,
was seid Ihr hübsch, welch stattliches Gehabe!
Nein, ohne Lüge, Eurer Stimme Pracht,
wär sie so schön wie Dero Federpracht,
des Waldes König wäret, ohne Zweifel, Ihr!
Der Rabe schnappt fast über vor Begier;
gleich soll der Wohllaut seiner Stimme schallen:
Er reißt den Schnabel auf und läßt den Käse fallen;
den schluckt der Fuchs; es schmunzelte der Heuchler
und sprach: Mein Herr, ein jeder Schmeichler
lebt gut und gern von dem, der auf ihn hört:
die Lehre ist doch wohl ein Stückchen Käse wert!
Der Rabe wütend und verdrossen,
schwor ab, jedoch zu spät, für immer solchen Possen.
Jean De La Fontaine |
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