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Keiner will mehr Rosen seh'n

Nutzer: Verhüllter
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geschrieben am: 30.11.2001    um 12:42 Uhr   

Ich gehe wieder einmal den Weg entlang, nach Hause. War unterwegs, hab viel gelernt. Der Weg, matschig vom Regen. Links und rechts von mir sind weite Felder. Früher waren sie zu dieser Jahreszeit leer. Im Herbst wuchs dort Mais, es war alles voll damit, der ganze Acker. Ich kann mich noch erinnern:

Eines Tages lief ich wie heute nach Hause, war müde und schlapp, doch dann sah ich dort am Wegesrand zum Maisfeld eine

Rose

Ich lächelte und freute mich, natürlich war sie nicht perfekt, aber ihre Anwesenheit in dieser ansonsten eher schmutzigen Gegend, lies meine Augen funkeln. Ich betrachtete sie eine Weile, erfreute mich an ihr... ging dann weiter... mit lieblichen Gedanken.

Auch am nächsten Tag kam ich diesen Weg entlang, freute mich schon auf meine Rose, und was durfte ich sehen: Es waren zwei

Rosen

geworden. Ich freute mich. Verweilte kurz und ging dann weiter und hoffte schon auf morgen; vielleicht sind es dann ja drei ... und so wart es dann auch geschehen.

Heute gehe ich vorbei, an dem Acker, meinen alten Weg. Meine Schuhe werden schmutzig. Die werde ich wohl putzen müssen, wenn ich zu Hause bin. Ich schaue nicht mehr zu den Rosen, sie sind normal, sie sind uninteressant... Ich gehe meinen Weg, vorbei an dem gigantischen

Rosenfeld

Ich seufzte, schaue auf meinen Weg und mache mich bereit, die Dornenranken von ihm zu entfernen. Der Rosen Schönheit ist nicht vergangen, doch haben viele Rosen viele Dornen. Anfangs war das Rot so wunderschön, aber heute.... glaubt mir: Viele gehen diesen Weg, vorbei am überroten Rosenfeld und

Keiner will mehr Rosen sehen



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Nutzer: Maja38
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geschrieben am: 30.11.2001    um 13:45 Uhr   
leider ist es so, was neu ist wird gern gesehen und bringt freude, aber sobald es "normal" ist , wird es nicht mehr betrachtet und manchmal ist es sogar im weg
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Nutzer: krishna
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geschrieben am: 30.11.2001    um 17:29 Uhr   
Ich denke nicht, dass es stört, weil es normal ist... auch eine einzelne Rose ist normal...
Nur im Überfluß ist es eben nichts besonderes mehr...
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Nutzer: Verhüllter
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geschrieben am: 30.11.2001    um 22:38 Uhr   

nickt zu Krishna
Überfluss tut selten gut...
Doch scheint es mir in letzter Zeit, als könnten wir zwar lernen mit Zuwenig umzugehen, wenn wir dazu gezwungen werden, aber schaffen es nicht unseren Überfluss "angenehm" anzubringen.

Deshalb wird das Wort "Überfluss" auch immer negativ belegt bleiben... aber könnten wir doch mehr daraus machen...

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Nutzer: krishna
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geschrieben am: 30.11.2001    um 23:18 Uhr   
Ich halte Überfluss auch für negativ.
Wenn man überhäuft wird von etwas, geradezu erdrückt....

.....und mit dem Wissen, dass es irgendwo karge Gärten gibt, denen eine einzige Rose schon viel bringen würde....
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Nutzer: Verhüllter
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geschrieben am: 25.01.2002    um 09:29 Uhr   

Karge Gärten, trockne Erde,
Nicht ein Keim zum Leben werde,
Nicht ein Tropfen kühles Nass,
Nicht ein Halm von grünem Gras,

Nichtmal ein Gedanke
Nichtmal mehr ein Wort
Wenn trockne Dornenranke
Reißt Hoffnung tot hinfort.

Und karge Gärten, brüch'ge Erde,
Hofft so, dass zum Leben werde,
Was hier einjeder tuen könnt,
Wenn ihr ihm nur zu hoffen gönnt!





Geändert am 25.01.2002 um 09:30 Uhr von Verhüllter
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Nutzer: NataschaSaJuc
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Anzahl Nachrichten: 72

geschrieben am: 25.01.2002    um 10:32 Uhr   
Karge Erde, kaltes Gut
wo blüht die Rose
so rot wie Blut

Wo steht sie aufrecht
ihren Kopf in den Wind
so wie eine Mutter
wiegt sanft ihr Kind

wo strahlt ihre Schönheit
in geheimnisvoller Pracht
so geheimnisvoll gefährlich
wie die finsterste Nacht

...dort wo karge Gärten und Erden
erfüllt von Liebe und Hoffnung werden
wo Leben erblüht in all seiner Pracht
....dort blüht die Rose
...am Tag und in der Nacht




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"Autor"  
Nutzer: FrancisDeVille
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geschrieben am: 25.01.2002    um 13:29 Uhr   
Eine Rose steht allein dort am Waldesrand,
von allen anerkannt st deren Schönheit,
das grün rundherum...

Doch als eines Tages mehrere dort standen,
war die schöne nichtmehr zu sehen.
Vielleicht musste sie gehen?...

Die Rosen sich tummeln,
pflücken mag sie keiner,
denn die stacheln sind kaum kleiner als der Finger selbst.

So stehen sie nun alle dort,
an einem Ort versammelt das Pure rot,
das grün darum längst tod....

Verschwunden ist die schönheit der einzigartigkeit,
die liebe die ein einzges stück mit sich trägt,
ist nun durch zuviel schönheit ausgeprägt...


Francis de Ville

Ravnos Antitribu

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