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SEELENWINTER |
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geschrieben am: 14.04.2003 um 08:09 Uhr
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Adversus - Seelenwinter
Heut' sei der Tag, an dem ich starb,
An dem ich mir, ganz ohne Wahn
Mit längst verlor'n geglaubter Macht
Die letzte Wunde beigebracht.
Heut' sei der Tag, an dem ich fiel,
An dem ich nun ganz ohne Ziel
Mehr als nur verloren schien,
Durch die letzte Pforte ging.
Heut' sei der Tag, an dem ich mir
Vor bangem Herzens Zögern wirr
Die Schwüre brach, dein Herz dir mit,
Den Lebensfaden mir durchschnitt.
In ewiglicher Flut versinken,
In tiefster Seen Grün ertrinken,
Starr den Fluß hinunter treiben,
Am Meeresgrund für immer schweigen.
->sah mich dort stehn
->Nur der Seelenwinter kennt die Namen
->Derer, die nicht auferstehn
->Denn des Winters Grimm kennt kein Erbarmen.
->Lerne zu leiden
->Und wahr den letzten Glanz in dir.
->Und lerne zu scheiden
->Vom innersten Gebot.
Frierend an der Häuserwand
Da sah ich dich, und unerkannt
Folgte ich, vor Sehnsucht blind,
Dir in den eignen Tod.
Sprach dich an nur zögerlich.
Mit dieser Hand berührt ich dich!
Doch weinend drehtest du dich um
Und schweigend gingst du fort
Rannte schreiend durch den Wald,
Verfing mich in den Zweigen bald.
Verirrte mich, doch heut soll sein
Dass ich nie wieder leide, nein!
Sanft erfleht, doch nicht bekommen,
Kurz gehalten, dann zerronnen,
Mich in kaltem Schnee verlorn,
An deiner weißen Haut erfrohrn.
->Bleib stehn! ...Diese Rose schenk ich dir mit meiner Liebe sanft.
Sieh, die Rose Dornen hat, den schneidend Schmerz ins Fleisch mir rammt!
->Dornig auch dein Scheiden ist, wo ich mich dir doch dargebracht.
Hab ich der Rose Blatt geküsst, so hat sie mir ein End gemacht!
->Bleib stehn! ...Oh, wie brauch ich dich, mein hundertfaches Wort dir gilt.
Dein falsches Wort durchschau ich wohl, liebst in mir nur dein eigen Bild!
->Nun sprich, ist dies Leben nicht voll ungesagter Lieb zu dir?
Die Leben grämt mich bitterlich, ich bitte dich, lass ab von mir!
->Heut war der Tag, an dem er starb,
->An dem er mir im glühend Wahn
->Mit längst verlorn geglaubter Macht
->Die Rosenwunde schnitt.
->In mein Gesicht er Verse schrieb
->Doch Wintersturm ihn fort mir trieb.
->Ward schon bald vom Schnee umarmt
->Und färbte Gletscher rot.
->Hat sich dann aus Eis gebaut
->Flügel wie aus Rosenhaut.
->Entfloh dann unter jenem Ruf
->Lass mich frei!
->Fort gerannt, nie mehr gesehn,
->In kalter Winde Hauch verwehn
->Nach dir geweint, doch einerlei,
->Nun seis ein Ende...
...Lass mich frei!
Lyrik by Rosendorn [Adversus]
[zum Verständnis ...]
mit -> gekennzeichnete Stellen werden von einer Mezzosopranistin gesungen, der Rest von Rosendorf Geändert am 14.04.2003 um 08:10 Uhr von RedSilvertears |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.04.2003 um 08:38 Uhr
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Hallo Silver
toller Text |
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!
Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.04.2003 um 08:44 Uhr
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~nicktz~ zu röschen .... FindŽs schön, dass
es so viele leute gibt, die ihre gedanken, emotionen und
wünsche in solch schöne texte bringen ... Macht mich
glücklich .. ~strahlt~
Die ~Pebbi~ |
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