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Höllenfeuer

Nutzer: Aradhana
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geschrieben am: 13.04.2003    um 22:23 Uhr   
Ist mit einem zwinkernden Auge zu betrachten, da es nicht meine religiöse Ausrichtung beschreibt..
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Leises Wispern in den Bäumen,
Schmerzensschreie hin und wieder,
düstrer als in schlimmsten Träumen,
singt der Tod Dir seine Lieder.

Unverhofft bist Du gekommen,
in diese Gruft verlorner Seelen,
hast plötzlich seinen Ruf vernommen,
hörtest von Ewigkeit erzählen..

Und nun stehst Du schreckenstrunken,
ganz verzerrt ist Dein Gesicht,
bist in Deine Angst versunken,
bis ER sachte zu Dir spricht:

"Still, mein Kind, sei still und lausche,
hörst Du nicht die Melodie,
gib Dich hin dem Todesrausche,
- lebe, atme, fühl’ wie nie!

Doch sperrst Du Dich vor dieser Muse,
- leiden sollst Du ewiglich! -
Wahnsinn, guter Freund, zum Gruße,
kümmert sich dann hier um Dich.

Leid, Schmerz, Hass...kurz: Höllenfeuer,
glaubst Du nicht, dass die schlicht lügen,
die sagen Seelenheil sei teuer,
und man hätt’ hier kein Vergnügen?

Schmeckst Du nicht das süße Blut,
armer Sünder, die so dachten,
fühlst Du nicht die heiße Glut,
ihres Leids, die wir verachten?

Hast Du nicht den Wunsch zu Leben?
- komm mein Kind, komm nur zu mir,
den Wunsch zu nehmen, statt zu geben?
- komm, Kind, ich erfüll’ ihn Dir!

Herrschen sollst Du über die,
die mich schmähen und verleugnen,
brechen sollst Du alle sie,
und unter meine Krone beugen.

Nun ist es an Dir - entscheidÂ’ Dich,
willst Du thronen oder knien,
verehren einzig nur noch mich,
oder in Gebet und Buße fliehn?“

Und Du lauschst dem Schrein von denen,
die an gekreuzigt Fleisch sich klammern,
und siehst die blutig Krallen von jenen,
die um den neuen Herrn sich sammeln.

Du fügst dich, ach, nur allzu gern,
spürst die Macht von Blut und Schmerz,
nimmst den fünfgezackten Stern,
und stichst ihn ihrem Gott ins Herz.
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