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Geschichte einer Rose.....

Nutzer: NataschaSaJuc
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geschrieben am: 11.12.2001    um 16:04 Uhr   

...vor langer Zeit, wuchs im Schatten eines Baumes eine kleine Rose heran...glanzvoll und schön. Sie blickte sich um, und sah dicht neben sich eine andere, große mächtig strahlende Rose und sie fühlte sich wohl in ihrer Nähe. An der Pracht dieser kleinen Rose, ihrer Schönheit, konnte niemand vorbei ohne sie anzusehen und den Hang zu verspüren sie zu berühren...doch kam man zu nahe... spürte man ihre Dornen, schäfer und spitzer als die andere Rosen sie trugen..die kleine Rose interessierte das nicht...es war ihr egal wenn man von ihr wich...sie wollte sich nicht im Winde wiegen, wie die anderen Rosen...sie genoss die große mächtige Rose an ihrer Seite und nur mit ihr wollte sie dem Wind lauschen und ihr Sein erleben. Doch als sie eines morgens ihre Blüten öffnete und Ausschau nach der großen mächtigen Rose hielt, erschrak sie zutiefst. Verblüht lag die große, Rose neben ihr, nie wieder sollte sie sich rühren, mit der kleinen Rose sich im Wind wiegen. Tagelang liess die kleine zarte Rose ihren Kopf hängen, sie wollte nicht alleine ohne die große Rose sein. Dann fasste sie einen Entschluss. Wenn sie schon einsam hier unter dem Baum ihr sein fristen sollte, dann wollte sie die schönste, glanzvollste und mächtigste Rose werden. Sie wollte den zauberhaftesten Duft verströhmen um anzulocken, die, die, die große Rose von ihr rissen, um sie dann mit den spitzesten Dornen zu stechen, wenn man ihr zu nahe käme. So wuchs sie glanzvoll und prächtig heran und man machte eine großen Bogen um sie, wissend der Gefahr, die von ihr Ausging.....
So verweilte die einst kleine, zarte rose, jahrein, jahraus... oft stachen ihre Dornen, doch nie wissend, ob sie die wahren Täter trafen. Sie wiegte sich kaum noch im Wind und hörte schon längst seine schöne Melodie nicht mehr. Die anderen Rosen mieden sie, wie auch sie von ihr gemieden wurden. Zwar genossen sie den wunderschönen Anblick, der einst kleinen Rose, in aller Heimlichkeit, doch haderten sie mit ihrer Boshaftigkeit. So hielten die anderen Rosen ihren Kopf in eine andere Windrichtung und die Zeit verging auf's Neue. Bis eines Tages zwei sanfte Rosen das Schweigen brachen, ihre zarten Köpfe der kleinen Rose zuwandten, um ihr zu zeigen, dass sie ihr nichts böses wollen, das auch sie den Verlust der großen mächtigen Rose immer beklagt haben. Die kleine Rose lauschten den beiden anderen und ihre Worte beschäftigten sie sehr. Als dann eines Tages, die Rosen erneut wie jeden Tag ihre wunderschönen Blüten öffneten, trauten sie ihren Augen nicht...sanft im Klang des Windes wog sich die einst kleine zarte Rose mit ihnen zusammen, ihre Blüten zu ihnen gerichtet...und auch die Schärfe der Dornen schien nicht mehr vorhanden...denn die kleine Rose hatte erkannt, dass es ein Fehler war alle für ein Vergehen schuldig zu halten. Jetzt, viele Jahre danach wiegt sich neben ihr wieder eine große, glanzvoll strahlende Rose, die sie erinnert, an den einstigen Verlust, und sie geniesst das Gefühl der Geborgenheit, welches die große Rose ihr zuteil werden läßt. Doch die kleine Rose ist innerlich gewachsen und teilt das Gefühl mit allen anderen Rosen aus freiem Herzen. Denn sie ist wieder glücklich und könnte sich ein Sein ohne die anderen Rosen nicht mehr vorstellen

Natascha Sa Juc
Clanführerin der Toreador


Geändert am 11.12.2001 um 16:08 Uhr von NataschaSaJuc
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