| "Autor" |
Dein Leben (Teil 1) |
|
|
|
geschrieben am: 14.12.2001 um 11:52 Uhr
|
|
Der Anfang
Es ist eine windstille, eiskalte Nacht
Schnee fällt vom Himmel, leise und sacht
Über der steinigen Klippe leuchtet der Mond ganz hell
Am Klippenrand kniet ein junger Mann
Er hat einen tiefschwarzen langen Mantel an
Der weiße Rauch des Atems steigt aus seinem Mund
Mit gesenktem Haupt schaut er regungslos auf den Abgrund
Vor ihm ersteckt sich das funkelnde Meer
Vom Mondschein geküsst wogen die W'ellen sanf umher
Der fallende Schnee dämpft jeden Laut
Eine angenehme Stille, man bekommt Gänsehaut
In sich zusammengesackt kniet er nun im kalten Schnee
Man könnte meine sein Herz tut ihm weh
Die Augen schauen traurig und sein Blick hat kein Ziel
In den vor Kälte zitternden Händen hat er kein Gefühl
Er weis nicht warum, aber in diesem Moment schmerzt ihm sein Leben
Er hat doch soviel das lohnt nach Leben zu streben
Doch irgendwas fehlt in seinem liebenden Herzen
Krampfhaft suchend fühlt er doch nur Schmerzen
Von hinten langsam mit gedämpften Schritt
Eine junge Frau seinen Trauerort betritt
In seinem Schmerz vertieft hört er sie nicht kommen
Viel zu sehr sind seine Sinne benommen
Ihre schweren Stiefel schreiten langsam durch den Schnee
das typische knackende Geräusch erhebt sich in die Höh
Direkt hinter ihm bleibt sie still stehen
Sie schaut auf ihn runter und hört sein leises flehen
Ihre rechte Hand sanft nun seine Schulter berührt
Ein Schreck den jungen Mann durchfährt
Er hebt den Kopf und schaut nach vorn
Der Schreck verwandelt sich in Zorn
Ganz langsam dreht er seinen Kopf herum
den Mund leicht geöffnet doch die Lippen bleiben stumm
Vom feuchten Haar tropft es in sein Gesicht
Als er sie erblickt traut er seinen Augen nicht
Ihr weisses Haar wog sacht im eiskalten Wind
Die blauen Augen schauen unschuldig wie die von einem Kind
Schwarz wie die Nacht ist der Mantel, den sie trägt
Der Rauch ihres Atems sich in die Lüfte erhebt
Ein leichtes Lächeln schmückt ihr zartes Gesicht
In dem Moment ändert sich sein Leben, doch er weis es noch nicht
Er betrachtet ihre Hand die sanft auf seiner Schulter ruht
Sein Herz erwärmt sich und seine zitternden Hände füllen sich mit Blut
Der Schnee fällt auf diese beiden Menschen jetzt
Eine friedliche Stille und Liebe hat den Trauerort ersetzt
Wortlos haben sie sich gebunden in dieser eisigkalten Nacht
Ein Stern fällt vom Himmel und ein Engel hält Wacht
*(Faithangel 11.11.2001)* Geändert am 14.12.2001 um 11:53 Uhr von FateAngel Geändert am 14.12.2001 um 11:54 Uhr von FateAngel |
|
|
|
|
|
|
Top
|