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Ohne Hoffnung, ohne Sinn

Nutzer: AthyaDeSol
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geschrieben am: 01.01.2002    um 18:56 Uhr   
Pendel Ohne Hoffnung, ohne Sinn

Es war einst in fernen Gefilden,
Als Schatten begannen sich zu bilden,
Es erklang der Tiere leis Gewimmer
Und es verschwand des Mondes stiller Schimmer,
Zwei Kinder des Schatten
Die Augen, die glasigen, matten,
Gerichtet auf ihre Gefährten
Als ob sie von jenen sich nährten
Glänzten ganz leer vor sich hin
Ohne Hoffnung, ohne Sinn
Sie ein Pendel in der Hand
Saß nur still dort, an ihn gewandt
Doch die Stille ward gebrochen
Und das erste Wort gesprochen

Ihr Pendel pendelte still vor sich hin
Ohne Hoffnung, ohne Sinn

„Komm, oh mein süßes Liebelein
Ich fleh dich an, laß uns nicht allein
Rose, Rose, weine nicht
Komm, oh Liebelein, ich halte dich“

Hoffend ruhten seine Blicke auf ihr
Lauernd die Hoffnung, gleich einem Tier
Bittend, vielleicht, das weiß man nicht
Freundlich, doch nur aus ihrer Sicht

Ihr Pendel pendelte still vor sich hin
Ganz ohne Hoffnung, ohne Sinn

„Sahst du nicht, was ich dir wies?
Weißt du nicht, was jenes hieß?
Wie kannst du es bloß jetzt noch wagen
Solch Worte zu mir zu sagen?“

Wie tief der Schatten in ihm war
Denn nur verschwommen war er klar
Sah man nur mit vollem Blick,
mit Hoffnung, Sinn und Geschick
Doch war ihr dies alles nicht bekannt
Hatte sie es je benannt?

Das Pendel pendelte ganz still vor sich hin
Ohne Hoffnung und ohne Sinn

„Wie willst du wissen, was es heißt?
Und welche Zukunft es dir weist?
Glaubst du, du kannst dich ewig verstecken
Bis jene Dornen sich von dir strecken?
Flüchte nicht vor deiner gleichen
Hör auf, von uns fort zu weichen
Mutter der Rosen, sieh du mich an
Ich weiß nicht mehr, ob ich es kann
Ich weiß kaum noch viel, wie du
Doch glaubst du, es bringt dich zu RuhÂ’?
Nein, das wird es gewiß nicht, glaube mir
Ach – ich vergaß, du glaubst mir nicht
Wenn du es kannst, dann glaube dir
Bitte, Liebelein, ich bitte dich“

Auf des Liebsten Bitte hin,
Ohne Hoffnung, ohne Sinn,
nur weil er es verlangte
und sie die Hoffnung von sich bannte,
Stand sie auf und folgte seinen Wegen
Wollte sie doch sterben, sie begann zu leben

Das Pendel pendelt still vor sich hin
Ohne Hoffnung, ohne Sinn


Athya de Sol
Die Schattenrose
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Nutzer: AthyaDeSol
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geschrieben am: 01.01.2002    um 18:58 Uhr   
Liebe der Schattenrose

Komm mein Kind laß dich umarmen
Ich tuÂ’ dir nichts, hab keine Angst
Willst du mich nun auch leis ermahnen
Ich glaube nicht das du es kannst
Lauf nicht fort
Bitte, bleib hier
Hier an diesem Ort
Ich bitte dich, vertraue mir

Komm mein Kind laß dich ansehen
Ich tuÂ’ dir nichts, hab keine Angst
Willst du nun auch Zeit erflehen
Ich glaube nicht das du es kannst
Denn sieh mich an
Ich sterbÂ’ dahin
Weil ich ohne dich nicht kann
Nicht leben kann, welch Sinn

Komm mein Kind laß mich nicht sterben
Ich tuÂ’ dir nichts, hab keine Angst
Willst du mein Schicksal auch ererben
Ich glaube nicht das du es kannst
Solltest du Kind
Ich hoffe nicht
Es erben, dann flieh
Geschwind
Dreh dich nicht um, sieh
Mir ins Gesicht

Und still habe ich Angst
daß du mich ermahnen, Zeit erflehen und mein Schicksal erben kannst


Athya de Sol
Die Schattenrose
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Nutzer: AthyaDeSol
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geschrieben am: 01.01.2002    um 19:01 Uhr   
Der Anfang vom Ende der Schattenrose

Weit hoch trug sie ihr zartes Haupt
Die roten Blüten wehten sanft im Wind
Bloß ihre Dornen, unschuldig geglaubt
Küßten schon so manches Kind

Die tadelnden Blicke, die auf sie gewandten
Mußte ertragen sie allein, nur sie
Mit Stolz in ihren Zügen ob des von ihr Verlangten
Bloß an Diesen dachte sie nie

Und trotzdem, der Stolz sollte es sein
Den sie büßen musste lernen
War er auch noch so klein
Man wollte bloß ihn entfernen

So war es wohl die mindeste Strafe
Ihr halbes Leben, nun getränkt von Ewigkeit,
Zu verbringen in tiefstem Schlafe
Ungeschützt von grausamer Bitterkeit?

Hass und Schrecken und Todesblicke
Mußte sie ernten zum feinen Dank
Doch hat sie all dies mit großem Geschicke
Aus ihren verlorenen Gedanken verbannt

„Kommet ihr Kinder, so helfet ihr
Seht ihr nicht? Sie ruhet hier
Schützt sie bloß vor jener Klage
Schützt sie bis zu jenem Tage“

Heimlichen, lautlosen Schrittes
Eilten die Kinder in ihre Festung hinein
Vorsichtigen, ganz leisen Trittes
Denn wollten sie unerkannt sein

Als das erste Kind sie dort erblickte
Und sah wie die Rose dort lag
Wußte es, wer es wohl schickte
Und wußte, es wäre der Tag

Nach einigen, wenigen Tagen
die die Kinder dort verbrachten
Erkannten sie schon im Waagen
Das die Blüten ganz langsam erwachten

Als sie die Augen dann geöffnet hatt’
Und sie zurückgewann ihr Leben
Trank sie sich an all dem satt
Was wurd ihr nun gegeben

Ganz langsam, in die lebendige Gabe
Drangen ihre Fänge ein
Hinterließen nicht eine Narbe
Wollte sie sanft doch sein



Ihre verschwommenen Gedanken
Betäubt von stummer Qual
Begannen allmählich zu schwanken
Durch Zeit, durch Raum, durch Saal

„Ich will euch danken, oh meine Kinder
Für dies, was ihr mir gabet
Dem einen mehr, den andren minder
Will euch nehmen, was euch plaget“

Ein sanftes Lächeln im Gesicht
Es schien so zart und rein
Doch war es dies nicht
Wollte es doch so gerne so sein

Was sie den Kindern einst versprochen
Erfüllte sie, so schwer es war
Kein Versprechen wurd von ihr gebrochen
So gab sie ihnen Danke dar

Doch wird niemand je erfahren
Welchen Preis die Blüten nahmen
Im Winde ragt stets ihr zartes Haupt
Die roten Blüten voll Stolz geglaubt


Athya de Sol
Die Schattenrose
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Nutzer: Lonley_Soul
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geschrieben am: 01.01.2002    um 20:15 Uhr   
Die Hoffnung

Die Hoffnung,
sie haucht mir immer wieder Leben ein.
Gibt mir Mut und die Kraft weiter zumachen.
Bis zum nächsten niederschlag,
der mich hinunterzwingt.
Mich immer wieder hart trifft,
mir wieder die Kraft nimmt.
Doch dann kommt wieder die Hoffnung...
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"Autor"  
Nutzer: AthyaDeSol
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Registriert seit: 16.09.2001
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geschrieben am: 02.01.2002    um 14:29 Uhr   
Jeden Tag auf's Neue
Schleicht dies kleine Licht
Genannt Hoffnung
Durch die Räume
Meines Daseins
Und versucht mich
Zu erleuchten
Doch ich
Bin ein Schatten
Der das Lichte
Nicht nährt
Und es so erstickt
Ihm alles zu
Leben nimmt


©Athya de Sol
Die Schattenrose


Geändert am 03.01.2002 um 12:18 Uhr von AthyaDeSol
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