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Die Traurigkeit

Nutzer: freche20
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geschrieben am: 23.01.2002    um 20:29 Uhr   
Eines Tages saß die Traurigkeit in einer Ecke und erzählte der Verzweiflung, dass ihre Schwester -die Kraft- sie verlassen hätte. Die Einsamkeit sagte kein Wort, sie habe es ohnehin schon immer gewusst. Das Selbstmitleid strich der Traurigkeit behutsam eine Träne von der Wange und versuchte vergeblich, sie zu trösten. Die Wahrheit ließ sich nicht beirren- sie war schon immer bitter gewesen. Plötzlich pochte es an der Tür. "Soll ich öffnen?" fragte die Unentschlossenheit. "Na mach schon auf" forderte das Risiko. "Wer kann das wohl sein?" wunderte sich die Neugier. Das Staunen gab einen erleichterten Seufzer von sich als das Lächeln eintrat. Es setzte sich zur Traurigkeit. “Hast du denn noch nicht genug von dir?” wollte das Lächeln wissen, “Komm, lass uns die Liebe besuchen!” “Nein,” wandte die Vernunft ein, “tu’s nicht!” Doch die Traurigkeit war schon mit dem Lächeln verschwunden. Die Liebe wohnte hoch über den Wolken und hieß die beiden Besucher herzlich willkommen. “Schön dass du da bist” sagte die Freude, die gerade mit dem Gefühl spielte. “Wir haben dich schon vermisst” meinte die Geborgenheit. “Ich habe es nicht mehr ausgehalten” schluchzte die Traurigkeit. “Aber jetzt ist alles gut.” beruhigte die Zärtlichkeit die Traurigkeit und nahm sie in die Arme. Weinend wachte die Traurigkeit auf, als sich die Hoffnung zu ihr setzte und fragte:” Was ist passiert?” - “Ich hatte einen wunderschönen Traum, aber glaubst du, dass meine Freunde mich vergessen haben?” “keine Sorge, wenn du versprichst , mich nie aufzugeben, wirst du noch viele Wunder erleben!” tröstete sie die Hoffnung. “Niemals würde ich dich aufgeben” versicherte ihr die Traurigkeit und schlief beruhigt weiter...
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Nutzer: leetha
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geschrieben am: 23.01.2002    um 20:49 Uhr   
wunder schön wunder schön... mit der richtigen musik und der dazu passenden laune und man heult ins unermessliche...
bereichere die welt weiter mit solch schönen geschichten.
eure lee
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Nutzer: freche20
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geschrieben am: 23.01.2002    um 22:30 Uhr   
leider nicht selbstgeschrieben :o(
aber ich fands schön, deshalb hab ich es hier reingeschrieben

freche
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Nutzer: Gast_Ilena
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geschrieben am: 23.01.2002    um 23:07 Uhr   
Es war einmal eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?" Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war. "Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen. "Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet." "Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst? "Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst.

Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?" "Ich... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme. Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr dieses Mal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, " es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten mich und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen.

Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen. "Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet. Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen.

Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht auf wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zuläßt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt." Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin. "Aber... aber wer bist du eigentlich?" "Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."


( im net drauf gestoßen :-) )
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Nutzer: kantay
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geschrieben am: 24.01.2002    um 18:42 Uhr   
ich weiss gar nicht was ich sagen soll, süsse...!
einfach schööön... einfach.. hmm, mir fallen nicht die richtigen worte ein um es zu beschreiben was ich fühlte als ich es lass...
es gefällt mir sehr...

deine karo, die dich gaaanz doll lieb hat...
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Nutzer: freche20
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geschrieben am: 29.01.2002    um 15:31 Uhr   
schön die geschichte! *verträumt lächelt*

freche
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