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Theodor Storm |
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geschrieben am: 26.01.2002 um 09:37 Uhr
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Meeresstrand
Ans Haff nun fliegt die Möwe,
Und Dämmrung bricht herein;
Über die feuchten Watten
Spiegelt der Abendschein
Graues Geflügel huschet
Neben dem Wasser her;
Wie Träume liegen die Inseln
Im Nebel auf dem Meer.
Ich höre des gärenden Schlammes
Geheimnisvollen Ton,
Einsames Vogelrufen -
So war es immer schon.
Noch einmal schauert leise
Und schweiget dann der Wind;
Vernehmlich werden die Stimmen,
Die über der Tiefe sind.
Theodor Storm
einfach nur schön und treffend formuliert
Geändert am 26.01.2002 um 09:37 Uhr von KuttelDaddeldu Geändert am 26.01.2002 um 09:38 Uhr von KuttelDaddeldu |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.01.2002 um 11:46 Uhr
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Märchen
Ich hab's gesehen und will's getreu berichten;
Beklagt euch nicht, wenn ich zu wenig sah!
Nur sommernachts passieren die Geschichten;
Kaum graut die Nacht, so rückt der Morgen nah,
Kaum daß den Wald die ersten Strahlen lichten,
Entflieht mit ihrem Hof Titania;
Auf Weg und Steg spazieren die Philister,
Das wohlbekannte leidige Register.
Kein Zauber wächst für fromme Bürgersleute,
Die tags nur wissen, wie die Glocke geht.
Die gründlich kennen gestern, morgen, heute,
Doch nicht die Zeit, die mittendrin besteht;
Ich aber hörte wohl das Waldgeläute,
Ein Sonntagskind ist immer der Poet;
So laßt euch denn in blanken Liederringen
Von Reim zu Reim ins Land der Märchen schwingen.
Dieses "märchenhafte" Gedicht von Storm gefällt mir persönlich sehr gut ...
lieb grüsst ... und wech is ... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.01.2002 um 19:25 Uhr
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lächelt ... wirklich schön.
Mondlicht
Wie liegt im Mondenlichte
Begraben nun die Welt;
Wie selig ist der Friede,
Der sie umfangen hält!
Die Winde müssen schweigen,
So sanft ist dieser Schein;
Sie säuseln nur und weben
Und schlafen endlich ein.
Und was in Tagesgluten
Zur Blüte nicht erwacht,
Es öffnet seine Kelche
Und duftet in die Nacht.
Wie bin ich solchen Friedens
Seit lange nicht gewohnt!
Sei du in meinem Leben
Der liebevolle Mond!
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.01.2002 um 12:03 Uhr
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Die Kriegerin hat heute ihre poetische Ader ;-)
und möchte ein romantisches Gedicht von Theodor Storm vorstellen ...
Glücklich wem in erster Liebe
Glücklich, wem in erster Liebe
Die Geliebte sich ergeben,
Wem sie in der ganzen Fülle
Gab das unberührte Leben.
Sicher wird sie ihn umschließen
In unwandelbarer Liebe,
Und ein Stern ihm wird sie bleiben,
Wird die Welt auch schwer und trübe.
Aber glücklicher sie selber,
Die das seltne Glück errungen,
Daß sie nie um Truggestalten
Zärtlich ihren Arm geschlungen.
Die den frommen Kinderglauben
Ihrer Liebe nicht zerstörte,
Die zugleich schon dem Geliebten
Und sich selber noch gehörte.
Kuttel und Noitah grüsselt ...
einen guten Start in die neue Woche wünscht ...
und wech is ... |
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