Auf den Beitrag: (ID: 32998) sind "5" Antworten eingegangen (Gelesen: 546 Mal).
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Engelsblut

Nutzer: Vile
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geschrieben am: 04.02.2002    um 13:16 Uhr   


Die Winde wehen sanft umher,
Umspielen lieblich diese Welt.
Bringen dabei immer näher,
Den Wächsel, der die Eiche fällt.

Der Wasser Wellen brechen sich
Ihr Tosen füllt der Weiten Raum
An Klippenstrände niemals wich,
Doch stirbt ein jeder Welle Schaum.

Wenn Winde weh'n, die Wasser brechen,
Und Feuer durch den Himmel zieht,
Wird höchste Stimme Urteil sprechen,
Was mit dieser Welt geschieht.

Dann schießt aus jenem Schicksalstor
Des Richters Macht ganz jeh hervor
Und bricht mit Donners Kraft daher
Den menschlich Wandel erdenschwer.

Und Abseits werden Krieger stehen;
So feucht der Augen Schimmerschein.
Ihre Seelen werd'n im Wind verwehen,
Verbrennen in schwarzem Fackelschein,
Und ersäuft in finstersten Gewässern
Verdammt zum Tod und Einsamsein.

Denn sie helfen nicht.

Verbittert durch das einsam' Leben,
Wurd zerissen was so schwer erkämpft,
So könn' sie Frieden nie mehr geben,
Der Blick von Trauer still gedämpft.

Weil der Weg so steinig war
Liegen ihre Herzen offen da,
Zertreten von der Selbsucht Schritte
Hinabgezerrt in ihre Mitte,

Geschwächt durch so viel Leben,
Doch nie dem Hass ergeben,
Beten sie für ihre Welt,
Die der Hand des Richters fällt.

Voll Schmerz, voll Leid und Trauer
Auf alle jenen sauer,
Die tief, so tief, sie fallen ließen,
Sie weg aus ihrem Herzen stießen.

Sie steh'n nur da und geh'n mit ihren Wesen,
Die lang, so lang, auf dieser Welt gewesen.
So verzargt ihr Herz, das einzt so teuer
Und vergeht mit euch im Sternenfeuer.

~Vile


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"Autor"  
Nutzer: Gast_darkfee
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Anzahl Nachrichten: 159

geschrieben am: 04.02.2002    um 20:39 Uhr   
applaudiert
es ist wunderschön....

Darkfee
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"Autor"  
Nutzer: Innocent.Angel
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geschrieben am: 05.02.2002    um 00:02 Uhr   
finds auch total schön...

Angel
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"Autor"  
Nutzer: Vile
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geschrieben am: 06.02.2002    um 14:25 Uhr   

schön, dass es euch gefällt... trotzdem hier die verbesserte Fassung


(zitat)Engelsblut(/zitat)

Die Winde wehen sanft umher,
Umspielen lieblich diese Welt.
Bringen dabei immer näher,
Den Wechsel, der die Eiche fällt.

Der Wasser Wellen bäumen sich,
Ihr Tosen füllt den weiten Raum.
An Klippenstrände stetig bricht,
Was grad noch ziert der Kronenschaum.

Wenn Winde weh'n, die Wasser brechen,
Und Feuer durch den Himmel zieht,
Wird höchste Stimme Urteil sprechen,
Was nun mit dieser Welt geschieht.

Dann schießt aus jenem Schicksalstor
Des Richters Macht ganz jäh hervor
Und bricht mit Donners Kraft daher
Den menschlich Wandel erdenschwer.

Und Abseits werden Krieger stehen;
So feucht der Augen Schimmerschein.
Ihre Seelen tot im Winde wehen,
Verbrannt in schwarzem Fackelschein
Und ersäuft in finstersten Gewässern
Verdammt zum Tod und Einsamsein.

Denn sie helfen nicht.

Verbittert durch ihr einsam' Leben,
Wurd zerissen was so schwer erkämpft.
Sie hilflos über Flammen schweben,
Ihr Blick von Trauer still gedämpft.

Zertreten von der Selbstsucht Schritt
Liegt ihr Herz ganz schutzlos bar
Geschwächt, fast tot vom Höllenritt.
Ihr Weg so furchtbar steinig war.

Geschwächt sind sie durch so viel Leben,
Doch war'n sie nie, nie dem Hass ergeben,
Sie beten noch für unsre Welt,
Die nun der Hand des Richters fällt.

Voll Schmerz, voll Trauer und voll Leid,
War'n jenen stets zu helfen bereit,
Die tief, so tief, sie fallen ließen
Und weg aus ihrem Herzen stießen.

Nun geh'n sie stumm mit ihren Wesen,
Die lang, so lange hier gewesen.
Und verzagt ihr Herz, das einst so teuer,
Vergehen auch sie im Sternenfeuer.


~Vile

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Querverweis auf weitere Beiträge:
- Engeln wird nur weh getan
- Sternenfeuer
- Dämmertief
- Jadestein



Geändert am 06.02.2002 um 15:17 Uhr von Vile
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Nutzer: Vile
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Anzahl Nachrichten: 195

geschrieben am: 06.02.2002    um 14:26 Uhr   
doppelposting
Geändert am 06.02.2002 um 14:50 Uhr von Vile
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Nutzer: Yvil
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geschrieben am: 07.02.2002    um 00:29 Uhr   
wunderschön geschrieben und doch so traurig und ehrlich...
sind wir wirklich schon am Ende? Gibt es keinen Grund mehr anzukämpfen?

Kein Engel/Krieger wird freiwillig diese Welt aufgeben... egal wie tief und fest der Schmerz in ihnen brennt...

Meiner kannst du gewiss sein...
Und der Richter dieser Welt waren wir selbst
Von Anfang an
doch ohne wissen dessen...

liebe grüsse
Fateangel

P.S. Hoffe ich hab das Gedicht nicht falsch verstanden...
pass auf dich auf.. ihdl
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