| "Autor" |
Erinnerungen |
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geschrieben am: 03.02.2002 um 22:52 Uhr
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Der Abend kam. Die Schatten fielen.
Rings an den Fenstern ward es hell.
Die Kleine, müd von Lauf und Spielen,
lag mir am Fuß im Bärenfell.
Die nackten Beinchen hochgezogen,
hielt sie in der kleinen Hand den Stift
und füllte meinen schönsten Bogen
mit Häkchen einer Runenschrift.
Rings warŽs so still, wie zum Gebete;
der emsŽge Stift nur raschelt leis . . . .
Es schrieb kein Dichter und Prophete
sein Weisheitsbuch mit größrem Fleiß!
Da plötzlich schmeichelnd mit den lieben
Äuglein mein Kindchen zu mir schlich:
„Weißt du, Papa, was ich geschrieben?“
„Ein Briefchen?“ – „Ja.“ – „An wen?“ – „An dich!“
„Goldkind, an mich? Was steht darinnen?
Der Abend macht die Augen trüb . . .“
Und sie, nach lächelndem Besinnen: . . .
„Daß ich dich lieb habŽ, furchtbar lieb!“
Es floß ein letzter Sonnenschimmer
ums Köpfchen ihr mit goldnem Hauch –
„Das schreibst du mir im selben Zimmer?
SagŽs mir doch laut, dann weiß ichŽs auch.“
Da sah mich an das kleine Wesen
und reichtŽ das Blatt mir lächelnd hin:
„BehaltŽs, Papa, dann kannst duŽs lesen,
wenn ich mal nicht im Zimmer bin . . .“
. . . . O bittres Wort aus lieben Zeiten,
das du der Sehnsucht Flügel leihst!
Es schlug die Stunde längst zum Scheiden,
und dieses Zimmer ist verwaist.
Von deinem Jauchzen, deinem Lieben,
von all dem, was sich nie vergißt,
ist nur ein Blatt zurückgeblieben,
das wirr und kraus bekritzelt ist . . . . .
Sie weiß es nicht mehr, aber ich besitze
dieses Blatt Papier noch heute.
Ein glücklicher und still lächelnder Vater
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.02.2002 um 00:34 Uhr
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es ist wunderschön dieses gedicht,
es ist gut wenn wir das kritzel kratzel unserer kinder aufbewahren.
denn in diesem kritzel kratzel streckt die ganze liebe drin
und ich denke im wirklichen leben werden wir sie nie wieder so rein und unschuldig vorfinden. |
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