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geschrieben am: 12.02.2002 um 22:15 Uhr
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"Freund, ruf nach mir, ich steh' Dir bei,
Welch Not auch schon am Manne sei!
Nimm hin mein Schwert, mein Schild Dich schützt,
Wenn auch mir selbst er nie genützt..."
In naher Ferne schon erklingt,
Des Feindes Horn, der näher dringt,
Sein Ross rennt schnell, es trägt ihn treu,
Man hat verboten ihm die Scheu...
"Freund, siehst Du her? Ich steh Dir bei,
Was mir geschieht ist einerlei,
Denn Du bist, der am meisten zählt,
Für den mein Schild sich standhaft hält..."
Er reitet näher, Stück um Stück,
Er ist schon nah, 's gibt kein Zurück,
Sein Schwert, das hat er fest im Griff,
Die Klinge ist von feinstem Schliff...
"Freund, sieh ihn an, er will Dir Harm,
Und würd ich's dulden, ich wär voll Gram,
So steh ich vor Dir, schütz' nicht mich,
Ich halt den Schild hin, nur für Dich..."
Nun endlich ist er da, das Schwert in seiner Hand blitzt auf,
Ich heb das meinige, doch ist sein Ross im schnellen Lauf,
Sein Schwert trifft krachend meinen Schild,
So wie ich's dacht' hat er nach Dir gezielt...
"Freund, siehst Du das? Ich halt ihn fern,
Wenn auch er schaden würd' so gern,
Ich halte stand mit meinem Schild,
Bin Dich zu schützen nur gewillt..."
Und wieder kommt er schnell heran,
So schnell, dass ich nicht wenden kann,
Er trifft mich hart, mein Schild schlägt nieder,
Ich spür', es brennen mir die Glieder...
"Freund, sage mir, wo bist Du hin,
Da ich ja nun gestürzet bin?
Mein Schwert liegt still, sowie mein Schild,
Vor meinem trüben Auge schwebt Dein Bild..."
Der Feind steigt ab, er kommt mir zu,
Sein Schwert erhebt er hoch im Nu,
Er lässt es niedersausen schnell,
Nur wen'ge Bilder noch flammen auf hell...
"Freund, warst Du je, was ich gedacht?
Was hast Du nur mit mir gemacht?
So komm doch her und zeig Dich hier,
Stell Du Dich ihm.... und helfe mir...."
Doch ist's zu spät, er hämisch lacht,
Er hat bewiesen seine Macht,
Er hat zerschlagen, was Täuschung erlitt,
Doch dessen Treue, die nahm er gleich mit...
 Geändert am 12.02.2002 um 23:38 Uhr von HeavensRevenge |
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