| "Autor" |
Der Weg |
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geschrieben am: 04.12.2002 um 17:00 Uhr
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Der Weg
Kann nicht mehr sehen,
trau nicht mehr meinen Augen.
Kann kaum noch glauben,
Gefühle haben sich gedreht.
Bin viel zu träge,
um aufzugeben.
Es wäre auch zu früh,
weil immer was geht.
Wir waren verschworen,
wären füreinander gestorben,
haben den regen gewogen,
Vertrauen geliebt.
Wir haben versucht,
auf der Schussfahrt zu wenden.
Nichts war zu spät,
aber vieles zu früh.
Wir haben uns geschworen,
durch alle Gezeiten.
Wir haben uns verzettelt,
uns verzweifelt geliebt.
Wir haben die Wahrheit
So gut es ging, verlogen.
Es war ein stück vom Himmel,
das es nicht gibt.
Du hast den Raum mit Sonne geflutet,
hast jeden Verdruss ins Gegenteil verkehrt.
Nordisch nobel- deine sanftmütige Güte,
dein unbendiger Stolz.
Das Leben ist nicht fair.
Den Film, getanzt,
in einem silbernen Raum.
Auf einem goldenen Balkon
Die Unendlichkeit bestaunt.
Heilos versunken, trunken,
und alles war erlaubt.
Zusammen im Zeitraffer.,
Im Sommernachtstraum.
Du hast den Raum mit Sonne geflutet,
hast jeden Verdruss ins Gegenteil verkehrt.
Nordisch nobel- deine sanftmütige Güte,
dein unbendiger stolz.
Das Leben ist nicht fair.
Dein sicherer Gang,
deine wahren Gedichte,
deine Würde,
dein unerschütterliches Geschick,
Du hast der Erfühlung deine Stirn geboten,
hast ihn nie verraten, deinen Plan vom Glück.
Ich gehe nicht weg, hab meine Frist verlängert,
neue Zeitreise auf eine Welt,
habe dich sicher in meiner Seele.
Ich trag dich bei mir, bis der Vorhang fällt.
Herbert Grönemeyer
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geschrieben am: 04.12.2002 um 19:48 Uhr
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