Auf den Beitrag: (ID: 33139) sind "5" Antworten eingegangen (Gelesen: 452 Mal).
"Autor"

Herbst

Nutzer: Iram
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geschrieben am: 28.09.2005    um 10:58 Uhr   
Falten mürren sich im trüb gefleckten Blatte.
Braunes Alter punktet wenig reg zum letzten Weg,
der adernd über Farb' sich legt.

Trockner Schorf überzieht es wie die Ratte.
Purpurrot verkrustet sich die Weise auf die sie häufig leise,
den Tod erhält zum fürstlich lockend Preise.

Penetranter Sturm zerrt an dem schüttern Aste.
Erstarrte Finger klammern sich ohn' Leben an längst verdorrte Reben,
die weder Saft noch Süße geben.

Der scharfe Wind vergeht gleich unhöflichem Gaste.
Ein lau fließendes Wehen hat vertrieben mit fein tröpfelnden Hieben,
die sich in Luft und Schmutz verlieben.

Sanfter Regen verendet im warmen Licht der Sonne.
Ein letzter Tropfen fällt so weich wie Watte auf letzt hängendes Blatte.
Es löst sich schwach und fällt und fällt
zur Erde,
die sein Grab enthält.
Geändert am 28.09.2005 um 10:59 Uhr von Iram

Geändert am 28.09.2005 um 13:47 Uhr von Iram
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Nutzer: Gast_sweety0018
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geschrieben am: 28.09.2005    um 11:58 Uhr   
Gefällt mir gut, Rhythmus und Aussage kommen daher, als wollte die Natur im letzten Aufbäumen noch einmal ihre Stärke unter Beweis stellen. ;)

Allerdings verstehe ich den Zeilenumbruch am Schluss nicht ganz.
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Nutzer: _Soul_
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geschrieben am: 28.09.2005    um 12:22 Uhr   
kann nur zustimmen... sehr schön *lächel*
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Nutzer: Iram
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geschrieben am: 28.09.2005    um 13:35 Uhr   
Hm, ich neige dazu Lesepausen als Zeilenwechsel zu schreiben. Vielleicht erklärt es sich daraus schon.
Auch, weil das gesamte Gedicht auf diesen letzten Vers hinaus läuft. Schließlich wollte ich damit nicht nur das Vergehen eines Blattes, sondern auch eines Lebens, beschreiben.
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Nutzer: TomWelles
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geschrieben am: 28.09.2005    um 13:47 Uhr   
Dafür ist aber kein weiterer Absatz nötig. Der wirkt nämlich so als wolltest du den Leser mit deinem Climax förmlich erschlagen und das ist überflüssig, weils aufgesetzt wirkt. Ansonsten gut.
"Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen." George Bernard Shaw
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Nutzer: Iram
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geschrieben am: 28.09.2005    um 13:56 Uhr   
Heh, ich verstehe durchaus, was ihr meint und muss euch sogar Recht geben. Trotzdem widerspricht es mir aus irgendeinem Grunde zutiefst, das umzuändern. Mag jetzt exzentrisch klingen, aber ich kann mich gerade nicht dazu durchringen... Vielleicht, weil ich das Gedicht in einem bestimmten Zeitraum geschrieben habe, und nun im Nachhinein nicht mehr eingreifen möchte.
Deswegen kommt eure Kritik trotzdem bei mir an. Danke dafür, dass ihr euch Gedanken macht.

Btw: Die Bearbeitung war nur ein falscher Buchstabe in der dritten Zeile, da hatte ich mich vertippt. ;)
Geändert am 28.09.2005 um 13:58 Uhr von Iram
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