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Erhabenheit des Klangs

Nutzer: Engelsfall
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geschrieben am: 21.02.2002    um 16:27 Uhr   


Sie ließ sich fallen, hinein in die Stille,
und lautlos wich ihr der Atem hinfort,
es strebte davon ein mächtiger Wille
weg von dem Sirren der großen Städte,
weg von der Hektik menschlichen Seins,
von den eng gefugten Bahnen des Steins,
das Sehnen zur Ruhe nahm leise das Wort
als ob lang es geduldsam gewartet hätte,
so schloß sie Frieden mit allem -
mit einem Lächeln ergab sie sich ganz
in die Erhabenheit des Klangs.


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Nutzer: Engelsfall
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geschrieben am: 21.02.2002    um 17:23 Uhr   


mir geht es mehr darum daß man die meisten dinge
besser wahrnehmen kann, wenn man in ruhe ist... in ruhe mit sich selbst und der welt.

in der stille kann man einen wassertropfen fallen hören... und man kann sich die zeit nehmen zuzuhören. die einfachsten dinge erzählen uns oft am meisten, aber unsere gedanken an sich sind so "laut", daß wir oft nicht verstehen.

ich meine also mit der erhabenheit des klangs vor allem, aufgeschlossen zu sein, aufmerksam und offenen geistes an dinge heranzugehen, die man sonst übersehen würde.


gruß, engel


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Nutzer: Engelsfall
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geschrieben am: 21.02.2002    um 20:17 Uhr   

ich denke schon, daß es so etwas gibt. ich denke auch, daß es so etwas wie "gut" und "böse" gibt, ohne daß man an die klischees denken sollte dabei. die menschen tragen sowohl helle als auch dunkle seiten in sich, und allein diese tatsache gibt uns die macht zu wählen zwischen beidem. allein das ist schon ein grund, daß menschen so wichtig sind. so viele suchen nach gott, nach der dunkelheit, nach freiheit... nach idealen. ideale sind wie sterne: man kann sie nie erreichen, aber sich danach richten.

was ich jetzt damit sagen will ist: in meinen augen sind wir zu klein, um etwas absolutes, reines spüren zu können. unsere sinne sind nicht reif genug dafür. aber ganz wichtig: wir wachsen, wir wachsen über uns hinaus, erkennen und verstehen.

wenn man also eine reine stille finden kann, dann nur in und durch sich selbst. schon die griechischen philosophen glaubten weitgehend, daß alles wissen schon im menschen vorhanden ist und jedes lernen und erkennen nur ein erinnern ist. "erkenne dich selbst." (orakel von delphi).

warum also sind wir dennoch auf der welt, wozu brauchen wir sie dann? wieso reifen wir in ihr? in meinen augen ist es so, als wenn man in einen spiegel sieht. erst wenn man das getan hat, weiß man, daß es ein spiegelbild gibt. die welt ist zwar wesentlich mehr als ein werkzeug für uns um zu finden, was wir suchen, aber sie hilft uns dabei, das zu erreichen.

wer stille sucht, sollte lernen, allein sein zu können, das heißt: niemanden brauchen (aber nicht einsam sein). wer stille sucht, sollte in der welt sein, aber doch stets etwas außerhalb von ihr stehen, und die dinge mit anderen augen betrachten. man muß sich lösen können von ereignissen, die einen so sehr einbinden, daß man nicht mehr in der lage ist, sie aus einem gesunden abstand betrachten zu können. allerdings ist es auch sehr wichtig, dingen nah sein zu können. es ist eine gefühlssache.

die asiatische philosophie geht an derlei dinge mit einer erstaunlichen heiterkeit an. die kunst des "zen" ist zum beispiel einer der wege, um solche stille zu finden. es ist aber nicht der einzige weg. wer stille sucht, sollte vor allem sich selbst zuhören können, weil er nur dann versteht, wie er finden kann.

gruß, eine nachdenkliche
engel
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Nutzer: spirit_de
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geschrieben am: 22.02.2002    um 01:01 Uhr   
Hmm,

hier eine Kleine Geschichte über die Ruhe und wie ich sie fand:

Es Begab sich zu einer Zeit man sollte sie Frühling nennen, dass ich mich aufmachte den Wald zu erkunden. so schlenderte ich dahin die Sonne sie war noch nicht aufgegangen. Ich erreichte meinen Lieblingsort an diesem Walde ein kleine Lichtung versteckt und unberührt. Die Sonne stand noch tief und die Vögel erwachten so langsam aus ihrem Schlaf mit ihrem Gesang erhellten den Tag. Der Tau an den Bäumen und am hohen Gras der Lichtung glitzerte vor sich hin. Die Lichtung zog mich an ich konntenicht anders und Kniete mich in ihrem Mittelpunkt. Dort Schloss ich meine Augen und genoß die Stille die wahre Stille. Ein unbeschreibliches phänomän die Stille einer Reinigung des Geistes kommt sie gleich und um ehrlich zu sein so kann ich nicht mehr ohne diese Stille leben und immer wenn ich mich an diesen Momment zurück erinnere dann habe ich dieStille zurück.

Grüsse, ein sich zurückerinnernder
Spirit
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Nutzer: Vile
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geschrieben am: 22.02.2002    um 09:03 Uhr   

Die Suche, eine Ewigkeit
Und nie gefunden jene Stille.
Zu finden war ich stets bereit,
Verbissen führte mich mein Wille.

Ich schloss die Tore, Dunkelheit,
Verbannte Freude, allezeit
Und dann saß ich da ganz allein,
Mein Schluchzen soll't mein Partner sein.

Obwohl ich kein Geräusch vernahm
Die Lippen blau, die Hände lahm,
Erbebt' ich durch so mächt'ge Kraft.
Der Seele Schrei aus finst'rer Haft.

...

Und dann verstummte sie, taub geschrie'n,
Und ich alleine, weg nur, wollte flieh'n.
Doch meine Tore, so gut verschlossen,
Nur Sterbensangst kam in den Kopf geschossen.

So alleine und ohne Seele wie ich war,
War doch der Reaper immer da.
Seine Sense durchschnitt oft die Luft
Ohne Stille; der Tod mich ruft.

Stumm saß ich da, kälter wie im Grabe
Dem Tode näher als der Lebensgabe.
Doch auch hier konn't ich nicht einsam sein.
Konn't nur mir selbst mein Glück entzwei'n.


Ein Spalt,
Ein Strahl,
Ein Halt?
Eine Wahl?

Die schweren Tore knarrten laut,
Der Lärm mir fast die Sinne raubt.
Ob ich's vertrag, das helle Licht?
Glaube keinem Träumer nicht...

So halt ich's zu, das schwere Tor
Und blick zu jenem Licht empor,
Das schimmernd an der Deck' sich bricht
Und hör die Stimm', die zu mir Spricht.

Ihre Worte, in so weiser Wahl
Meine Seele, voller bittrer Qual,
Dass ich sie einlud in mein Heim,
...
..
.
Und nie mehr wollt ich einsam sein!

Die Wärme wieder zu mir drang
Wollt leben nun, ein Leben lang
Und länger wenn's sich so ergibt
Den Tode hat ich längst besiegt!

Und noch mehr Menschen traten ein,
So manche dumm und manche fein.
Doch freut' ich mich über ihr Lachen,
Entdeckte täglich neue Sachen,

Die mein Leben zu nem Leben machten.

Ohne Trauer, aber voller Liebe,
Und mit der Sonne warmen Duft;
Sicher gab es da auch Diebe,
Doch folgte ich des Lebens Ruf.

Und in meiner laut'sten Lebenszeit,
Als mein Herz vor Freude sprang,
Macht sich in mir was neues breit,
Als ich der Stille Gunst gewann.


~Vile
Ruhe kommt nicht mit der Nacht
Wie's Meiste hats stets der Tag gebracht!


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Nutzer: Engelsfall
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geschrieben am: 22.02.2002    um 16:53 Uhr   



Die Erhabenheit des Klangs


Ermüdet, ermattet, lag ich darnieder,
mein Leben, das regte sich kaum,
erschöpft und verbrannt war ich wieder,
wach lag ich Stunden und Nächte,
wartend, daß Erlösung mir brächte
der Schlaf, doch es blieb ungestillt
mein Verlangen, und fest gewillt
zwang ich mich zum Schlafe hinab,
doch gefangen führt er nur ins Grab;
und schlafend blieb ich all ohne Traum.

Übersatt war mir mein Denken
geworden, es ging hin zur Übelkeit
mein Leben ins Bittere zu lenken,
so wie süße Früchte schon gären,
mehr als reif in sich verschwären;
wie diese Wunden, welche erst heilen
wenn schmerzlich geöffnet verweilen
die Risse und Blut strömen kann:
vielleicht muß man sterben, erst dann
wieder leben, wenn auch durch Leid.

Losgelöst blieb ich vom Rufen
der Welt in meinem Reich gefangen
im Zweifel hinunter alle die Stufen
viel mehr fallend denn steigend,
ich mir selbst den Weg zeigend
weiter hinab in den Untergang -
als jenes Lied wieder in mir erklang,
Und erst nun erfüllte mich ganz
jene ewig herrliche Resonanz
als mit meiner Stimme andere sangen.

~°~

Ich ließ mich fallen, hinein in die Stille,
und lautlos wich mir der Atem hinfort,
es strebte davon ein mächtiger Wille
weg von dem Sirren der großen Städte,
weg von der Hektik menschlichen Seins,
von den eng gefugten Bahnen des Steins,
das Sehnen zur Ruhe nahm leise das Wort
als ob lang es geduldsam gewartet hätte,
so schloß ich Frieden mit allem -
mit einem Lächeln ergab ich mich ganz
in die Erhabenheit des Klangs.



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Nutzer: Vile
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geschrieben am: 11.03.2002    um 23:43 Uhr   

Befreit durch seine tiefe Stille,
Erfüllt mich jener Hochgesang.
Mit ihm zu schwingen ist mein Wille
Weit erhaben ist der Klang.
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