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Der Clown

Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 24.02.2002    um 00:16 Uhr   
Der Clown

Und wieder einmal ist die Vorstellung aus.
Tausend kleine Hände klatschen dankbar Applaus.
Und wieder einmal flogen Dir die Kinderherzen zu,
Du wunderbarer Clown, Du einsamer Du,
Du einsamer Clown, Du wunderbarer Du!

Wer hat dem Messerwerfer Theobald
vor seinem Auftritt den Schnaps versteckt?
Es weiß doch jeder, wenn er nüchtern ist, dann trifft er schlecht.
Drei Zuschauer sind jämmerlich verreckt.
Es weiß doch jeder, wenn er nüchtern ist, dann trifft er schlecht.
Drei Zuschauer sind jämmerlich verreckt.

Und wer hat Snaky-Bill, den Schlangenmensch,
heimlich in die Stadt gebracht?
Hat ihn verkauft an diese große Lederfabrik,
die jetzt aus Snaky-Bill Handtaschen macht.
Hat ihn verkauft an diese große Lederfabrik,
die jetzt aus Snaky-Bill Handtaschen macht.

Dem Elefantenpaar, dem Bimbo und seiner Bimbabraut,
hat wer ein Pornoheft zum Anschau'n gegeben.
Es ist kein Wunder, daß der Zirkus bald ein Trümmerhaufen war,
jedes Erdbeben ist ein Dreck dagegen.
Es ist kein Wunder, daß der Zirkus bald ein Trümmerhaufen war,
jedes Erdbeben ist ein Dreck dagegen.

In ihren Wohnwagen verkrochen, heult sie schon
seit Wochen, die Dame ohne Unterleib.
Welcher Strolch schrieb ihr diesen Brief, daß er sie so liebt
und ein Kind von ihr haben möcht'.
Welcher Strolch schrieb ihr diesen Brief, daß er sie so liebt
und ein Kind von ihr haben möcht'.

Und so wird jede Nacht, eine böse Tat vollbracht,
und Sie fragen sich sicherlich, wer dieser Schuft denn eigentlich ist,
Sie werden lachen und Augen machen,
Sie werden es nicht glauben, es ist der Clown!
Sie werden lachen und Augen machen,
Sie werden es nicht glauben, es ist der Clown!

Und die Moral von der Geschieht',
trau' diesen Spaßmachern nicht,
mit all den Farben im Gesicht,
sieht man die wahre Fratze nicht!
Und es soll wissen jedes Kind,
daß da meist böse Menschen sind,
unter den Clowns dieser Welt!
Ja, es soll wissen jedes Kind,
daß da meist böse Menschen sind,
unter den Clowns dieser Welt!

Ludwig Hirsch
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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 24.02.2002    um 00:27 Uhr   
Hab ein paar Lieder von Ludwig Hirsch neulich mal bei Freunden gehört und die "bittersüssen" Texte haben mir gefallen.

Lama
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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 24.02.2002    um 00:37 Uhr   
Der Herr Haslinger

Der Herr Haslinger, seit Jahren in Pension,
die beiden Kinder erschreckend groß und längst davon,
seine Frau, die hat den Krieg damals nicht überlebt,
es ist rührend, wie lieb er heute noch von ihr red',
der Herr Haslinger, der im Stiegenhaus alle so freundlich grüßt,
der drunt im Beserlpark die kranken Blumen heimlich gießt,
der der dicken Nachbarin immer wieder gerne Komplimente macht,
der über seine harmlosen kleinen Witzerln selbst am meisten lacht,
es haben ihn-alle, die ihn kennen, irgendwie gern,
diesen netten, etwas schrulligen, alten Herrn.

Im Winter, wenn die kranken Blumen doch gestorben sind,
da sitzt er trotzdem auf an Bankerl, trotz Schnee und Wind,
dann tut er Tauben füttern drunt im Beserlpark,
die Viecherln leiden, so meint er, grad im Winter halt besonders arg,
tja, und so lebt er halt tagein tagaus dahin,
zwischen Beserlpark und dicker Nachbarin,
mit sein' Blumensommer und sein' Taubenwinter -- ja, noch etwas,
der Herr Haslinger liebt natürlich auch Kinder,
und so schaut er jeden Samstag, wenn er kann,
sich bei der Volksschul die Taferlklassler an.
Da sind die Lausbuben mit der kurzen Lederhosen,
mit Guggerschecken auf der frechen kleinen Nasen,
da sind die Mäderln, mit süßen blonden Lockerln,
mit weißen Schuhen, mit kurzen schwarzen Rockerln,
und auch die Kinder haben ihn irgendwie gern,
diesen netten, etwas schrulligen, alten Herrn.

Es ist jetzt Nacht, der Beserlpark geschlossen,
die Tauben satt, die Blumen sind gegossen,
unser Herr Haslinger begibt sich jetzt zur Ruh,
unten am Fluß treiben zwei weiße kleine Schuh.
Ja es haben ihn alle, die ihn kennen, irgendwie gern,
diesen netten, etwas schrulligen, alten Herrn.

Ludwig Hirsch
Geändert am 24.02.2002 um 00:39 Uhr von BlueLama
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Nutzer: falconwing
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geschrieben am: 24.02.2002    um 03:46 Uhr   
.
Geändert am 14.04.2002 um 04:44 Uhr von Falconwing
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Nutzer: falconwing
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geschrieben am: 24.02.2002    um 03:53 Uhr   
Ich Lieg Am Ruckn


I lieg am Ruckn und stier mit zugmachte Augen in die Finsternis.
Es is so eng und so feucht um mi herum, i denk an dich.
I kann's noch gar net kapieren: Du liegst heut nacht neben mir -
und i frier -
Wie lacht der Wind, wie weint der Regen, i moechtet's so gerne hoeren!
Du kannst dir's net vorstellen des beinharte schweigen, da vier Meter
unter der Erden.
Die Schuh auf Hochglanz poliert, ein'n Scheitel haben's mir frisert.
I frag mich wofuer?
Aber vielleicht stehst grad da oben mit ein paar Traenen,
und vielleicht sickert eine, a kleine zu mir durch?
A ganz heisse, bitte, bitte, lass eine fallen,
weil mir is so kalt, mir is so kalt.
Und wann s' dir erzaehlen, dass ein Toter um Mitternacht aus'm Grab
ausse kommt -
ja des waer schoen, is aber ein Schmaeh - es gibt ka Geisterstund!
I schwoer dir's, i hab's probiert: Kein Millimeter hab i mi gruehrt -
I will zu dir ...
Was is'n des, des komische Krabbeln bei die Zehen da vorn?
Jessas Maria, der erste Wurm!
Du liegst da und kannst di net ruehren, die Wuermer krallen dir ins
Hirn,
und sie dinieren.
Aber vielleicht stehst grad da oben mit ein paar Traenen,
und vielleicht sickert eine, a kleine zu mir durch?
A ganz salzige, bitte, lass eine fallen auf mein Grab!
Vielleicht koenn' ma d' Wuermer damit verjagen.
I lieg am Ruckn und stier mit zugmachte Augen in die Finsternis.
Es is so eng und so feucht um mi herum, i denk an dich.
A Hoffnung is noch in mir: Vielleicht tun s' mi exhumieren?
Dann geh i in d' Bliah und komm zu dir und hol dich zu mir,
damit i net gfrier.


Liedertexte, die zum Nachdenken anregen....

*gruß aus Österreich mit Altwiener Abstammung....*

Falcon
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geschrieben am: 24.02.2002    um 03:54 Uhr   
ahh...noch ein Austro-Kenner!!

Gruss Lama
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