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"Autor"

Willkommen&Abschied

Nutzer: Myve
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geschrieben am: 25.02.2002    um 18:28 Uhr   
Es schlug mein Herz. Geschwind, zu Pferde!
Und fort,wild wie ein Held zur Schlacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht.
Schon stund im Nebelkleid die Eiche
Wie ein getürmter Riese da,
wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.

Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah schläfrig aus dem Duft hervor,
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr.
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
Doch tausendfacher war mein Mut,
Mein Geist war ein verzehrend Feuer,
Mein ganzens Herz zerfloss in Glut.

Ich sah dich, und die milde Freude
Floss aus dem süßen Blick auf mich.
Ganz war mein Herz an deiner Seite,
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosafarbenes Frühlingswetter
Lag auf dem lieblichen Gesicht
Und Zärtlichkeit für mich ihr Götter,
Ich hofft' es, ich verdient* es nicht.

Der Abschied, wie bedrängt, wie trübe!
Aus deinen Blicken sprach dein Herz.
In deinen Küssen welche Liebe,
O welche Wonne, welcher Schmerz!
Du gingst, ich stund und sah zu Erden
Und sah dir nach mit nassem Blick.
Und doch welch Glück, geliebt zu werden,
und lieben, Götter, welch ein Glück!

Copy by Johann Wolfgang von Goethe

Myve...
Geändert am 25.02.2002 um 18:29 Uhr von Myve
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