Auf den Beitrag: (ID: 33287) sind "3" Antworten eingegangen (Gelesen: 284 Mal).
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Skalder

Nutzer: Skalder
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geschrieben am: 02.03.2002    um 20:10 Uhr   
ich-der wanderer
durch eure welt, gebrechlichkeit schwächt euch
ich-der menschenfeind
eure seelen enthalten keinen stolz
ich-der kämpfer
in der schlacht gegen eure irrelevanz
ich-der nebelkrieger
ich wandere durch die ewigkeit
einsamkeit umgibt mich
einsamkeit vergibt mir
meine herrkunft aus eurem menschengeschlecht
der nebel, mein element
verschleiernd meine wut vor eurem angesicht
doch bin ich todbringend
mit dem nebel naht eure letzte schlacht
menschengeschlecht-eure ausgeburt-sich richtend gegen euch-vernichtend
ich-der wanderer
durch eure welt, gebrechlichkeit schwächt euch
ich-der menschenfeind
eure seelen enthalten keinen stolz
ich-der kämpfer
in der schlacht gegen eure irrelevanz
ich-der nebelkrieger
vergangenheitsgeflüster und menschengestank
verrieten mir den weg zur schlacht
ich, der ich auf ewig werde sein
euer lautlos schleichend schwarzer tod
siechend
keuchend
ruhmlos dahin
ihr schreit wieder nach eurem gott
die dunkelheit, des siegers zeit
fleischhügel säumen die gassen
ihr seid dem untergang geweiht

Skalder
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"Autor"  
Nutzer: Mirei
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geschrieben am: 02.03.2002    um 23:25 Uhr   


Reiter der Apokalypse


Die Christen glauben, sich daran zu erinnern,
daß einmal ein Stern am Himmel stand
heller als die Sonne und milder als das Mondlicht
und er war die Freudenträne ihres Herrn
daß sein Sohn geboren ward.
Er veränderte die Welt.
Aber nicht alles.
Und sehe ich heute in den Himmel auf
sind vier Sterne stets in meinem Blick.
Scheinen sie Dir auch gewöhnlich zu sein,
mir leuchten sie rot wie ewig frisches Blut.
Und ich ahne,
wessen Weg sie begleiten.

1.
Wo er seinen Fuß auf den Boden setzt
verdorrt und verwelkt die Erde,
versiegen die Bäche und Quellen.
Jedes Tier unter seinen Fingern
wird nur Haut und Knochen sein
und ist dem Untergang geweiht.
Sein heißer Atem verbrennt
gnadenlos die Früchte auf dem Feld
Seine Tränen sind kälter noch als Eis,
sie schneiden tief in Fleisch und Herz.
Wo er geht, wird nichts mehr übrig sein
denn er ist der
Hunger.

2.
Ein finsterer Dämon zieht über Land
der zu Menschen in vielen Gestalten kommt.
Einmal ist er schneller als jeder Klang
so daß Schreie zur Stummheit verdammt sind
und dann ist er langsam, kalt und grausam,
ein Perfektionist, der bedächtig seine Fallen stellt.
Er genießt, seine Saat erblühen zu sehen -
Haß, Zorn, Gleichgültigkeit in den Herzen.
Seine Gewalt bricht brutal über uns herein
und atemlos, machtlos sind wir nur noch
seinen Wirren, seiner Mordlust preisgegeben,
Denn er ist der
Krieg.

3.
Er scheint schwach unseren Augen so
daß seine gebeugte Gestalt Mitleid regt.
Seine bleichen Züge, die eingefallenen Augen,
keuchender Husten und seine zitternde Hand.
Ergreifst Du sie, um ihn zu stützen
so ist es hoffnungslos um Dich geschehen -
Von neuer Kraft getrieben verzehrt er Dein Fleisch.
Er ist der listigste und tödlichste Fuchs,
ein einfallsreicher Schelm des Leids.
Wenn er ein Haus zu besuchen wünscht
findet er Wege durch gut bewachte Türen
denn er ist die
Pest.

4.
Er ist der Reiter auf dem fahlen Pferd,
der unbeugsame Richter über alle Lebenden.
Gerecht nennen ihn die, die er erlöst,
ungerecht aber diejenigen, die er entführt.
Tatsächlich jedoch ist er keines von beidem.
Ohne Wahl und ohne Vorzug
aber auch ohne Mitgefühl
ist er vielleicht ein Träumer,
ein Suchender in der Welt
der eine unstillbare Sehnsucht
mit unser aller Leben füllt
denn er ist der
Tod


Nachwort

Es ist ihre Welt.
Sie hat uns nie gehört.
Ich sehe nun
einen fünften Stern aufgehen
und ich frage mich,
wem dieser Stern gehören mag.

(Engelsfall)


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Nutzer: Skalder
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geschrieben am: 03.03.2002    um 09:34 Uhr   
(ob es mein stern ist?)

Skalder
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"Autor"  
Nutzer: Skalder
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Registriert seit: 16.02.2002
Anzahl Nachrichten: 14

geschrieben am: 03.03.2002    um 14:36 Uhr   
bildnis der apokalypse

der wind, er weint verlorene tränen
der fluss, er droht das gelände zu schwemmen
jedem leben ein ende gesetzt
wird dir horde gegen die schöpfung gehetzt

der marsch der flammen hat begonnen
unser reich ward zurückgewonnen
herr über leben, herr über tod
ich bringe mein opfer, vater, ihren tod

sterbe, stirb, du wirst mich wiedersehen
sterbe, stirb, durch meine tore wirst du gehen
sterbe, stirb, nur der tod ist wunderschön

"ich werd leben, du bist tod. meine hände kleben blutrot"

der marsch der flammen hat begonnen
unser reich ward zurückgewonnen
herr über leben, herr über tod
ich bringe mein opfer, vater, ihren tod

"so tretet fest auf diese verbrannte erde
schaut über's land, wo eure väter ruh'n
fasst euer schicksal fest, auf das wir
niemals vergessen werden euer tun..."

Skalder
Geändert am 03.03.2002 um 14:36 Uhr von Skalder
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