| "Autor" |
eine kleine Träne |
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geschrieben am: 01.03.2003 um 07:50 Uhr
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An meiner Wimper hängt eine kleine Träne
Sie ist der ewigen Monotonie über
Wünscht sich nichts mehr, als auszubrechen
Sie will ihr eigenes Leben leben
Einen Freund, eine Freundin, einen Hund ...
Doch sie ist eine Träne
Ein solches Leben ist ihr nicht bestimmt.
Und doch ist es ihr sehnlichster Wunsch
Ihre Mutter und ihr Vater sagten einst zu ihr
"Du wirst einmal aus diesen Augen fließen,
Wenn du einst groß bist
Dann wird dein Ende da sein
Du wirst sterben
Das ist deine Bestimmung
So war es seit je her
So wird es immer sein und bleiben"
Die kleine Träne ging traurig ihres Weges
"Wie", fragte sie sich, "Wie soll ich ein so tristes Leben denn Überleben??
Ich will das nicht und ich kann so nicht"
Und leise rollte ein Tropfen über ihre Wange...
Sie kam an einen kleinen Weiher
Und da stand sie nun...
Selbst kleine Tränen in den Augen
Mutlos und traurig
Ein kleiner Vogel flog herbei
Und ließ sich auf ihrer Schulter nieder
"Warum weinst du?"
Fragte er die kleine Träne...
"Weil mein Leben vorbestimmt ist und ich es nicht ertrage...
Ich möchte nicht aus diesen Augen fließen und sterben müssen
Viel lieber wäre ich ein Vogel wie du
Du kannst fliegen wohin du willst"
Der Vogel betrachtete die kleine Träne einen Augenblick
Dann sagte er zu ihr
"Kleine Träne,
Das Leben eines Vogels birgt lauter Gefahren
Ich kann heute schon sterben
Doch du hast ein Leben voll Sicherheit
Keine natürlichen Feinde...
Und du stirbst erst, wenn deine Zeit gekommen ist..."
Die kleine Träne fing bitterlich an zu weinen
Und versuchte unter Schluchzen zu erklären
"Ich will diese Sicherheit nicht!
Ich möchte Abenteuer erleben
Möchte die Welt sehen
Möchte Freunde haben
Hier bin ich nicht glücklich..."
Der Vogel verstand und nickte.
Er nahm die kleine Träne auf seinen Rücken
Und gab ihr so die Flügel die sie nie hätte haben können.
Er flog mit ihr fort
Fort aus den Augen des Menschen
Die kleine Träne war fassungslos über so viel Freundlichkeit
Aber sie war auch sprachlos, denn das Leben "außerhalb" war ganz schön erschreckend
Der Vogel landete auf einem Baum.
Er erzählte der kleinen Träne
"Kleine Träne,
Einst wollte ich genau wie du mein Leben ändern...
Vollkommen ändern.
Ich habe es nicht geschafft,
Aber ich lebe anders, als ich gelebt hätte, wenn ich nichts getan hätte...
Ich will auch dir die Möglichkeit dazu geben.
Dort unten ist mein Nest
Dort habe ich vier kleine Vögel, etwa so alt wie du.
Ich bin sicher, sie möchten dich gern als Freund haben
Und so kannst du die Welt sehen, wie du es wolltest..."
Nun rannen der kleinen Träne Freudentränchen über die kleinen Wangen.
Sie umarmte den Vogel und dankte ihm für alles.
Sie flogen zu seinem Nest
Die kleine Träne schloss Freundschaft mit den Vogelkindern
Sie erfüllte sich ihren Traum, die Welt zu sehen
Und eines Tages,
Es war Mitte Juli
Da fing sie an, sich aufzulösen
Erst wurde sie kleiner und schwitzte unaufhörlich
Und dann stieg sie in den Himmel auf
Immer wenn es regnet erinnert sich die Vogelfamilie an die süße kleine Träne...
Bedenke, es gibt vieles was man tun möchte, was aber unmöglich erscheint ... Doch mit den richtigen Freunden kann man das Meiste davon doch erreichen...
Schnuck Geändert am 01.03.2003 um 14:30 Uhr von Schnucky01 |
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geschrieben am: 01.03.2003 um 10:05 Uhr
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grins
gänsehaut bekommen...
total süss die geschichte,
nur sollte da nicht
(zitat)Doch sie ist eine Wimper (/zitat)
an einer Wimper,
oder
sie ist eine Träne
hin?!?
/drückz dich liep/ |
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geschrieben am: 01.03.2003 um 10:28 Uhr
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gefaellt mir.
richtig sueß geschrieben.
~embraced.in.twilight~ |
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geschrieben am: 01.03.2003 um 10:49 Uhr
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Das ist wirklich sehr nett. *Dickes Lob*
Für mich ist es nah an Prosa, sehr nah. Ich liebe es, wenn es so nah an Prosa ist!! :-))
Gruß Lama |
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