| "Autor" |
Erlernung der Runen von Yggdrasill |
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geschrieben am: 22.05.2002 um 17:06 Uhr
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Neun Tage hing er im windigen Weltenbaume
vom Ger verwundet, nahm ächzend die Runen auf
HANGATYR, der mächtigen Seidr-Kunst gewandt
Midgards Hüter des Todes, Verderbens ;
Sein Schutz im Kampf und Ihm doch geweiht...
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.05.2002 um 08:06 Uhr
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..eine etwas andere Fassung:
Ich weiss, dass ich hing am windigen Baum
neun lange Nächte,
vom Speer verwundet, dem Odin geweiht,
mir selber ich selbst,
am Ast des Baums, dem man nicht ansehen kann,
aus welcher Wurzel er spross.
Sie boten mir nicht Brot noch Met;
Da neigt' ich mich nieder
Auf Runen sinnend, lernte sie seufzend:
endlich fiel ich zur Erde.
Hauptlieder neun lernt' ich von dem weisen Sohn
Bölthorns, des Vaters Bestlas
und trank einen Trunk des teuern Mets,
aus Odhrörir geschöpft.
Zu gedeihen begann ich und begann zu denken,
wuchs und fühlte mich wohl.
Wort aus dem Wort verlieh mir das Wort,
Werk aus dem Werk verlieh mir das Werk.
Runen wirst du finden und Ratstäbe,
sehr starke Stäbe,
sehr mächtige Stäbe.
Erzredner ersann sie, Götter schufen sie,
sie ritzte der hehrste der Herrscher.
Odin den Asen, den Alfen DŽa`in,
Dwalin den Zwergen,
Alswidr aber den Riesen; einige schnitt ich selbst.
Weisst Du zu ritzen? Weisst Du zu erraten?
Weisst Du zu finden? Weisst Du zu erforschen?
Weisst Du zu bitten? Weisst Opfer zu bieten?
Weisst Du, wie man senden, weisst, wie man tilgen soll?
Besser nicht gebetet, als zu viel geboten:
Die Gabe will stets Vergeltung.
Besser nichts gesendet, als zu viel getilgt;
so ritzt es Thundr zur Richtschnur den Völkern.
Dahin entwich er, von wannen er ausging.
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