| "Autor" |
§çh円enrõsè |
|
|
|
geschrieben am: 07.03.2002 um 19:25 Uhr
|
|
Weit hoch trug sie ihr zartes Haupt
Die roten Blüten wehten sanft im Wind
Bloß ihre Dornen, unschuldig geglaubt
Küßten schon so manches Kind
Die tadelnden Blicke, die auf sie gewandten
Mußte ertragen sie allein, nur sie
Mit Stolz in ihren Zügen ob des von ihr Verlangten
Bloß an Diesen dachte sie nie
Und trotzdem, der Stolz sollte es sein
Den sie büßen musste lernen
War er auch noch so klein
Man wollte bloß ihn entfernen
So war es wohl die mindeste Strafe
Ihr halbes Leben, nun getränkt von Ewigkeit,
Zu verbringen in tiefstem Schlafe
Ungeschützt von grausamer Bitterkeit?
Hass und Schrecken und Todesblicke
Mußte sie ernten zum feinen Dank
Doch hat sie all dies mit großem Geschicke
Aus ihren verlorenen Gedanken verbannt
„Kommet ihr Kinder, so helfet ihr
Seht ihr nicht? Sie ruhet hier
Schützt sie bloß vor jener Klage
Schützt sie bis zu jenem Tage“
Heimlichen, lautlosen Schrittes
Eilten die Kinder in ihre Festung hinein
Vorsichtigen, ganz leisen Trittes
Denn wollten sie unerkannt sein
Als das erste Kind sie dort erblickte
Und sah wie die Rose dort lag
Wußte es, wer es wohl schickte
Und wußte, es wäre der Tag
Nach einigen, wenigen Tagen
die die Kinder dort verbrachten
Erkannten sie schon im Waagen
Das die Blüten ganz langsam erwachten
Als sie die Augen dann geöffnet hatt’
Und sie zurückgewann ihr Leben
Trank sie sich an all dem satt
Was wurd ihr nun gegeben
Ganz langsam, in die lebendige Gabe
Drangen ihre Fänge ein
Hinterließen nicht eine Narbe
Wollte sie sanft doch sein
Ihre verschwommenen Gedanken
Betäubt von stummer Qual
Begannen allmählich zu schwanken
Durch Zeit, durch Raum, durch Saal
„Ich will euch danken, oh meine Kinder
Für dies, was ihr mir gabet
Dem einen mehr, den andren minder
Will euch nehmen, was euch plaget“
Ein sanftes Lächeln im Gesicht
Es schien so zart und rein
Doch war es dies nicht
Wollte es doch so gerne so sein
Was sie den Kindern einst versprochen
Erfüllte sie, so schwer es war
Kein Versprechen wurd von ihr gebrochen
So gab sie ihnen Danke dar
Doch wird niemand je erfahren
Welchen Preis die Blüten nahmen
Im Winde ragt stets ihr zartes Haupt
Die roten Blüten voll Stolz geglaubt
~*~ |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 07.03.2002 um 19:30 Uhr
|
|
Komm mein Kind laß dich umarmen
Ich tuÂ’ dir nichts, hab keine Angst
Willst du mich nun auch leis ermahnen
Ich glaube nicht das du es kannst
Lauf nicht fort
Bitte, bleib hier
Hier an diesem Ort
Ich bitte dich, vertraue mir
Komm mein Kind laß dich ansehen
Ich tuÂ’ dir nichts, hab keine Angst
Willst du nun auch Zeit erflehen
Ich glaube nicht das du es kannst
Denn sieh mich an
Ich sterbÂ’ dahin
Weil ich ohne dich nicht kann
Nicht leben kann, welch Sinn
Komm mein Kind laß mich nicht sterben
Ich tuÂ’ dir nichts, hab keine Angst
Willst du mein Schicksal auch ererben
Ich glaube nicht das du es kannst
Solltest du Kind
Ich hoffe nicht
Es erben, dann flieh
Geschwind
Dreh dich nicht um, sieh
Mir ins Gesicht
Und still habe ich Angst
daß du mich ermahnen, Zeit erflehen und mein Schicksal erben kannst
~*~ |
|
|
|
|
|
|
Top
|