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Hexenjagd |
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geschrieben am: 13.11.2002 um 07:42 Uhr
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Wer möchte nicht dabei sein, bei einem Ritt durch die Nacht,
Während der Mond über der Erde wacht.
Mit Schwertern und mit Feuer,
Gehen sie auf die Jagd nach diesen Ungeheuern.
Mit wilden schreien, wilden rufen,
Brennenden Fackeln und stampfenden Hufen.
Traben sie durch die finsteren Nächte,
Retten das gute, bekämpfen das schlechte.
Angekommen bei einem düsteren Haus,
Holen sie eine kleine Frau heruas.
Sie hat ihre Seele dem Teufel verkauft,
Und sich auf den Namen Satans getauft.
Hexe, es ist Zeit dich schuldig zu bekennen,
Auf dem Scheiterhaufen wirst du brennen.
Hexe, gestehe und sage die Wahrheit mir,
Du trägst die Seele des Teufels in dir.
Wir werden Holz und Feuer mischen,
Um dein Gedächtnis aufzufrischen.
Du wirst elends verbrennen,
Und uns deinen wahren Namen nennen.
Im Morgenrot beim ersten Sonnenschein,
Wirst du bereits die Asche sein.
Du kannst betteln, winseln und flennen,
Egal, du Hexe, du wirst brennen.
Sie wird angebunden,
Und angezunden.
Weit weg kann man die Flammen sehen,
Und wie die Männer um sie herum stehen.
Am Morgen, vom Winde verweht, man dich nie vergisst,
Weil du eine Hexe bist.
Nun ist er angebrochen der nächste Tag,
Und beendet die Hexenjagd!!
(unbekannt) |
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!
Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.11.2002 um 17:58 Uhr
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Hexennacht
Ganz märchenhaft und doch verschwommen,
bieten sie sich im Nebel dar.
Gestalten die so schnell zerronnen,
obwohl sie selbst in großer Schaar.
So strömen sie aus allen Ecken,
gemeinsam ist ein einzges Ziel,
die alten Riten zu vollstrecken,
ganz wie der alte Brauch es will.
Hexennacht ist heut im Blautann.
Auf einer Lichtung tief im Hain,
sammelt sich das Hexenvölkchen
bei der sieben Feuer Schein.
Verjüngt ist nun das alte Leben.
Das Ritual der Fruchtbarkeit
wird nächstes Jahr an gleicher Stelle
erneut vollbracht - zur richtgen Zeit.
Hexennacht - mit Levthans Feuer.
Nackte Leiber tanzen wild.
Hexennacht - und alle trinken
was aus großem Kessel quillt.
Hexennacht - das wilde Streben.
Hexennacht - ist heut erwacht.
Hexennacht - ein letztes Beben.
Hexennacht - dann ist's vollbracht
Verfasser : Eichenschild [Mondscheinlegenden] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.11.2002 um 18:23 Uhr
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Hex sitzt allein am Waldesrand
Hex sitzt allein am Waldesrand,
Rabe neben ihr.
Sinnt über das Leben nach,
Pentagramm auf ihrer Hand.
Krächzt der Rabe,
rauscht der Wind im Blätterwerk.
Kommt von fern ein Rufen,
unnatürlich, ungewahr.
Hex hört es nicht,
spricht Zauber gar unbekannt
Und doch in jedem Leben so vertraut.
Röte zieht sich übers Land,
gar ungewiss die Zukunft ist.
Rabe streckt die Flügel,
doch nicht zum Fliegen, als vor Schauer.
Der sich selbst nicht kennt,
das Unbekannte fürchtet.
Doch Hexenseele nicht so schnell zerbricht,
auch Folter, Feuer und Verfolgung übersteht.
Rabe putzt sich das Gefieder,
NÃcht Wiederfinden will die Hex das Alte.
Nicht folgen faulem Ruf der Macht.
Nutzen das alte Wissen über Dinge,
die verloren scheinen.
Sie braucht nicht nehmen böse Sachen,
die Natur es also gibt.
Der Rabe bleibt geduldig sitzen
wartend, schauend, ahnend.
Hex mit beiden Beinen steht im Leben,
suchend nach sich selbst sie ist.
Die Mondin schaut freudig zu.
Der Himmel ihr die Sterne zeigt.
Es eilt kein Ruf durchs Land,
doch Teufel nisten sich schon ein.
Nicht wissen will die Zukunft sie,
dem Schicksal anvertraut sich hat.
Rabe fliegt davon.
Hex sitzt allein am Waldesrand.
Nicht wissen dass Rabe war bei ihr.
Auch nicht wissen muss.
Sie weiss die Dinge gehen ihre Wege,
aber gehen wird sie ihren Weg.
Illah
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.11.2002 um 18:24 Uhr
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Du sollst leben!
Frühling war’s im ganzen Land
und Frühling auch in ihrem Sinn,
sie tanzte nach des Winters Fron
und lachte: Ich will leben!
Die Auferstehung uns’res Herrn –
O Freude! rief der Pfarrer aus –
die Osterglocken blühten hell;
die Lämmer: Sie soll’n leben!
Dem Bauern ist die Kuh verreckt:
"Das muss diese Hexe gewesen sein!"
Und als seine Frau im Kindbett starb,
nahm sie das Kind: Du sollst leben!
Ja, Leben war ihr einzig Ziel.
Sie tat, was sie konnte, und sie konnte viel.
Sie brachte vielen Freud und Heil
und lachte: Ihr sollt leben!
Doch Neider gibtÂ’s an jedem Ort
und gierig Denunziantenschleim.
Noch beim hochpeinlichen Verhör
schrie sie nur: Ich will leben!
Die heilige Inquisition
bricht jeden, den sie brechen will.
Und ihr, die doch nur leben will,
gilt das Urteil: Du mußt sterben.
Sie schreit zu Gott: Kann er das wollÂ’n?
Sie weiß nicht, wie man Leiden bringt.
Und selbst dem, der ihr Urteil spricht,
wünscht sie nur: Du sollst leben!
Die Jahre gingen in das Land,
von Scheiterhaufen trüb erhellt.
Und der das Todesurteil spricht,
der predigt: Ich bin das Leben.
Es wächst die Zeit, und Krieg und Not
und Not und Krieg – sie zieh’n vorbei.
Und jenem, der das Urteil sprach,
dem tönt es: Du sollst leben!
So lebt er fort, des Lebens müd,
bringt viele Menschen in den Tod.
Die Zeit geht hin, doch nicht um ihn,
er weiß nur: Du sollst leben!
Er ist sehr reich – er hat die Zeit –,
doch Gut und Geld bedeuten nichts,
zum Leben ewiglich verflucht –
sie schrie es: Du sollst leben!
Gewiß, daß er nie sterben darf;
Erlösung gibt es nicht für ihn.
Sein Gewissen läßt ihm keinen Schlaf.
Auf ewig: Du sollst leben!
MFG
Hoellisch
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