| "Autor" |
Fragen .... |
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geschrieben am: 13.03.2002 um 16:12 Uhr
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Am Meer, am wüsten, nächtlichen Meer
Steht ein Jüngling-Mann,
Die Brust voll Wehmut, das Haupt voll Zweifel,
Und mit düsteren Lippen fragt er die Wogen:
"O löst mir das Rätzel des Lebens
Das qualvoll uralte Rätzel,
Wörüber schon manch Häupter gegrübelt,
Häupter in Hieroglyphenmützen,
Häupter im Turban und schwarzem Barett,
Perückenhäupter und tausend andere
Arme, schwitzende Menschenhäupter --
Sag mir, was bedeutet der Mensch ?
Woher ist er gekommen ? Wo geht er hin ?
Wer wohnt dort auf den goldenen Sternen ?
Es murmeln die Wogen ihr ewŽges Gemurnel,
Es wehet der Wind, es fliehen die Wolken,
Es blinken die Sterne gleichgültig und kalt,
Und ein Narr wartet auf Antwort.
Heinrich Heine (1825/26) |
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