Auf den Beitrag: (ID: 33463) sind "1" Antworten eingegangen (Gelesen: 342 Mal).
"Autor"

Zwei für den Kranich

Nutzer: Yojimbo
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 11.11.2000
Anzahl Nachrichten: 162

geschrieben am: 07.04.2003    um 02:39 Uhr   
Kranichs blütenweiße Schwingen
verlorn an Bambushainen
Drei Federn rein wie Schnee
Drei Flocken voll von Schwermut
getränkt mit Abschiedswehen
fieln stumm in meine Blicke

Kranich fliegst im Gold der Sonne
zu Sommerprachts Gestaden
Dein Schweif zieht silbern über mich
spür sanftes Flügelschlagen
Bleibt mir allein der Weide Schatten
versteht mein einsam Klagen

-----------------------------------------------------

Der Fluß ward längst befreit vom Eise
Als ich ihn landen sah
Den Kranich dort am Ufer
so herrlich weiß
so blütengleich
wie Frühlings schönste Rosen
Ein Silberstreif vom Mond gesandt
dem Tage stolz getrotzt
Grazil schritt er die Au entlang
Fließt Königsblut im Tiere?
Schaut mich und ich gefriere
Liest du Gedanken Himmelsbote
Sprich was willst du mir sagen?
Die Augen diamantenscharf
durchdringen meine Seele
Ein Blitz
so schnell wie er gekommen
ward er auch schon entschwunden
Die Schwingen fassen Frühlingswind
und kehrten nicht zurück
Doch ließ er mir Erinnerung
Als Feder dort im Grase
Dem Haupt als Schmuck
ziert Engelsblut
seitdem der Liebsten Krone
  Top
"Autor"  
Nutzer: nightrose
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 9122

geschrieben am: 07.04.2003    um 10:34 Uhr   


schöne Zeilen
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

  Top