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Das Verlorene Herz |
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geschrieben am: 15.03.2002 um 22:23 Uhr
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mal was zum grübeln und insich kehren:
Das verlorene Herz
„Wieder sitze ich einsam und alleine in meinem Zimmer. Keiner da der mich tröstet, noch nicht einmal mein Freund, der sonst nicht von mich ablassen kann. Was ist bloß los mit ihm? Will er mich nicht mehr? Hat er eine andere? Ich will ihn jetzt in meine Arme nehmen, ihn Küssen und nicht mehr los lassen! Ihn auf mein Bett ziehen und mit ihm rum albern.
Das letzte mal als ich so einsam war, als ich meine Freundin verlor. Einfach tot ist sie. Und kommt nicht wieder, Ich vermisse sie so sehr. Vor einem Jahr rief ich bei ihren Eltern an und ihre Mutter war so komisch. Dann fing sie an zu heulen und sagte: „ Ach, Candy; Alexa hat sich die Pulsadern aufgeschnitten und ist daran gestorben. Sie...“ Das war alles was sie raus brachte. Sie war doch erst 18 Jahre und schon so ein seelisches Wrack?? Ich verstehe das nicht. Ich lag Nächte lang in meinem Bett und habe geheult. Ich hatte nichts mehr gegessen und in der Schule hing ich voll ab. Ich machte mir Vorwürfe, dass ich nicht so oft für sie Zeit hatte. Aber im nachhinein ist man immer schlauer. Und nun, will mich mein Freund auch alleine lassen? Will er sich trennen? Ich habe ihn jetzt seit 2 Wochen nicht gesehen und vermisse ihn mehr denn je. Doch so ist das Leben. Freunde gehen in den Urlaub ohne einen mit zunehmen. Solche Leute mag ich nicht.“ Das war Candys Eintrag in ihr Tagebuch. Sie raffte sich auf um etwas Baden zu gehen, da es 30°C im Schatten sind und sie sich noch etwas bräunen will bevor ihr Freund von den Malediven wieder heim kommt. Seit ihre Freundin sich das Leben genommen hat lebt sie ihr Leben viel intensiver als zuvor. Sie hatte seit dem Tod von Alexa viele Freunde doch niemand, der sie so toll trösten kann wie Tom. Er verlangt auch nichts von ihr was sie nicht will. Und so passiert es, dass sie Nächte lang durch reden und nichts machen außer kuscheln. Das machte sie am liebsten mit ihm; kuscheln. Sie fühlt sich in Tom`s Armen geborgen und wohl. Zufrieden lächelte sie, als sie ihn zu hause begrüßt. Tom hatte wirklich viel Farbe bekommen und Candy war richtig blas gegen ihn aber das störte die Zwei nicht. Sie schlossen sich in die Arme und waren froh wieder beieinander zu sein. Er erzählte wie der Urlaub war und sie hörte zu, wie wenn die Omi eine gute Nacht Geschichte den Kindern erzählt. Sie hatte das Gefühl, er gebe ihr alles. Freude, Glück, doch wenige Tage später brach diese Idylle zusammen, als Candy erfuhr, dass er sie nur ausnutzte. Sie schenkte dem kein Glauben doch als die Gerüchte so hart wurden, die z.B. behaupteten er würde neben ihr noch mit weiteren Frauen in die Kiste hüpfen, hackte sie nach und Tom bestätigte ihr dies, ohne auch mit der Wimper zu zucken oder gar sich für sein verhalten zu entschuldigen.
Sie verwies ihn ihres Zimmers, ihres Hauses, ihrer Nähe, sie wollte alleine sein. Doch sie war nicht nur alleine, sie war einsam. Einsam im Herzen. Wie konnte er ihre Gefühle so verletzen? Er hat alles geraubt, nichts mehr da gelassen. Ihr ihre Lebensenergie genommen. Die Lust zu Leben. So entschied sich Candy auch zu sterben. Sie wusste, dass ihre Eltern in 3 stunden wegfahren würden, bis dahin würde sie alles vorbereiten. Sie beschloss Tabletten zu nehmen und sich die Pulsschlagadern auf zu schneiden. Sie schrieb kurz vor ihrem Tod:
Liebe Eltern,
für mich hat das Leben keinen Sinn mehr. Mein Freund hat mich verlassen und
meine beste Freundin ist seit einem Jahr tot. Seit ihrem Tod mache ich mit allen
männlichen Wesen rum die es gibt. Tom war der erste, bei dem ich mich wohl
gefühlt hatte und nun mein Herz tut weh und ich bin einsam. Man hat mich total
verlassen. Keiner kann mir noch helfen. Der beste Ausweg , den ich gefunden habe
ist der Tod. Ich werde euch immer Lieben.
Candy
Sie schluckte die Tabletten, nahm ein Messer aus der Küche, schnitt sich die Adern entlang den Armen auf; legte sich auf ihr Bett und schlief ein. Sie erwachte nicht mehr. Man fand sie erst 5 Tage später. Die Eltern waren am Ende und fragten sich warum man ihnen ihren liebsten Schatz nehmen musste.
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