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"Autor"

Heimlich (co) PUR

Nutzer: dieSweet
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Anzahl Nachrichten: 381

geschrieben am: 20.03.2002    um 21:38 Uhr   



Heimlich



sie kann sich nicht beklagen
eigentlich geht es ihr doch ziemlich gut
na ja, sie weiß, nach so vielen Jahren
fehlt das Feuer,
doch bleibt ihr immer noch
etwas von der wärmenden Glut

da sind die ersten kleinen Falten
auf ihrer immer noch recht jugendlichen Haut
oh ja, sie hat sich wirklich gut gehalten
doch seine seltenen Komplimente
klingen viel zu vertraut

sie ist Hausfrau und Mutter
hat beides gewollt, doch da war irgendwann auch mal mehr
manchmal fragt sie sich war das alles
doch dann räumt sie hinter den Kindern her

heimlich träumt sie sich fort
heimlich sucht ihre Liebe den fast schon vergessenen Ort,
wo heimliche Wünsche vergeh' n
heimlich, in Arme, die zärtlich versteh' n

früher war er anders
sie waren frisch verliebt, das ideale Paar
er war erfolgreich und dann die Heirat
und die Zukunft war schon immer völlig klar

ja, sie weiß, was sie hat
doch sie spürt, was ihr fehlt
und ihr Hunger ist längst nicht gestillt
sie wischt Staub und bleibt steh' n
an der Wohnzimmerwand vor dem süßen Familienbild

heimlich träumt sie sich fort
heimlich sucht ihre Liebe den fast schon vergessenen Ort,
wo heimliche Wünsche vergeh' n
heimlich, in Arme, die zärtlich versteh' n

und der junge Mann, der sie im Traum besucht
kümmert sich und betet sie an
und sie hofft und sie fürchtet den Augenblick
da sie ihn wirklich trifft,
denn-was dann?
ICH BIN NICHT SO WIE IHR MICH WOLLT
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"Autor"  
Nutzer: Ronsard
Status: Profiuser
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Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 164

geschrieben am: 25.03.2002    um 14:48 Uhr   
ein kalter shauer jagt
mir durch die haut
aus dem gedächtnis nie gelöscht.

warum in jener nacht
was hast du nur gedacht
was hat die zweifel weggewischt?

die tiefe traurigkeit in dir
dafür fehlte das gespür
hab ich ganz anders als dein lächeln
im trubel übersehn.

"drachen sollen fliegen" war dein lieblingslied
und in jener nacht hast du es wahr gemacht
und bist losgeflogen
ganz ohne flügel aus dem 13.-stock.

du hast dein ende selbst gewählt
hast dich mit leben so gequält
doch war das fair? war das nicht feige?
du gibst keinem mehr 'ne chance.

erst wenn dein letzter vorhang fällt
erst dann verliert die welt
den mut für dich, ich wünsch' dir trotzdem
alles gute, da, wo du jetzt bist.

du warst für jedem pfeil
schutzloses ziel
für diese welt zu viel gefühl.

was war der letzte tritt
zum allerletzten schritt?
hat die der todesrausch verführt?

dass du die antwort schuldig bleibst
und so die trauer nie vertreibst
ist rücksichtslos und tut genau den falschen,
die dich brauchen weh.

zu spät, um dir zu zeigen, was du hier versäumst
wie man hofft und träumt, kannst du dir denn
verzeihn, ich wollte
keine drachen fallen, sondern fliegen sehn.

du hast dein ende selbst gewählt
hast dich mit leben so gequält
doch war das fair? war das nicht feige?
du gibst keinem mehr 'ne chance.

erst wenn dein letzter vorhang fällt
erst dann verliert die welt
den mut für dich, ich wünsch' dir trotzdem
alles gute, da, wo du jetzt bist.

ich wünsch' dir
noch ein leben
noch ein leben
noch ein leben mit einer fairen chance

...


noch ein leben, PUR
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