Auf den Beitrag: (ID: 33572) sind "19" Antworten eingegangen (Gelesen: 725 Mal).
"Autor"

Von meinen Schmerzen

Nutzer: Engelsfall
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.09.2004
Anzahl Nachrichten: 616

geschrieben am: 21.03.2002    um 13:38 Uhr   


Es gibt Momente, da tut es mir weh
wenn das Telefon klingelt.
Oder meine Mutter einfach herein-
stürmt. In meine eigene Wohnung.
Mich schimpfend aus dem Bett holt
und wieder verschwindet, bevor
ich eigentlich verstand, was los ist.

Manchmal tut es wirklich weh,
wenn man mich allein läßt, immer
genau dann, wenn ich mal jemanden
bräuchte. Oder daß man mich dann
nicht wenigstens in Frieden läßt,
sondern meint, mich noch umher
scheuchen zu müssen wie angestochen.

Allermeistens tut es unheimlich weh,
denken zu müssen: Ihr könnt mich mal.
Ihr könnt mir glauben, anders wärs
mir lieber. Hört einfach nur auf,
mir diesen ganzen Blödsinn zu erzählen.
Wenn ihr nichts wichtiges zu mir
zu sagen habt... dann seid still.

Ganz selten tut es mir sehr weh,
wenn ich an Dich denken muß. Hab ich
denn Deinetwegen all die Schmerzen?
Das hab ich mich schon oft gefragt.
Gestern noch hättest Du klingeln
dürfen. Ich weiß es fühlt sich so an,
aber es gibt nicht viel, was ich

von anderen erwarte. Kleingkeit genügt.
Aber gestern bist Du nicht da gewesen,
als ich Dich gebraucht hätte.
Da bist Du einfach abgezogen.
Böse? Bin ich wohl eher nicht. Es
fällt mir schwer, böse zu sein. Weißt
Du, es tut nur manchmal unheimlich weh.


  Top
"Autor"  
Nutzer: Engelsfall
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.09.2004
Anzahl Nachrichten: 616

geschrieben am: 21.03.2002    um 13:48 Uhr   


das böse-sein ist manchmal eine gute medizin. aber leider kostet das auch einen preis, und den kann ich nicht bezahlen. wenn ich wirklich böse werde, dann wäre es das erste mal seit fünf jahren. ich würde alle leute verletzen, welche mir auch nur ansatzweise was bedeuten.

leider kann ich auf nichts bestimmtes böse sein. auf niemand bestimmten. es ist irgendwie seltsam, aber mir ist,
als hinge ich zwischen allem fest. es wäre sehr
ungerecht, dafür alle zu strafen, die mir irgendwie
schräg kommen.

es wird schon genügen, daß ich wenigstens drüber
schreiben kann

*sich mal nicht am lächeln versucht heute*


  Top
"Autor"  
Nutzer: Engelsfall
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.09.2004
Anzahl Nachrichten: 616

geschrieben am: 21.03.2002    um 13:52 Uhr   

*in fanyas richtung nickt*

ja, ganz genau. ganz genau so ists.
das schlimme ist, daß man manchmal nicht
mehr selber weiß, was man eigentlich bräuchte

davor hab ich angst, weil ich dann nichts
mehr dagegen tun kann


  Top
"Autor"  
Nutzer: Engelsfall
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.09.2004
Anzahl Nachrichten: 616

geschrieben am: 21.03.2002    um 14:02 Uhr   


auch das ist mir schon passiert, mehr als einmal.
allerdings hats mich noch nie glücklich gemacht,
wenn mein so vertrautes umfeld wieder mit vorliebe
in meinen wunden stochert.

letztlich gibt es nur einen, der mir helfen könnte.
das bin ich. dazu brauch ich ruhe. und die läßt man
mir nicht, weil man glaubt, daß ich dann vollends
den verstand verliere.

einige wenige menschen hätt ich auch gerne um mich,
aber... naja. wie in den vorigen beiträgen beschrieben.


  Top
"Autor"  
Nutzer: Engelsfall
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.09.2004
Anzahl Nachrichten: 616

geschrieben am: 21.03.2002    um 14:11 Uhr   


Jeder Mensch hat vier Gesichter:

Eines, wie er den anderen erscheint.
Eines, wie er sich selbst sieht.
Eines, wie er sein will.
Und eins, wie er wirklich ist.

(Asiatisches Sprichwort)



  Top
"Autor"  
Nutzer: Engelsfall
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.09.2004
Anzahl Nachrichten: 616

geschrieben am: 21.03.2002    um 15:07 Uhr   

mit einem lauten schlag flammten die scheinwerfer auf.
das flutlicht überströmte die bretter, die die welt bedeuten.
das war keine probe, das war blutige realität. und
schweigen, stille, absolutheit herrschte. es war alles
unvermeidlich geworden.

keine unerfüllbaren erwartungen. vielleicht ergebenheit in
das, was nun kommen mußte.

die schauspieler kamen von beiden seiten her auf die bühne.
sie trugen keine schminke, und sie sahen so aus wie immer,
ganz alltäglich in ihren straßenschuhen.

einige von ihnen blieben im hintergrund stehen. und wenn
jemand genau hinsah, dann konnte er feststellen, daß es
genau die waren, die lächelten.

es waren viele. sehr viele. genau genommen hätte man sie
nicht zählen können. die akteure in diesem stück, welches
mein leben bedeutet; man konnte sie zwar alle im blickfeld
behalten, doch wenn man genauer hinsah, dann schienen
sie zu verschwimmen. es war als seien sie gar nicht
greifbar.

wo war eigentlich das orchester? ah. richtig. das hatte
ich ja fortgeschickt. die schauspieler hatten sich jede
ablenkung verbeten. es war allein ihr tag. sie waren
als sie selbst gekommen.

sie sahen verhärmt aus im gnadenlosen licht. so fühlte ich
mich immer, wenn ich morgens aufstand und viel lieber
im dunkeln geblieben wäre. und auch, wenn ich das dunkle
nicht mehr ertrug. manchmal machen wir das licht nicht nur
an, um manche dinge besser zu sehen. manchmal machen
wirs auch an, um manche dinge NICHT zu sehen.

einige der schauspieler traten abwechselnd nach vorne.
sie sahen wütend aus, verletzt, und traurig. richtige
kellerkinder. und sie begannen zu erzählen, von unendlichem
leid. von einsamkeit. von tränen aus blut, die man
im herzen weint.

und die anderen, die, die lächelten, hielten sich zurück.
als haß an der reihe war, beschränkte er sich darauf,
mich bitter anzusehen, und wortlos wieder zurückzutreten.
mann, als ob ich das nicht gewußt hätte!

trauer mußte man wegbringen, weil sie nicht mehr aufhörte
zu weinen. wut randalierte auf der bühne und schaffte es,
einen scheinwerfer zu demolieren. verzweiflung brach
zitternd zusammen und mußte in ein krankenhaus. liebe
huschte irgendwo mit lampenfieber herum und zog es vor,
sich hinter dem vorhang zu verstecken.

als die ganze chose vorbei war, stand ich auf von meinem
mit rotem samt bezogenenen polstersessel. das licht blendete
ab. die schauspieler verließen ungeordnet die bühne. müde,
so über alle maßen müde, hob ich die hände und zollte
ihnen reskept. ich klatschte.

als dann im saal das licht wieder anging, ein milderes,
und ich mich umdrehte, da sah ich, daß ich ganz
allein bei meiner eigenen premiere gewesen war. ich
ließ meinen blick schweifen.

tränen hatte ich keine mehr, die hatte trauer alle
aufgebraucht. mit einem seufzen setzte ich mich einfach
wieder hin und wartete, bis das licht ausging, weil ich
die stromrechnung nicht bezahlt habe.

es war das einzige, was ich tun konnte.




Geändert am 21.03.2002 um 16:30 Uhr von Engelsfall
  Top
"Autor"  
Nutzer: Rhiannon
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.03.2006
Anzahl Nachrichten: 348

geschrieben am: 21.03.2002    um 20:13 Uhr   
ah... deine kunstvollen worte sind wie balsam auf meiner gepeinigten seele! muss mir erst mal alles übertragen, damit ich es mir immer wieder schön durchlesen kann.

Rhia
  Top
"Autor"  
Nutzer: xBroKenWinGx
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 21.03.2002
Anzahl Nachrichten: 72

geschrieben am: 21.03.2002    um 20:28 Uhr   
Dann lass mich fuer dich böse sein Engel
*dämonisch lächelt und sie mit roten Augen anfunkelt*
Ich denke du weisst wer ich bin wenn du diese Zeilen liest..
  Top
"Autor"  
Nutzer: Engelsfall
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.09.2004
Anzahl Nachrichten: 616

geschrieben am: 21.03.2002    um 21:01 Uhr   


ganz egal, was wir tun, es gibt immer jemanden, der
das gleiche tut. ganz gleich, was wir fühlen. es gibt
immer jemanden, der weiß, wie es um uns steht.

*sachte in rhias richtung lächelt*


*über die worte brokenwings nachdenken muß erst, auch
im erkennen.*

weißt, ich bin nicht einmal sicher, ob das möglich ist,
jemand anderen für sich sein zu lassen. aber wenn es
geht, dann ganz gewiß auf eine weise, die mit
"für sich da sein lassen" zu tun hat. ich bin wirklich
nicht sicher.

danke.




  Top
"Autor"  
Nutzer: xBroKenWinGx
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 21.03.2002
Anzahl Nachrichten: 72

geschrieben am: 21.03.2002    um 21:45 Uhr   
Es diente lediglich dazu dir zu zeigen das es auch Leute gibt die hinter dir stehn wenn du jemand brauchst *sanft lächelt* Aber nungut...auf bald
  Top
"Autor"  
Nutzer: Engelsfall
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.09.2004
Anzahl Nachrichten: 616

geschrieben am: 22.03.2002    um 00:16 Uhr   


ich warte immer auf die nacht
wenn das licht des tages verblaßt
dann hab ich die ruhe, um mich
an das zu erinnern, was ich sah.
dann hab ich die zeit, um es zu
verstehen.

wenn ich schlafe, dann möchte ich
meist nicht mehr aufwachen.
nicht, weil ich tot sein möchte.
nein, weil ich im schlaf
mich daran erinnern kann, was war.
an frieden.

danke für all das verstehen, an freunde, bekannte,
unbekannte. und danke auch fürs unverständnis. ich weiß,
daß beides wichtig ist.


  Top
"Autor"  
Nutzer: Vile
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 13.04.2001
Anzahl Nachrichten: 195

geschrieben am: 22.03.2002    um 10:02 Uhr   

Ruhe macht dir Lärm gewahr,
Frost lässt dich nach Wärme sehnen,
Vorsicht zeigt nur mehr Gefahr,
Und kruder Wind lässt mehr verstehen.

Was Tages Blüt' der Nacht gebracht,
Wie Liebe wecket frischen Zorn,
Wenn ich aus meinem Traum erwacht,
Werde ich erneut gebor'n.

Alles was du einst gewonnen,
Wert bekommt, wenn es zerronnen.


~Vile

  Top
"Autor"  
Nutzer: xBroKenWinGx
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 21.03.2002
Anzahl Nachrichten: 72

geschrieben am: 22.03.2002    um 10:56 Uhr   
ein letztes mal sehe ich noch die sonne untergehen und vergiese eine winzige tränedie nacht bricht herein und überflutet mich mit iher eisernen kälte kein tag wrd es mehr geben nur die nacht die ewige nacht meine seele versinkt in tiefen schmerzen und ängsten die so gross sind das sie vorher nichtgewagt hat daran zu denken ich schreie jedoch hilft es mir nichts es zerreisst mich nur weiter meineschreie die tief aus meiner seele kommen verstummen denn meine kraft ist am endemeine augenlieder werden schwer ich sinke zu boden und lasse die klinge aus meiner hand gleiten merke noch den letzten warmen schauerder durch meinen körper zuckt den letzten atemzug das letzte schlagen meines herzens dann ist alles still es kommt mirvor wie ein endloser traum indem es keine bilder gibt jedoch merke ich eine ungewohnte und beruhigende wärme bin ich tot? ich sehe mich noch ein letztes mal genauer um und stelle fest das alles weis ist und ein warmes helles freundliches und geborgenes gefühl der sicherheit ausstrahlt mein letzter gedanke: jetzt bin ich endlich erlöst! ein kleines lächeln erscheint auf meinen gesicht und ich nehme dieses wunderschöne gefühl nun für alle ewigkeit an!

Geändert am 22.03.2002 um 10:56 Uhr von xBrokenWingx
  Top
"Autor"  
Nutzer: xBroKenWinGx
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 21.03.2002
Anzahl Nachrichten: 72

geschrieben am: 22.03.2002    um 11:01 Uhr   
Das war ich vor nem halben Jahr Engel...mehr brauch ich dazu wohl nicht sagen...*sanft laechelt*
  Top
"Autor"  
Nutzer: xBroKenWinGx
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 21.03.2002
Anzahl Nachrichten: 72

geschrieben am: 22.03.2002    um 11:18 Uhr   
Doch manchmal braucht es nur "3 Tage" ein gefuehl der Einsamkeit in ein gefuehl der Zweisamkeit zu verwandeln *zwinkertz* Also Kopf hoch ;)
  Top
"Autor"  
Nutzer: NecroGaiasch
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 15.02.2001
Anzahl Nachrichten: 23

geschrieben am: 22.03.2002    um 20:49 Uhr   
ich sehe schmerzen und fühle die luft
weite die augen erblick meine gruft

im schwachen lichte des mondes schein
erkenn ich den staub so bitter fein

ob ein korn zwei drei oder vier
dennoch die frage was mache ich hier

mein blick ist bertrübt mein wesen geliebt
und doch such ich mehr bis es mich übergiebt

so fühlt ich mich noch vor langen zwei tagen
nach der woche mit dir konnt ichs nicht ertragen

doch meine nicht das es deine schuld war
sie liegt tief in mir ab heut ist es klar

denk nicht ich weis immer wann du mich brauchst
denk nicht ich weise dich ab wegen meinem herzen
denk nicht ich will alles enden was wir hatten
denk aber daran das ich dich wahrlich liebe, doch lass mir den raum den ich momentan beanspruche. ich wandel und sammel mich.. werde doch reifer.

so steh ich dirakt an meinem grab so arg
mit einem beim fühlend den stoff im sarg

die gruft ist mein kopf, dasgrab mein denken
so hoffe ich das wir uns nicht falsch lenken


in liebe EternalDarkness..
  Top
"Autor"  
Nutzer: Engelsfall
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.09.2004
Anzahl Nachrichten: 616

geschrieben am: 22.03.2002    um 22:15 Uhr   


all these dreamings,
all those pains,
i had enough a life long

all those hopeful
wounding chains
i feel they hold you strong

it never lasts,
it never dies
oh just let me borrow

all your sorrows
all your cries
will give them back tomorrow

there is just a thing
that you shall have to do
keep on to hold my heart,

and yes, it can be true.


*nebenher überhaupt kein englisch kann.*


  Top
"Autor"  
Nutzer: Engelsfall
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.09.2004
Anzahl Nachrichten: 616

geschrieben am: 28.03.2002    um 13:02 Uhr   


ich hab mich in den schlaf geweint
in der letzten nacht
wo kamen all die tränen her?
hast du sie mir gebracht?

manches hab ich schon gesehen
in der irren, wirren welt
kann noch vieles nicht verstehen
was man fremdes mir erzählt.

nur warum kann ich nicht ergründen
daß ich wieder tränen hab
daß man erst nun nach allen sünden
mir das weinen wiedergab.

wo liegt der frieden tief in mir
das hab ich einst gewußt
doch es schnürt das leben hier
in enge zu mir hals und brust.

auf einmal bin ich aufgewacht
mit nassen augen, wirrem haar
da hatte ich im traum gewußt
daß es liebe war.


  Top
"Autor"  
Nutzer: Rhiannon
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.03.2006
Anzahl Nachrichten: 348

geschrieben am: 07.06.2002    um 16:43 Uhr   

ich muss zugeben, ich glaube nicht an die liebe. das ist nur etwas für träumer, und träumer werden in dieser welt der fallen und gefahren nicht überleben. (also bin auch ich zum sterben verurteilt)
Wenn man angst davor hat, im herzen verletzt zu werden, ist es besser, man legt sich erst gar kein herz an. oder man baut einen festen panzer, damit nichts von außen herankommt. liebe ist so sinnlos. wozu dient sie denn? ist liebe nicht nur die befriedigung der eigenen triebe? fast so was wie instinkt... wir suchen uns den menschen, der unser erbgut in seinen kindern weiterträgt...
früher habe auch ich von der großen liebe geträumt. aber als ich dann merkte, dass es so etwas gar nicht gibt, schenkte ich mein herz einer unbekannten frau, die ich trotzdem geliebt habe, und ließ es von ihr davontragen. niemand kann mich verletzen, denn mein herz weilt nicht mehr in meiner brust.

herzlose Rhia
[herzlos aber stolz und zugleich sanft wie eine abendbrise]
  Top
"Autor"  
Nutzer: setesh
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.03.2001
Anzahl Nachrichten: 150

geschrieben am: 09.06.2002    um 10:17 Uhr   
Die Grenze zu finden zwischen "Ignoriert werden tut weh" und "Ich brauche keinen falschen Beistand" ist knapp gesteckt..

Gedankenverloren,

Setesh
  Top