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Romeo und Julia - Shakespeare |
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geschrieben am: 25.03.2002 um 16:21 Uhr
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Personen
E s c a l u s - Prinz von Verona
G r a f P a r i s, Verwandter des Prinzen
M o n t a g u e und C a p u l e t - Häupter zweier Häuser, welche in Zwist miteinander sind
R o m e o - Montagues Sohn
M e r c u t i o - Verwandter des Prinzen und Romeos Freund
B e n v o l i o - Neffe der Montague und Romeos Freund
T y b a l t - Neffe der Gräfin Capulet
E i n A l t e r M a n n , Capulets Obheim
B r u d e r L o r e n z o, ein franziskaner
B r u d e r M a r c u s, von demselben Orden
B a l t h a s a r - Romeos Diener
S i m s o n und G r e g o r i - Bediente Capulets
A b r a h a m, Bedienter Montagues
Peter
Drei Musikanten
Ein Page des Paris
Ein Offizier
Ein Apotheker
G r ä f i n M o n t a g u e
G r ä f i n C a p u l e t
J u l i a, Capulets Tochter
Juliens Amme
Bürger von Verona. Verschiedene Männer und Frauen, Verwandte beider Häuser. Masken, Wachen und anderes Gefolge.
[der Chor]
Die Szene ist den größten Teil des Stücks indurch in Verona; zu Anfange des fünften Aufzugs in Mantua.
(Der Chor tritt auf.)
C h o r.
Zwei Häuser in Verona, würdevoll,
Wohin als Szene unser Spiel euch bannt,
Erwecken neuen Streit aus altem Groll,
und Bürgerblut befleckt die Bürgerhand.
Aus beider Feinde unheilvollem Schoß
Entspringt ein Liebespaar, unsternbedroht,
Und es begräbt - Ein jämmerliches Los -
Der Väter langgehegten Streit ihr Tod.
Wie diese Liebe nun dem Tod verfiel,
Der Eltern Wüten, immerfort erneut,
Erst in der Kinder ende fand sein Ziel.
Das lehrt zwei Stunden euch die Bühne heut; (Dieser Thread ;-))
Wollt ihr geduldig euer Ohr dem leihn,
WollŽn wirŽs von Mängeln, woŽs noch not, befrein
(Ab.)
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.03.2002 um 16:53 Uhr
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Erster Aufzug
Erste Szene
Ein öffentlicher Platz
(Simson und Gregori, zwei Bediente Capulets, treten auf.)
SIMSON: Auf mein Wort Gregori, wir wollen nichts in die Tasche stecken.
GREGORI: Freilich nicht, sonst wären wir Taschenspieler.
SIMSON:Ich meine, ich werde den Koller kriegen und vom Leder ziehn.
GREGORI: Ne, Freund! deinen ledernen Koller mußt du beileibe nicht ausziehen.
SIMNSON: Ich schlage geschwind zu, wenn ich aufgebracht bin.
GREGORI: Aber du wirst nicht geschwind aufgebracht.
SIMSON: Ein Hund aus Montagues Hause bringt mich schon auf.
GREGORI: Einen Aufbringen heißt: ihn von der Stelle schaffen. Um tapfer zu sein, muß man standhalten. Wenn du dich also aufbringen läßt, so läufst du davon.
SIMSON: Ein Hund auds dem Hause bringt mich zum Standhalten. Mit jedem Bedienten und jedem Mädchen Montagues will ich es aufnehmen².
GREGORI:Der Streit ist nur zwischen unsren Herrschaften und uns, ihren Bedienten. Es mit den Mädchen aufnehmen? Pfui doch! Du solltest dich lieber von ihnen aufnehmen lassen.
SIMSON: Einerlei! Ich will barbarisch zu Werke gehn. Hab ichŽs mit den Bedienten erst ausgefochten, so will ich mir die Mädchen unterwerfen. Sie sollen die Spitze meines Degens Fühlen, bis er stumpf wird.
GREGORI: Zieh nur gleich von Leder, da kommen zwei aus dem Hause Montagues.
(Abraham und Baltharsa treten auf.)
SIMSON: Hier! Mein Gewehr ist Blank. Fang nur Händel an, ich will den Rücken decken.
GREGORI: Den Rücken? willst du reißaus nehmen?
SIMSON: Fürchte nichts vor mir.
GREGORI: Ne wahrhaftig! ich dich fürchten?
SIMSON: Laß uns das Recht auf unsrer Seite behalten, laß sie anfangen.
GREGORI: Ich will ihnen im Vorbeigehen ein Gesicht ziehen, sie mögenŽs nehmen, wie sie wollen.
SIMSON:Wie sie dürfen, lieber. Ich will ihnen einen Esel bohren; wenn sie es einstecken, so haben sie dem Schimpf.
ABRAHAM: Bohrt ihr uns einen Esel, mein Herr?
SIMSON: Ich bohre einen Esel, mein Herr.
ABRAHAM: Bohrt ihr uns ein Esel, mein Herr?
SIMSON: Ist das Recht auf unsrer Seite, wenn ich ja sage?
GREGORI: Nein.
SIMSON: Nein, mein Herr! Ich bohre euch keinen Esel, mein Herr. Aber ich bohre einen Esel, mein Herr.
GREGORI: Sucht ihr Händel, mein Herr³?
SIMSON: Wenn Ihr sonst Händel sucht, mein Herr: ich stehe zu Diensten. Ich bediene einen ebenso guten Herrn wie Ihr.
ABRAHAM: Keinen besseren.
SIMSON: Sehr wohl, mein Herr!
(Benvolio tritt auf)
GREGORI: Sag: einen bessern; hier kommt ein Vetter meiner Herrschaft.
SIMSON: Ja doch, einen bessern, mein Herr.
ABRAHAM: Ihr lügt.
SIMSON: Zieht, wo ihr Kerls seid! Frisch, Gregori! denk mir an deinen Schwadronierhieb.
(Sie fechten.)
BENVOLIO: Ihr Narren, fort! Steckt eure Schwerter ein; Ihr wisst nicht, was ihr tut.
(Tybalt tritt auf.)
TYBALT: Was? ziehst du unter den verzagten Knechten? Hierher, Benvolio! Beut die Stirn dem Tode!
BENVOLIO: Ich stifte Frieden, Steck dein Schwert nur ein! Wo nicht, so führ es, diese hier zu trennen!
TYBALT: Was? Ziehn und Friede rufen? Wie die Hölle Haß ich das Wort, wie alle Montagues.
Und dich! Wehr dich, du Memme! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.03.2002 um 17:00 Uhr
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danke Geändert am 25.03.2002 um 17:09 Uhr von Marienna |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.03.2002 um 09:16 Uhr
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1.Aufzud, 1.Szene
(Sie fechten.)
(Verschiedene Anhänger beider Häuser kommen und mischen sich in denStreit; dann Bürger mit Knütteln, Ein Polizist.)
EIN BÜRGER: He! Spieߎ und Stangen her! Schlagt auf sie los! Weg mit den Capulets! Weg mit den Montagues (Capulet im Schlafrock und Gräfin Capulet.)
CAPULET:Was für ein Lärm? - Holla! mein langes Schwert!
GRÄFIN CAPULET: Nein, Krücken! Krücken! Wozu soll ein Schwert!
CAPULET: Mein Schwert, sag ich! Der alte Montague Kommt dort und wetzt die Klinge mit zum Hohn.
(Montague nund Gräfin Montague)
MONTAGUE: Du Schurke! Capulet! - Laßt los, laßt mich gewähren!
GRÄFIN MONTAGUE: Du solltest dich keinem Schritt dem Feine nähern.
(Der Prinz mit gefolge)
Prinz
Aufrührische Vasallen! Friedensfeinde!
Die ihr den Stahl mit Nachbarblut entweiht!-
Wollt ihr nicht hören? - Männer! wilde Tiere!
Die ihr die Flammen eurer schnöden Wut
Im Purpurquell aus euren Adern löscht!
Zu boden werft, bei Buߎ an Leib und Leben,
die Mißgestählte Wehr auf blutŽger Hand!
Hört eures ungehaltnen Fürstens Spruch!
Drei Bürgerswitze haben dreimal nun,
Aus einem LufŽgen Wort von euch erzeugt,
Du alter Capulet und Montague,
Den Frieden unsrer Straßen schon gebrochen.
Veronas graue Bürger mußten sich
Entladen ihres ehrenfesten Schmucks
Und alte Speerß in alten Händen schwingen,
Woran der Rost des langen Friedens nagte,
Dem Hasse, der euch nagt, zu wiederstehn.
Verstört ih jemals wieder unsre Stadt,
So zahlŽ euŽr Leben mit dem Friedensbruch.
Für jetzt begebt eucht, all ihr andern, weg!
Ihr aber, Capulet, sollt mich begleiten.
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