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geschrieben am: 06.04.2002 um 14:21 Uhr
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Schatten meiner Selbst
Hier stehe ich, den Blick gen Boden gerichtet
Schmerz und Pein begleiten mich, bei jedem Gedanken
Sonnenstrahlen erwärmen das Land, hell und angenehm
Ein Schatten, allen ins Auge fällt, wandelt umher
Verachtung spiegeln seine Augen, Hass offenbaren seine Worte
Die Dunkelheit sein treuer Gefährte, doch Liebe sagt ihm nichts
Verschwommen, die Sicht, die ihn führt, verblasst, das Leben das er sieht
Frohlockende Stimmung, Vernügen unter der Menschenhorde
Die Stunden vergehen, alles lebt in Harmonie
Wie ein Fels, ein Keil, der das Licht spaltet, betritt er den Saal
Alle Blicke sind auf ihn gerichtet, der seine ruhig und schwach
Ein Schatten schlendert durch die Pforten, hinein in das Vergnügen
Gesucht hat er den Frieden, gefunden wurde er vom Hass
Einst war er ein Mensch der Liebe, Gefühle waren sein Leben
Es schlugen die Mächte des Schicksals zu, ein Wandel seines Wesens
Schwarz wie die Nacht, die Haut verblasst
Ein Melancholist ist geboren, die Welt verachtet ihn
Wer ihn kannte wusste, dass er verdorben war
Man sah ihn nicht mehr lachen, nicht mehr weinen
Gefühle haben ihn verlassen, sich selbst verdammend
Sein Blick erhob sich, als er sie sah
Verwirrt war die Masse, als sich ein Lächeln auf seine Lippen legte
Ihre Hand nahm er in die seine, hauchte zögernd einen Kuss darauf
Es folgten Tage des Glückes, Tage der Vernunft
In der Ekstase der Liebe, vergessen all das Grauen
Tage verstrichen, als er wieder kam, einen Leichnahm in den Armen
"So widerfährt es der Liebe, wenn man sie nicht nutzt", waren seine Worte
Die Blicke der Horde musterten ihn, und er lächelte schwach
Furcht stand in den Augen, die seinen funkelten grün und matt
Seine Hand hob er dem Ruf nach Hilfe, wurde jedoch nicht gesehen
Verabscheuend blicken die Menschen auf Ihn, doch er lächelt
Das Haupt erneut gesenkt, der Blick verfolgt schwach das Leben
Am Firmament leuchten die Sterne, in seinen Augen sind sie erloschen
Ein Strahlen, verweht
Ein Lächeln, vergangen
Die Wärme seines Herzens, verloren und gepeinigt
Und doch steht er erhaben umher, wissend, dass die Menschheit ihm nichts kann
Ein Schatten im Licht, ein Blickfang, ein Narr
Verspottet wird er, und doch gefürchtet
Die Schwarze Aura um ihn gleicht der Nacht, wird immer dunkler
Zieht die ihm Vertrauten in seinen Bann, vermochten sich nicht zu wehren
Seine Augen funkeln grün im Schatten, ein Licht der Hoffnung, der Boshaftigkeit
Alte Freunde ihn wiedersehen, Erinnerungen steigen empor
Selbst sie spotten über ihn, wollen ihn nicht mehr kennen
Abgeschoben von der Menschheit, und doch so begehrt
Der Schatten seines Wesens wächst wie die Nacht die Erde flutet
In den Händen trägt er Weisheit, im Herzen verspürt er kälte
Des Lebens überdrüssig, lebt er umher
Ein Schwert, jenes das Licht schneidet, so ist er zu beschreiben
Schwach und blass, doch starken Willens
Die Dunkelheit ist sein Zeichen, das Schicksal sein Diener
Ein Sklave des Bösen, doch ist er still und schweigend
Er wirft mit Rosen, schwarzen Rosen, die sein eigen Blut sind
Er spricht mit ruhiger Stimme, als wäre es der Wind, der die Blätter streicht
Sein Gang geschmeidig und leicht, als würde er schweben
Die Gedanken finster, und doch so wahr
Man fragt ihn, wer er sei
Seine blassen Lippen weiteten sich, ein Name wurde gesprochen
"Evil", das Wort hallte durch den Saal, füllte die Luft
Die Gesichter drehten sich zu ihm, erstaunt
Die Blicke waren vertraut, und doch so fremd
Der Schatten war einst ein Schimmer der Hoffnung
War einst des Menschens liebste Seele
Was geschah ? Eine dunkle Seele wurde daraus
Ein Traum, der hätte nie sein sollen
Eine Realität, die niemand wollte
Es ist der Schatten meiner Selbst, den ich hier beschreibe
Das Wesen, das ich bin, wird hier erzählt
Die Zeit, in der wir sind
Es ist das, was ich fühle und denke
Es ist der Schatten meiner Selbst, der sich meiner bemächtigt
Nur ein Gedanke, der hier beschrieben wird...
... nun hier habe ich versucht, ein Werk über mein derzeitiges Dasein zu verfassen, vielleicht ist es mir sogar gelungen, entscheidet selbst... adieu |
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