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Nutzer: anastassja
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geschrieben am: 13.04.2002    um 17:45 Uhr   
...schuf gott himmel und erde
aber nach vielen jahrmillionen
war der mensch endlich klug genug.
er sprach:
WER REDET HIER VON GOTT?
ich nehme meine zukunft selbst in die hand.
er nahm sie,
und es begannen die letzten sieben tage der erde.

AM MORGEN DES ERSTEN TAGES
beschloss der mensch,
frei zu sein und gut, schön und glücklich.
nicht mehr ebenbild eines gottes,
sondern EIN MENSCH.
und weil er etwas glauben musste,
glaubte er an die freiheit und das glück,
an die börse und den fortschritt,
an die planung und an seine sicherheit.
denn zu seiner sicherheit
hatte er den grund zu seinen füßen gefüllt
mit raketen und atomsprengköpfen.

AM ZWEITEN TAGE DER LETZTEN ZEIT
starben die fische in den industriegewässern,
die vögel am pulver aus der chemischen fabrik, das den raupen bestimmt war,
die feldhasen an den bleiwolken von der straße,
die schoßhunde an der schönen roten farbe in der wurst,
die heringe im öl auf dem meer
und an dem müll auf dem grunde des ozeans.
denn der müll war aktiv.

AM DRITTEN TAGE
verdorrten das gras auf den feldern
und das laub auf den bäumen,
das moos an den felsen und die blumen in den gärten.
denn der mensch machte das wetter selbst
und verteilte den regen nach genauem plan.
es war nur ein kleiner fehler
in dem rechner, der den regen verteilte.
als sie den fehler fanden,
lagen die lastkähne auf dem trockenen grund des schönen rheins.
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