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geschrieben am: 20.04.2002 um 14:51 Uhr
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man sagt, die menscheit stehe an einem scheideweg, und in dieser zeit trennen sich jene, die bleiben, wie sie sind, von jenen, die sich verändern.
man sagt, der glaube sei eine der größten mächte auf erden, stärker als wissenschaft, stärker als technik; wenn man beachtet, daß man mit jeder macht erst umgehen können muß.
man sagt, die welt selbst verändere sich, und aus diesem grunde lebten nun so viele menschen auf der welt, da diese zeiten so wichtig sind.
und manchmal hat es den anschein, als ob etwas erst gänzlich zu grunde geht, der völligen vernichtung seiner selbst sich anheim gibt, so daß alles zu ende zu gehen droht.
selbst wenn man wüßte, daß hinterher aus der asche ein grüner halm entstehen kann - selbst dann - kann man sich nicht sicher sein, daß man zu asche werden will.
es ist die unsicherheit, die uns weiter voran treibt.
treibt dazu, im kreise zu gehen.
wenn man von oben auf eine spirale blickt, erkennt man auch nur einen kreis.
man sagt, daß die wege durch die welt eigentümlich sind, und daß türen erscheinen, wo man sie nie vermutet hätte... obwohl sie immer da waren, und man sie nur nicht sah, weil man nicht auf die idee kam, den kopf zu wenden.
unsicherheit, kreislauf, ideen, kopfwenden; und ein zitat von sartre.
ich mag sartre, obwohl er sich vielfach verloren hat, er hat sich auch gefunden.
da sitzen die menschen mit ihren zahllosen berufen und jeder von ihnen dringt auf seine art und weise in die tiefe vor. jeder möchte verstehen, zerlegen, analysieren, begreifen, und daran wachsen.
kann man das, wenn man vergißt, wieder von den büchern aufzusehen und das ganze zu betrachten? wenn man immer weiter seine eigene welt in begriffe definiert und weiter verkleinert, bis daß man von den anderen nicht mehr verstanden wird?
es ist wichtig, daß die menschen auf der welt sind. wozu?
man frage die welt, sie weiß es sicher. doch bitte, bevor ihr fragt, lernt erst ihre sprache...
und man hüte sich davor zu glauben, daß dies, was heute stimmt, auch morgen noch richtig ist, denn das ist nicht so. man hüte sich aufzugeben, nur weil man heute verloren hat.
engel-zwischen-allen-zeiten
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