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Auszug aus der Geschichte "weiße tochter der cheyenne"

Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 02.05.2002    um 21:40 Uhr   
(...) "wir brauchen euren dometscher nicht", begann ich. "viele von uns können genügendt englisch, um zu verstehen, was ihr von uns verlangt. ich antworte euch darauf im auftrag meiner roten schwestern und brüder. es sind nicht mehr viele, für die ich sprechen kann; und diese klagen euch und eure Soldaten als mörder an. ich sehe, meine sprache scheint euch nicht zu gefallen, aber ihr werdet mir bis zum ende zuhören. die um euch versammelten krieger werden dafür sorgen, dass ihr nicht vor der zeit den wunsch verspürt zu gehen. solltet ihr die absicht haben, euch mit gewalt von hier zu entfernen, bevor ich es für richtig halt, werden sie euch mit freude ins jenseits befördern.
und wenn es unsere letzten kugeln wären, ich verspreche, für euch werden es genug sein. Sorge also dafür, dass die soldaten ihre finger von den waffen lassen, oder du bist der erste der stirbt."
schwarzes pferd wusste nicht, was ich vorgehabt hatte; aber er reagierte mit hellseherischer schnelligkeit, noch während ich sprach. ein, zwei blicke, ein wink mit der hand, und schon waren unsere gäste eingekreist. auch ich hielt mein gewehr entsichert in der hand.
lady custer war ein wenig blass um die nase, auch einige der offiziere. custer dagegen sah aus, als ob er gleich einen wutanfall kriegen würde. bevor er losbrüllen konnte sprach ich weiter.
"ich sehe, ihr seid über unseren freundlichen empfang überrascht. ja, habt ihr denn geglaubt, ihr könnt ein ganzes dorf dem erdboden gleichmachen, fast alle bewohner ermorden und verstümmeln und dann noch erwarten, wir hätten keinen anderen wunsch, als mit den mördern unserer brüdern und schwestern frieden zu schließen? ja, denkt ihr denn, die indiander sind kleine kinder die nicht mehr wissen, was gestern passiert ist? wenn wir euch nicht auf der stelle umbringen, dann nur weil eure weißen brüder mit unseren gefangenen cheyenne umgehend das gleiche täten.
immer wieder versprechen die weißen frieden und halten ihn nie. die herzen der inidaner weinen bei dem gedanken an all die schönen worte, die gesprochen, und all die unzähligen versprechen, die nicht gehalten wurden. grundlos überfallen eure soldaten friedliche indianerdörfer und bringen wehrlose alte, frauen und kinder um. auch unsere krieger sind zum sterben verurteil, denn was kann der indianer mit pfeil und bogen gegen repetiergewehre ausrichten? wie kann er mit dem kriegsbeil in der hand gegen kanonen überleben? in diesem aussichtslosen kampf werden die roten völker unterliegen, nicht nur weil sie die schwächeren waffen haben, sondern weil ihr leben von einem geist erfüllt ist, der sich nie mit eurem kleinlichen, unchristlichen pharisäertum verbinden lässt.
ihr bezeichnet die indiander als gottlose wilde. wie könnt ihr so anmaßend sein.. diese sogenannten wilden leben mehr nach euren religiösen geboten als die meisten von euch. sie haben achtung vor dem leben, glauben an eine höhere macht und an grundsätze wie gleichheit, brüderlichkeit, großmut, aufrichtigkeit und ehrlichkeit; etwas, das ihr schon lange nicht mehr kennt. aus ihrem glauben schöpfen sie ihr gefühl für freiheit und ihre starke, überwältigende liebe zur natur. (...)
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Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 02.05.2002    um 21:40 Uhr   
(...) wenn es wirklich einen gütigen hilfreichen gott gibt, von dem ihr so vile redet, dann wäre er für uns alle da. dieser gott würde keinen unterschied darin sehen, ob der mensch rot, weiß, schwartz oder gelb ist und ob er ihn großer geist, gott, manitu, buddha oder allah nennt.
ihr sprecht von den zehn geboten und mordet, raubt, lügt und betrügt. ihr führt den namen gottes im munde und meint gold, ihr sprecht von der liebe gottes und meint land!
ihr habt das wort gottes sehr wörtlich genommen, als er sagte: liebet und mehret euch! ihr habt euch wahrlich vermehrt, so vermehrt, dass euer land und das land jenseits des großen wassersnicht mehr ausreichen, um euch alle aufzunehmenund zu ernähren. wer gibt euch das recht, jetzt in das land der roten völker einzubrechen und dort alles an euch zu reißen, ohne zu fragen wem es gehört?
was würdet ihr tun, wenn die indianer in euer land gekommen wären, sich dort breit gemacht und euch, eure frauen und kinder verjagt, ermordet und gefangen genommen hätten? ihr hättet euch mit allen euch zu geboten stehenden waffen verteidigt.
wenn dort, wo ihr herkommt, kein platz mehr ist, vertreibt ihr die menschen, die dort seit generationen glücklich lebten. gehen sie nicht freiwillig, so holt ihr soldaten und lasst sie gleich tieren zusammenschießen. sogar eine prämie ist für jeden indianerskalp ausgesetzt worden, das startzeichen für den legalen massenmord. eure spuren die sich durch das land ziehen, füllen sich mit blut und tränen, aber das hält euch nicht zurück. wann hört ihr endlich auf unschuldige menschen zu töten, sinnlois ganze büffelherden abzuschießen und alles, was die indianer zum leben brauchen, zu vernichten? wann seid ihr endlich satt in eurem unermesslichen Land- und Goldhunger? wollt ihr wirklich erst aufhören, wenn kein indianer mehr lebt? wie wollt ihr dieses morden vor eurem gott verantworten der sagt: du sollst nicht töten?
aber ihr könnt euch noch so sehr anstrengen, ihr werdet dieses land nie ganz besitzen, auch wenn ihr glaubt alle rothäute ausgerottet zu haben. dieses schöne, wilde land wird immer den indianern gehören, weil er dieses land selber ist. weil sein herz und sein geist das herz und der geist seiner vorfäter sind, im wasser der flüsse und seen, dem fels der berge, im dunkeln der wälder und den weiten ebenen der prärie.
eines tages wird allein dieser gewaltigen natur der sieg gehören und mit ihr allen indianern, die die natur immer als das verehrten, was ise ist: als das größte wunder des großen geistes.
so und jetzt dürft ihr gehen. berichtet general sheridan, dass wir keinen friedensvertrag mehr unterschreiben, denn verträge, die mit weissen geschlossen werden, sind so dauerhaft wieder schnee, der im frühling fällt. ihr macht heute mit uns frieden und morgen kommt ihr, um uns umzubringen.
und sagt eurem general weiter, dass wir zwar von uns aus keine weißen angreifen. aber wir werden uns auch nicht ohne gegenwehrbestehlen (...)
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Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 02.05.2002    um 21:41 Uhr   
(...) und vernichten lassen. bevor wir in die ewigen jagdgründe gehen, werden wir so viele weiße wie nur irgend möglichj mit uns nehmen.
wir sehen nicht ein, welche macht der welt uns zwingen könnte uns in reservate einsperren zu lassen und von den almosen und der gnade der weißen zu leben.
ich weiß, wir werden sterben, aber mit der waffe in der hand. freiwillig werden wir unsere freiheit nie aufgeben.niemals!"





manchmal glaube ich, ich bin irgendwo in meinem inneren auch indianer.
*leise und ruhig beherrscht sagt *

Rob
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geschrieben am: 11.05.2002    um 19:17 Uhr   
hm schade, hab mir schon gedacht, dass kaum einer das liest ...

Rob
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