| "Autor" |
Meine Nächte |
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geschrieben am: 03.05.2002 um 13:47 Uhr
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Immer wenn der blaue Mond am schwarzen Himmel leuchtet, erinnere ich mich, wie es war. War zu leben. Den Körper ohne Schmerz zu spüren. Schwach wie ein Traum, doch anwesend. Die Gedanken umwehen meinen Körper. Lassen mich fliegen. Meine Augen folgen dem was mal eine Seele war. Meine Seele. So leer nehmen sie es kaum wahr, wie das Licht des Mondes sich bricht. Mich zerbricht und meine Seele löscht. Ich spüre den Wind, der durch mei Kleid weht und meine Haare aufwirbelt. Höre nur sein flüstern, das mich ruft, wieder und wieder, nie schweigend. Er wegt die sich auflösenden Reste meiner Seele weg. Fort! Und immer bleibt mein Körper unvergänglich und voller Leid. Ewigwährender Schmerz zerfrisst mein Innerstes. Die letzten Gedanken, gestorben vor langer Zeit. das letzte Wort, gesprochen in einer jener Nächte, wo die Flüchtigkeit eines Traumes mir alles schenkte. Doch schwand die Erinnerung auch an dieses, wie jeder Traum. Gewonnen ist wieder Leid. Vom See her steigt Nebel empor. Hüllt die Überreste meines Körpers ein, lässt meine weiße Gestalt leuchten. Bläulich schimmert der Nebel, durch den Mond. Ebenso meine Haut. Stumpf sehen meine Augen zum Mond, keine Spiegelung erweckt den Eindruck von Leben. Nichtmal weinen ist mir möglich. Doch ich verstehe nur in diesen Nächten wozu.
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